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·14. April 2026
FC Bayern gewarnt vor Real: „Wenn Champions League ist, performen sie“

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Vor dem Rückspiel gegen Real Madrid setzt der FC Bayern auf „kontrollierte Euphorie“ – und auf den Respekt vor einem Gegner, der in der Champions League traditionell jede Formfrage überlagert. Zwar haben die Münchner nach dem 2:1 im Bernabéu eine „fantastische Ausgangslage“, doch im Umfeld des Rekordmeisters ist die Warnung vor zu viel Selbstgewissheit unüberhörbar.
FC-Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany am Spielfeldrand beim Bundesliga-Auswärtsspiel seines Teams bei Bayer 04 Leverkusen in der BayArena am 14. März 2026. Der belgische Coach verfolgt das Spielgeschehen konzentriert. (Copyright Depositphotos.com)
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sprach zwar von dieser „fantastischen Ausgangslage“, gleichzeitig mahnt die Klubführung aber zur Besonnenheit. Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge machte das besonders deutlich: Man dürfe „jetzt nicht den Fehler machen, zu viel Euphorie aufkommen zu lassen“, sagte er ausdrücklich. Er nehme „im Moment einen kleinen Hype wahr, und der gefällt mir ehrlich gesagt nicht“, erklärte das Aufsichtsratsmitglied vor dem Showdown in der Allianz Arena am Mittwoch um 21.00 Uhr bei DAZN.
Die Botschaft kam bei den Spielern an. Leon Goretzka betonte, man wisse „schon ganz genau, gegen wen wir da spielen und was das für ein Spiel ist – eine brutal schwierige Aufgabe“. Beim 2:1 in Madrid habe man „gesehen, wie schnell sie zu Torchancen kommen können. Wir wissen schon, was auf uns zukommt.“
Gemeint ist Real Madrid, der mit 15 Titeln unangefochtene Rekordsieger der Champions League und ein Mythos des Weltfußballs. Für Joshua Kimmich spielt die aktuelle Verfassung der Spanier dabei kaum eine Rolle: „Wenn Champions League ist, dann performen sie“, sagte der Vizekapitän mit Blick auf Kylian Mbappé und Co. Auch sportlich spricht einiges für die Münchner: In 30 K.o.-Duellen nach einem Auswärtssieg schieden sie zuhause nur einmal aus – 2011 im Achtelfinale gegen Inter Mailand (1:0/2:3). Real wiederum kam nach einer Niederlage im eigenen Stadion noch nie weiter.
Trotz dieser Zahlen wollte beim FC Bayern niemand von einem vorweggenommenen Halbfinale hören. Sportvorstand Max Eberl sprach erneut von „kontrollierter Euphorie“ und stellte klar: Man wisse „was für ein großer Gegner am Mittwoch auf uns trifft. Wir haben eine gute Ausgangslage, wissen aber auch, dass wir noch nicht durch sind.“
Das Hinspiel hatte vor allem einer geprägt: Manuel Neuer. Der Torhüter ermöglichte mit mehreren Paraden erst dieses „big momentum“, wie es Harry Kane formulierte. Gleichzeitig ließ die Münchner Defensive gegen Mbappé und Vinicius Junior etliche Möglichkeiten zu. Goretzka hofft deshalb, „dass wir die richtigen Lehren ziehen und das Ding über die Linie drücken“.
Ein mögliches Halbfinale spielte intern zunächst keine Rolle. Der Blick richtete sich ausschließlich auf die Königlichen, die den Bayern „auch hier in München schon oft genug geärgert“ hätten, wie Rummenigge bei DAZN sagte. Er erinnerte besonders an das Halbfinale 2014, als die Mannschaft von Pep Guardiola nach einem knappen 0:1 in Madrid daheim 0:4 unterging. Den letzten Heimsieg gegen Real feierten die Münchner 2012 „dahoam“; seitdem gab es in vier Partien drei Niederlagen und ein Remis.
Bei Real selbst war deshalb das Wort „Remontada“ für die Aufholjagd allgegenwärtig. Antonio Rüdiger zeigte sich kämpferisch: „Wir haben immer Vertrauen. Wir leben noch“, sagte der Nationalspieler. Auch Chefcoach Álvaro Arbeloa verwies auf den Nimbus des Rekordsiegers: „Wenn eine Mannschaft in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid“, sagte er. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach Deutschland fahren und gewinnen werden.“ Wer daran nicht glaube, könne „in Madrid bleiben“.









































