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·15. April 2026
Atletico kickt Barça aus der Champions League: Die Stimmen & Pressereaktionen

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·15. April 2026

Zum dritten Mal trafen Atletico Madrid und der FC Barcelona in einem Champions-League-Viertelfinale aufeinander. Und zum dritten Mal setzten sich die Rojiblancos gegen die Blaugrana durch!Barça musste am Dienstagabend trotz eines 2:1-Sieges im Wanda Metropolitano die Königsklassen-Segel streichen. Und das, obwohl das Team von Trainer Hansi Flick den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel früh wettmachte.
Nach den Treffern von Lamine Yamal (4. Minute) und Ferran Torres (24.) für Barça, brachte Ademola Lookman die Hausherren mit dem Anschlusstreffer in der Gesamtrechnung wieder in Front. Trotz zahlreicher Chancen schaffte es Barça nicht, das Duell erneut zu drehen. In der 80. Minute wurden die Katalanen dann auch – wie schon im Hinspiel – dezimiert. Erneut war es Rot nach einer Notbremse. Dieses Mal erwischte es Eric Garcia.Der eingewechselte Ronald Araujo hatte praktisch mit dem Schlusspfiff noch die Mega-Chance auf die Verlängerung auf dem Kopf, setzte die Kugel aus kürzester Distanz aber über das Atletico-Tor.
So blieb aus Barça-Sicht nur viel Frust. Schon im spanischen Pokal war man an Atletico gescheitert. Auch da reichte es bei der versuchten Aufholjagd im Rückspiel knapp nicht.
"Wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt, müssen natürlich mehr Tore machen. Das war möglich. Dann haben wir das zu diesem Moment unerwartete Gegentor kassiert, aber so ist der Fußball. Wenn man sich beide Spiele ansieht, hätten wir uns das Halbfinale verdient gehabt", erklärte Barça-Coach Hansi Flick nach dem Spiel.Flick richtete den Blick aber auch schon wieder nach vorne: "Wir müssen es akzeptieren. Auf die Mentalität und auf die Einstellung bin ich sehr stolz. Wir sind natürlich enttäuscht, das ist normal, weil es für jeden ein großer Traum ist, die Champions League zu gewinnen. Wir müssen daraus lernen, aber ich glaube, unser junges Team wird sich zur nächsten Saison verbessern."
Über die Schiedsrichter-Leistung wollte Flick derweil keine Worte verlieren. Schon im Hinspiel gab es kontroverse Szenen, Barça fühlte sich sogar so sehr benachteiligt, dass man Protest eingelegt hatte. "Ich will nicht darüber reden, weil ich das nicht ändern kann. So ist es. Ich muss es akzeptieren. Es ist vielleicht gut für euch, wenn ich darüber rede, aber ich will es nicht", meinte Flick.
Frenkie de Jong: "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, alles gegeben. Ich glaube, wir hatten einfach kein Glück. Ich denke, wir verbessern uns stetig und haben ein junges, talentiertes Team, das um alles mitspielen kann. Wir werden so weitermachen. Am Ende waren wir ein Mann weniger, was es immer schwieriger macht. Alle haben ihr Bestes gegeben. Es hat nicht gereicht. Es ist nie gut, im Viertelfinale auszuscheiden. Wir wollen gewinnen. Das heißt aber nicht, dass wir schlecht spielen oder nicht auf dem richtigen Weg sind. In der Champions League kommt es auf die Details an und man braucht auch ein bisschen Glück. Wenn wir so weiterspielen, wird uns das Glück irgendwann hold sein."
Gavi: "Wir hätten es uns verdient gehabt, in die nächste Runde zu kommen. Aber wegen eigener Fehler kommen wir nicht weiter. Ich finde, wir haben uns selbst rausgeworfen – wieder einmal. Wir haben in beiden Spielen sehr gravierende Fehler begangen, die dich in solchen Runden killen. Barcelona ist natürlich besser als Atlético, das hat man heute im Spiel gesehen. Wir waren viel besser, auch mit einem Mann weniger im Hinspiel. Auch heute. Aber das ist am Ende der Fußball. Es gewinnt derjenige, der mehr Tore erzielt. Es gibt keine Ausreden."
Dani Olmo: "Es war nicht einfach, wir sind natürlich nicht glücklich. Ich finde, das Team hat ein gutes Spiel gemacht, hatte die Mentalität, wieder zurück zu kommen. Wir hatten die Chancen, haben aber nicht getroffen. Aber wir nehmen die Erfahrung für die Zukunft mit. Es ist am Ende nicht genug. Kleinigkeiten fehlen, einige Entscheidungen fallen vielleicht auf die andere Seite. Das ist aber keine Ausrede, denn wir hatten die Chancen, um zu treffen."
Stimmen übersetzt via barcawelt.de
Die spannische Presse hob nach dem Spiel drei Dinge hervor: Die Schiedsrichter, Barças unermüdliches, aber letztllich erfolgloses Anrennen und die Widerstandsfähigkeit von Atletico.
Mundo Deportivo: "Von der ersten bis zur letzten Minute hatten sie den Sieg fest im Griff; ihr Einsatz war enorm. Die Blaugrana gewannen zwar, doch der Erfolg war letztendlich bedeutungslos. Sie spielten auch gegen den Schiedsrichter."
Marca: "Die acht Minuten Nachspielzeit, die sich in Atléticos Geschichte wie acht Jahre anfühlten, mündeten in einem Jubelsturm im Metropolitano."
SPORT: "Grausame Niederlage für eine Barça-Mannschaft, die im Metropolitano bis zum Schluss gekämpft hat."
El Pais: "Atlético übersteht Lamines spielerische Finesse und zieht ins Halbfinale der Champions League ein. [...] Lamines spielerische Klasse und sein unermüdliches Dribbling verkörperten den Stolz und Kampfgeist einer Mannschaft, die niemals die weiße Fahne hisste. Auch Atlético weigerte sich aufzugeben, selbst nachdem sie ihre Führung im Camp Nou nach gut 20 Minuten im Rückspiel verspielt hatten."
La Vanguardia: "Nach einer spektakulären ersten Halbzeit und dem beinahe erreichten Verlängerungsspiel gab es keine Dramen, nur Kampfgeist. Barcelona wurde einmal mehr von VAR-Entscheidungen und von jenem Atlético Madrid bestraft, das in der Lage war, 40 Tage ohne Brot und Wasser in der Wüste zu überleben."
AS: "Blut, Schweiß und Halbfinale. [...] Wenn Atlético Madrid eines hat, dann ist es Kampfgeist, der zu ihrem Wesen geworden ist, auch wenn die Nerven beim Schlusspfiff bis zum Hals schlugen. In einem weiteren Akt der Widerstandsfähigkeit hielt das Team an seinen zwei prägenden Eigenschaften fest: Leiden und Wiederaufstehen, und ließ Barça im Viertelfinale der Champions League erneut taumeln.









































