Barçawelt
·13. Mai 2026
Barça reagiert auf Pérez-Rundumschlag: „Erbärmlich, er tat mir leid“

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·13. Mai 2026

Nach den heftigen Aussagen von Real-Präsident Florentino Pérez hat der FC Barcelona offiziell reagiert. Die Katalanen prüfen nach der umstrittenen Pressekonferenz rechtliche Schritte und verschärfen damit den ohnehin brisanten Konflikt zwischen den beiden spanischen Erzrivalen weiter.
Die hitzige Pressekonferenz von Real Madrids Präsident Florentino Pérez sorgt weiterhin für heftige Reaktionen in Spanien. Nachdem der 79-Jährige in einer emotionalen Wutrede nicht nur Journalisten und die Liga attackierte, sondern auch den FC Barcelona massiv ins Visier nahm, reagierten die Katalanen nun offiziell – und kündigten mögliche Konsequenzen an.
In einem Statement erklärte Barça, dass die vereinseigene Rechtsabteilung die Aussagen von Pérez genau unter die Lupe nehme. „Im Zusammenhang mit der Pressekonferenz des Präsidenten von Real Madrid, Florentino Pérez, teilen wir mit, dass unsere Rechtsabteilung seine Äußerungen und Vorwürfe sorgfältig prüft“, teilte der Klub mit. Zudem analysiert der Klub derzeit, „welche Maßnahmen zu ergreifen sind“.
Auch aus der Führungsetage der Katalanen folgte bereits eine scharfe Reaktion. „Florentinos Aussagen erschienen mir erbärmlich und voller Lügen. Er tat mir leid“, betonte Rafa Yuste, der amtierende Präsident Barcelonas. Gleichzeitig warf Yuste dem Real-Boss vor, mit seinen Aussagen von den sportlichen Problemen der Madrilenen ablenken zu wollen. „Dieses Manöver von Herrn Florentino Pérez, um ein sportliches Desaster zu vertuschen, das sich seit zwei Jahren abzeichnet, wird ihm nichts bringen“, erklärte der Funktionär deutlich.
Welche Aussagen die Verantwortlichen in Barcelona konkret beanstanden, ließ der frisch gekürte spanische Meister offen. Allerdings dürfte vor allem der erneut aufgegriffene Negreira-Komplex eine zentrale Rolle spielen. Pérez hatte in seiner Pressekonferenz schwere Vorwürfe gegen den Erzrivalen erhoben und den Fall als den „größten Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs“ bezeichnet.
Hintergrund sind die umstrittenen Zahlungen des FC Barcelona zwischen 2001 und 2018 an den damaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses, José María Enríquez Negreira. Der Fall wird weiterhin juristisch aufgearbeitet, ein endgültiges Urteil steht bislang aus.
Besonders eine Aussage des Real-Präsidenten sorgte für großes Aufsehen. „Wir sind in dieser Saison leer ausgegangen und ich bin hier – seit ich weiß nicht wie vielen Spielzeiten – und habe nur sieben Champions-League-Titel und sieben Meisterschaften gewonnen, obwohl es eigentlich 14 hätten sein können, weil sie uns gestohlen wurden“, erklärte Pérez und deutete damit an, dass Real Madrid über Jahre benachteiligt worden sei.
Auch an anderer Stelle legte Pérez nach: „Nicht immer ist Real Madrid der Geschädigte, auch andere Teams leiden darunter. Barça profitiert hingegen immer.“ Die Aussagen verschärfen die ohnehin angespannte Beziehung zwischen den beiden spanischen Giganten weiter.


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