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·25. Januar 2026
Ausschreitungen bei Ostderby: 64 Polizisten verletzt

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·25. Januar 2026

Das Ostderby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden ist am Samstagabend von Ausschreitungen überschattet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind 64 Polizisten dabei verletzt worden.
Laut Angaben der Polizei hatten Anhänger des FCM während der Halbzeitpause versucht, zum Gästeblock vorzudringen. Als die Beamten die Fans aufhalten wollten, wurden sie mit Pyrotechnik, Absperrgittern, Steinen, Gehwegplatten und einem Gullydeckel beworfen. Dabei wurden 64 Beamte zum Teil schwer verletzt, einige von ihnen mussten ambulant in Krankenhäusern behandelt werden.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang verurteilt die Ausschreitungen "auf das Schärfste" und sagt: "Mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten auf Polizisten einzuschlagen, ist nichts anderes als brutale Gewalt. Den verletzten Kolleginnen und Kollegen wünsche ich baldige Genesung. Allen eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten danke ich, dass sie auch gestern wieder im Einsatz waren, um ein Fußballspiel abzusichern und Auseinandersetzungen zwischen Heim- und Gästefans zu unterbinden."
Auch die Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt übt scharfe Kritik: "Fußball soll Menschen zusammenbringen – nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen", hieß es in einer Erklärung. "Wer Pyrotechnik in dicht gefüllten Blöcken zündet, Raketen und Böller in Menschenmengen wirft oder Polizeikräfte angreift, hat jedes Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier reden wir über Straftäter." Zum Abbrennen von Pyrotechnik war es während der Partie in beiden Blöcken gekommen. Durch die Rauentwicklung verzögerte sich der Anstoß um neun Minuten, auch zwischendurch war es zu einer längeren Unterbrechung gekommen.
Der FCM teilte am Sonntagnachmittag mit, über seine Fanbetreuung und seine Sicherheitsbeauftragten bereits in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den weiteren beteiligten Stellen zu stehen, um die Geschehnisse umfassend aufzuarbeiten. Die Vorkommnisse verurteilt der Klub indes "ausdrücklich" und stellt klar, dass Gewalt in jeglicher Form im Fußball keinen Platz habe. "Sie widerspricht den Werten des 1. FC Magdeburg ebenso wie dem Selbstverständnis des deutschen Fußballs insgesamt. Der Club setzt sich weiterhin nachdrücklich für einen respektvollen, friedlichen und sicheren Stadionbesuch für alle ein."









































