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·31. Mai 2026
Aziz Yildirim lässt die Bombe platzen: Ederson-Transfer steht und heftige Attacke gegen Galatasaray

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Im hochemotionalen Präsidentschaftswahlkampf von Fenerbahce hat der prominente Kandidat Aziz Yildirim weitreichende Erklärungen abgegeben und seine konkreten Absichten für den Traditionsklub aus Kadiköy unmissverständlich offengelegt. Der erfahrene Funktionär sprach dabei offen über spektakuläre Transferziele, finanzielle Großprojekte und nahm gleichzeitig eine gnadenlose Abrechnung mit der Konkurrenz vor. Mit einer klaren Vision für die kommenden Jahre will er den Verein wieder an die absolute Spitze führen und langfristig im europäischen Spitzenfußball etablieren.
In einem Exklusiv-Interview mit dem Sportsender A Spor betonte der Präsidentschaftsanwärter, dass die sportliche Messlatte extrem hochgelegt werden muss. Er zeigte sich zutiefst davon überzeugt, dass der Klub eine erfolgreiche Ära vor sich hat, und erklärte selbstbewusst: „Fenerbahce wird in Zukunft definitiv das Finale in Europa bestreiten, das sage ich mit Überzeugung. Wir wären Meister, wenn wir unser Team, ein gutes Team, ergänzen würden. Wir werden gehen, um Meister zu werden. Ich hoffe, dass uns das endlich gelingt.“ Bezüglich der aktuellen Personalie auf der Trainerbank stellte er klar, dass ein Mann vom Format eines Jose Mourinho absolute Rückendeckung und Autorität benötigt. Wenn man dem Trainer den Job übergebe und der Erfolg ausbleibe, trage das gesamte Management die Verantwortung. Dennoch sei das Trainerproblem an sich nicht das Wichtigste, da weder ein einzelner Starspieler noch ein Coach die langfristige Zukunft des Vereins negativ beeinflussen dürfe.
Besonders leidenschaftlich verteidigte der Präsidentschaftskandidat den oft kritisierten Ex-Trainer Aykut Kocaman, mit dem er bereits im Vorfeld Gespräche führte. Er schoss scharf gegen Sportjournalisten und Kritiker in den sozialen Medien, die den Verein nicht wie ein echter Präsident führen könnten. Der Funktionär erinnerte an die schweren Zeiten rund um den 3. Juli, als er selbst im Gefängnis saß und der Trainer das Team unter widrigsten Umständen zusammenhielt. Er bescheinigte dem Fußballlehrer einen integren Charakter und erklärte, dass dieser sich durch Hospitationen in Belgien und Holland ständig weiterentwickle. Wenn man die Vor- und Nachteile abwäge, überwiege das Plus bei dieser Persönlichkeit bei Weitem, weshalb eine Rückkehr an alte Wirkungsstätten absolut denkbar sei. Das einzige Defizit des Trainers sei lediglich, dass er nicht mit der Presse oder den sozialen Medien befreundet ist.

Foto: IHA
Im Bereich der Kaderplanung ging der Präsidentschaftskandidat extrem ins Detail und nannte namhafte Akteure des internationalen Fußballs. Ein großes Ziel auf dem Transfermarkt sei der langjährige Torhüter von Manchester City, Ederson. Der Funktionär schilderte detailliert die spielerischen Qualitäten des Keepers, der in der Lage sei, das Spiel durch präzise, lange Bälle sofort zu eröffnen und Probleme zu lösen. Finanziell sei die Strategie klar durchdacht: Man habe bereits Vorarbeit geleistet und werde eine Ablösesumme von elf Millionen Euro zahlen. Der aktuelle Nationaltorwart Dominik Livakovic, für den man einst zehn Millionen Euro aufwendete, soll im Gegenzug keinesfalls verliehen werden. Neben der Torwartposition kündigte er an, dass man sich intensiv mit der Situation von Sofyan Amrabat beschäftigen werde und zudem Diego Carlos im Fokus der Scouting-Abteilung stehe. Auch an Nelson Semedo sowie den Spielern Mert Müldür und Ognjen Mimovic zeige man konkretes Interesse.
Gleichzeitig übte er deutliche Kritik an verfehlten Personalentscheidungen der Vergangenheit und nannte konkrete Zahlen. Bei der Personalie Cherif Sery bemängelte er die gezahlten Boni und stellte die Verhältnismäßigkeit infrage, da für den dringenden Bedarf zwei Millionen Euro flossen, man am Ende jedoch mit immensen Summen belastet wurde. Auch Gerüchte über Astronomische Gehälter im Weltfußball kommentierte er süffisant und erwähnte, dass man für Akteure wie N’Golo Kante angeblich 70 Millionen Euro aufgerufen habe, als diese nach Saudi-Arabien wechselten. Für die anstehenden Transfers gab er einen klaren Zeitplan vor: Grundsätzlich sei man sich mit neuen Stürmern einig, und die offiziellen Bekanntgaben könnten bereits am kommenden Dienstag erfolgen. Finanziell unterliegt der Verein einem strengen UEFA-Limit von 60 Millionen Euro, welches jedoch durch gezielte Spielerverkäufe und neue Werbeeinnahmen aufgestockt werden soll. Zudem kündigte er an, das Stadion nach Einholung aller Genehmigungen auf eine Kapazität von 64.000 Zuschauern auszubauen.

Foto: IHA
Ein zentraler Punkt des Interviews war eine heftige Attacke gegen den Erzrivalen aus Istanbul. Der Präsidentschaftskandidat warf der Vereinsführung von Galatasaray vor, ihre finanziellen Ressourcen und historischen Einnahmen komplett aufgebraucht zu haben. Er betonte, dass der Konkurrent das Geld aus der Meisterschaft sowie die Erlöse aus den Immobilienprojekten in Riva und Florya restlos „aufgefressen“ habe. Die aktuelle wirtschaftliche Situation dort sei katastrophal. Bei einem eigenen Wahlsieg werde man die finanzielle Differenz von 50 bis 100 Millionen Euro umgehend bereitstellen und ein stabiles Fünfjahres-Projekt ins Leben rufen, um den eigenen Verein nachhaltig auf gesunde Beine zu stellen.
Ebenso deutlich fielen seine Worte zur Schiedsrichterthematik und dem nationalen Verband aus. Er kritisierte, dass die Unparteiischen in der Türkei entweder unter massivem Druck von außen stehen oder persönliche Emotionen auf dem Spielfeld ausleben, während der VAR oft nicht eingreife. Für die kommende Spielzeit kündigte er eine unnachgiebige Haltung an: Man werde umgehend das Gespräch mit der TFF und der Schiedsrichtervereinigung MHK suchen. Sollten die Unparteiischen weiterhin Fehlentscheidungen gegen den Klub treffen, werde er nicht schweigen, sondern sofort intervenieren und das Notwendige tun. Zudem bemängelte er die mangelnde Durchsetzungskraft der Klubvereinigung angesichts der auf 40 Prozent gestiegenen Steuern und forderte eine Erhöhung der TV-Rechte-Einnahmen von derzeit 160 Millionen Dollar auf das historische Niveau von 450 Millionen Dollar.
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