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·27. August 2026

Atletico-Machtwort: Alvarez darf gehen – aber nur unter einer Bedingung

Artikelbild:Atletico-Machtwort: Alvarez darf gehen – aber nur unter einer Bedingung

Das Transfer-Theater geht weiter: Julian Alvarez will Atletico Madrid immer noch verlassen. Der CEO der Rojiblancos hat nun ein nächstes klares Machtwort gesprochen.

Causa Alvarez: Atletico bleibt bei Barça-Interesse hartnäckig

Am Sonntag verließ Julian Alvarez beim letzten Heimspiel von Atletico Madrid fernab seiner Mannschaftskollegen den Platz. Der 26-Jährige durfte nicht zu den heimischen Fans, die ihren einstigen Liebling mit lauten Pfiffen und Beleidigungen in die Kabine begleiteten. Diese Feindseligkeit kommt nicht von ungefähr: Der Argentinier hatte bereits während der Weltmeisterschaft öffentlich seine Wechselabsichten geäußert. Er wolle sich „einen Traum“ erfüllen, sagte der Offensivspieler noch vor dem ersten Gruppenspiel gegen Algerien. Und wurde noch deutlicher: „Ein Transfer wäre die beste Lösung für alle.“


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Nachdem Stadtrivale Real Madrid mit einer 150-Millionen-Offerte gescheitert war, versuchte der FC Barcelona sein Glück. Die Blaugrana hatten den Stürmer als Nachfolger für den in die USA gewechselten Robert Lewandowski auserkoren. Demnach sollen sie rund 100 Millionen Euro bieten. Der Poker zwischen Atletico und den Katalanen wurde jedoch schnell giftig und artete zunehmend in einer öffentlichen Schlammschlacht aus. Dennoch war Barça bis zuletzt „sehr interessiert“ an einer Verpflichtung des amtierenden Vize-Weltmeisters, sagte Klubpräsident Joan Laporta am Mittwoch.

„Angewidert“: Atletico-Boss kritisiert Barcelona scharf

Doch Atletico Madrid bleibt hartnäckig. Am Donnerstagnachmittag erneuerte der Klub seine klare Haltung und schloss einen Verkauf von Alvarez nach Katalonien kategorisch aus. „Der Vorstand unterstützt die Strategie des Klubs einstimmig. Ein Wechsel von Julian Alvarez zum FC Barcelona wird nicht verhandelt“, hieß es in einem Klub-Statement. Weiter heißt es unter anderem: „Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind sich bewusst, dass Atletico Madrid offen für Verhandlungen im Rahmen des Transfermarkts ist, allerdings stets auf ethische und professionelle Weise sowie mit Respekt zwischen den Vereinen.“

Laut "Marca" heißt es in vereinsnahen Kreisen, es gehe nicht um Geld, sondern um die Würde. „Der Spieler wird als Opfer dargestellt, doch die einzigen Opfer im Fall Julian sind wir“, zitiert die spanische Sportzeitung „zuverlässige Quellen“ aus dem Klub. Am Rande der Champions-League-Auslosung am Donnerstagabend äußerte sich auch Geschäftsführer Miguel Angel Gil Marin deutlich zur aktuellen Situation um Alvarez. Er bekräftigte die entschiedene Abneigung seines Vereins gegenüber dem Vorgehen Barcelonas. „Wir sind zutiefst empört und angewidert von dieser Lüge, dem Mangel an Ethik, Transparenz und Professionalität“, so der 63-Jährige.

Atletico öffnet erstmals die Tür: Alvarez darf gehen – aber niemals nach Barcelona

Gil Marin zeigte sich aber erstmals offen für einen Alvarez-Abgang. Noch vor wenigen Tagen war sein Ton deutlich schärfter: „Wir können es anderen Vereinen und ihren angeschlossenen Medien nicht erlauben, uns vorzuschreiben, was wir zu tun haben, unsere sportliche Strategie zu diktieren und uns respektlos zu behandeln“, wurde der gebürtige Madrilene deutlich. Im Rahmen der Champions-League-Auslosung in Monaco schlug er einen versöhnlicheren Ton an.

„Unsere Absicht und mein persönlicher Traum ist es, dass er bei uns bleibt“, sagte der Atletico-Boss bei "Movistar", betonte aber: „Wenn er der Meinung ist, dass ein Verbleib bei Atletico Madrid nicht vereinbar ist, werden wir nach einer Alternative suchen.“ Demnach könnte ein Alvarez-Transfer bis zum Ende der Transferperiode noch über die Bühne gehen – allerdings, so viel ist nun endgültig klar, nicht zum FC Barcelona.

„Krankheitsbedingt“: Alvarez fehlte erneut im Training

Aktuell gilt lediglich der FC Arsenal als mögliche Alternative. Die Gunners haben inmitten des Wortgefechts zwischen den spanischen Schwergewichten immer wieder ihre Fühler ausgestreckt, wurden jedoch nie konkret vorstellig. Aus widersprüchlichen Medienberichten geht zudem nicht klar hervor, ob Alvarez einem Wechsel zum amtierenden englischen Meister offenbar offen gegenübersteht. Atletico Madrid hingegen wäre durchaus bereit, den Argentinier für eine Ablöse in Höhe von 150 Millionen Euro an Arsenal zu verkaufen.

Alvarez blieb sowohl am heutigen Donnerstag als auch am gestrigen Mittwoch vom Training der Colchoneros fern. Er habe „krankheitsbedingt“ gefehlt, hieß es offiziell. „Julian geht es wirklich schlecht. Es gab Leute, die versucht haben, ihn zu täuschen und zu verwirren, und das bedauere ich sehr“, unterstrich Geschäftsführer Gil Marin den genannten Grund. Angesichts der vergangenen Wochen und Monaten ist es aber zweifelhaft, ob dieser zutrifft. Am kommenden Samstag spielt Atletico Madrid in Andalusien gegen den FC Sevilla. Es ist durchaus möglich, dass Alvarez nicht im Kader stehen wird.

Arsenal oder Nichts? In Causa Alvarez drängt die Zeit

Nach einer langwierigen Posse um das vergebliche Buhlen des FC Barcelona um den 26-Jährigen könnte kurz vor Transferschluss erstmals richtig Bewegung in die Personalie kommen. Der FC Arsenal scheint allerdings der letzte Ausweg für Alvarez zu sein. Ob die Londoner einen Transfer des Stürmers tatsächlich in Erwägung ziehen und bereit sind, die geforderte Ablöse zu zahlen, bleibt abzuwarten. Viel Zeit bleibt nicht mehr: Das Transferfenster schließt bereits am kommenden Dienstagabend.

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