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·23. Februar 2026
"Auftrag erfüllt": Unter Druck ruft der KSC seine Leistung ab

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Der Karlsruher SC hat dem großen Druck standgehalten. Im Krisenduell mit Holstein Kiel setzte sich die Mannschaft von Christian Eichner mit 3:1 durch. Die Misere ist damit aber noch nicht beendet, wie der Cheftrainer nach Spielschluss mahnte.
"Wir brauchen immer noch zehn Punkte", schloss Christian Eichner einen langen Tag beim Karlsruher SC ab. Dank eines Doppelpacks von Marvin Wanitzek (8./83.) sowie dem Treffer von Louey Ben Farhat (61.) hat der KSC-Coach das Krisenduell mit Holstein Kiel gewonnen. Eichner darf somit weitermachen. "Ein großes Kompliment an die Kabine", stellte der Cheftrainer heraus. "Sie hat den Auftrag erfüllt, der heute an sie gerichtet war. Wir haben die Attribute auf das Feld bekommen, die notwendig sind, um ein Zweitliga-Spiel erfolgreich zu gestalten."
Auch die Zusammenarbeit mit dem Publikum hob Eichner hervor. "Die Zuschauer sind ja grundsätzlich immer sehr leicht abzuholen, indem du vernünftige Zweikämpfe führst und die Ränge das Gefühk haben, dass eine Mannschaft geschlossen auf dem Platz steht. Das ist auch das, was ich mir von der Mannschaft heute gewünscht habe", führte der Cheftrainer weiter aus. Der Druck, den das Team im Laufe der vergangenen Wochen - und insbesondere der letzten Tage - spürte, durfte jeder bei Eichner abladen. Etwas befreiter spielte der KSC dann auf. "Das war auch diese Wildpark-Magie, die wir vor dem Spiel so ein bisschen beschrieben haben, die ein bisschen verloren gegangen war", fand Eichner. Gegen Kiel konnte die Mannschaft einen neuen Funken entfachen.
"Man wird sich dann oft dabei ertappen, dass man das Gefühl hat, ja warum nicht immer so?", stellte Eichner selbst infrage. Die These stand im Raum, dass der KSC erst unter Druck sein Leistungsvermögen abrufen konnte. Für den Cheftrainer war das nach wie vor eine Selbstverständlichkeit im Profisport. "Du benötigst immer ein bisschen Druck, aber ich wollte diese Woche nicht noch mehr reinbringen, weil - da können Sie mir glauben - da war extrem viel Druck auf jedem Einzelnen", so Eichner. Im Endeffekt soll es dann auch nicht um die Person des Cheftrainers gehen, so der Cheftrainer, sondern um das Ergebnis für den Klub. Und in diesem Bereich lieferte Karlsruhe.
"Trotzdem muss man auch dazu sagen, dass es, bei allem Verständnis für den Druck und die Wertigkeit dieses Spiels, nur drei Punkte heute gab", führte der KSC-Coach noch weiter aus. Ein einzelner Sieg wird nicht das Allheilmittel für die Misere sein, eine einzige 3:0-Führung nicht der Durchbruch. "Wenn man die letzte Minute sieht, dann sollten wir immer wissen, dass es uns nicht so gut geht, nur, weil wir mal hoch geführt haben", ordnete der KSC-Coach ein. So beendete Karlsruhe die Misere vorerst, in der Kiel noch weiter steckt. Kurios: Einen Spionageversuch der Störche beim KSC-Training, wie Eichner verriet, führte offenbar nicht zu hinreichenden Erkenntnissen.









































