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·22. Juni 2026
Aufstieg 1976: Warum Otto Rehhagel über Nacht BVB-Trainer wurde

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„König Otto“ wird heute hauptsächlich mit seiner langen Ära als Trainer von Werder Bremen in Verbindung gebracht. Dabei verweilte er bis zum Beginn jener Ära 1981 bei keiner Station für längere Zeit. So auch nicht bei seinem ersten Engagement bei Werder 1976, welches urplötzlich mit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund endete. Hier die Details rund um den Bundesliga-Aufstieg des BVB 1976.
Ungerne erinnert man sich beim BVB an die Jahre von 1972 bis 1976. In dieser Zeit war der immerhin 1966 Europapokalsieger gewordene Club nämlich nur zweitklassig im deutschen Fußball. Und das hieß in den ersten beiden Saison sogar, nur in der Regionalliga West zu spielen. Die 2. Bundesliga wurde erst 1974 gegründet, zunächst unterteilt in eine Nord- und eine Südstaffel.
Die beiden Meister der jeweils 20 Clubs umfassenden Staffeln stiegen auf. Der dritte Aufstiegsplatz in die Bundesliga wurde in Hin- und Rückspiel zwischen den beiden Vizemeistern entschieden. Und das waren am Ende der Saison 1975/76 Borussia Dortmund im Norden und der 1. FC Nürnberg im Süden. (Direkte Aufsteiger waren Tennis Borussia Berlin und der 1. FC Saarbrücken).

Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Dummerweise hatte der aktuelle Trainer des BVB, Horst Buhtz, für die folgende Saison aber bereits exakt bei diesem Gegner des BVB in der Aufstiegsrelegation unterschrieben. Ein Gewissenskonflikt, der Buhtz nicht zuzumuten sei – entschied BVB-Präsident Heinz Günther gegen den ausdrücklichen Willen der Mannschaft und komplimentierte Buhtz mittels eines Auflösungsvertrags aus dem Amt.
Doch in der Kürze der Zeit musste auch noch ein neuer Trainer gefunden werden, der Borussia Dortmund in diesen zwei Duellen mit dem 1. FC Nürnberg coachen sollte. Und hier kommt Otto Rehhagel ins Spiel, den Buhtz doch tatsächlich von Bundesligist Werder Bremen kurzfristig abwerben konnte. Ursprünglich hatte man zwar Hennes Weisweiler, der sich vom FC Barcelona trennte, verpflichten wollen.
Es wurde dann aber der gebürtige Essener Otto Rehhagel, dessen Verpflichtung man zumindest in diesen ersten Partien seiner Tätigkeit beim BVB nicht bedauern sollte. Der BVB siegte mit 1:0 in Nürnberg und mit 3:2 zu Hause. Nach vier Jahren Abstinenz war der BVB in die Bundesliga zurückgekehrt, aus der er bis heute kein zweites Mal abstieg.
Rehhagels Zeit beim BVB nahm dennoch ein besonders unrühmliches Ende. In seiner ersten Saison landete er mit der Borussia als Aufsteiger auf einem sehr guten achten Rang. In der nächsten Saison lief es weniger gut, wenn auch Rang 11 immerhin keine Abstiegssorgen bedeute. Am letzten Spieltag dieser Saison aber ging Rehhagels BVB mit 0:12 bei Borussia Mönchengladbach unter. Diese bis heute höchste Niederlage eines Bundesligisten kostete den Aufstiegstrainer von 1976 dann doch den Job beim BVB und brachte ihm die Verballhornung seines Nachnamens zu „Torhagel“ ein.
Wie man heute weiß, hat Rehhagels Karriere als Trainer aber auch diesen Rekord-Flop verkraftet.







































