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·1. Februar 2026

Bayern-Erkenntnisse: Kompany steht jetzt vor einer neuen Bewährungsprobe

Artikelbild:Bayern-Erkenntnisse: Kompany steht jetzt vor einer neuen Bewährungsprobe

Der FC Bayern spielt am 20. Spieltag beim Hamburger SV nur unentschieden. FCBinside liefert drei Erkenntnisse zur Partie.

Die Bayern mussten sich mit einem 2:2 beim Aufsteiger zufrieden geben. Das Spiel lieferte folgende Erkenntnisse:


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1. Bayern haben ihre erste Schwächeperiode

Nach der 1:2-Heimpleite gegen den FC Augsburg und damit der ersten Niederlage in der laufenden Bundesligasaison sind die Bayern beim HSV nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Die Münchner haben so in den letzten zwei Spielen fünf Punkte im Rennen um die Meisterschaft liegen lassen.

Der FC Bayern steckt damit in der ersten echten Schwächephase der Spielzeit. Nach der kurzen Winterpause ist der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany die Dominanz aus dem letzten Jahr verloren gegangen. Anders als zuvor geriet der Rekordmeister im noch jungen Jahr 2026 mehrfach in Rückstand oder gab Führungen schnell wieder ab.

Diese Spielverläufe kosteten Kraft, genauso wie der vollgepackte Spielplan. „Es war ein sehr komplizierter Januar mit den sieben Spielen in 20 Tagen“, gab Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel in Hamburg zu bedenken. Aus den ersten drei Rückrunden-Spielen haben die Bayern nur vier Punkte eingefahren. So schlecht war die Bilanz zuletzt in der Saison 2014/15.

Aber: In der Champions League konnte sich der FCB mit Platz zwei in der Ligaphase eine sehr gute Ausgangsposition verschaffen. Im DFB-Pokal sind die Bayern auch noch vertreten, im Februar geht es dann zuhause gegen RB Leipzig. Überhaupt wird die Belastung im neuen Monat deutlich geringer ausfallen: Das Pokal-Viertelfinale wird dann das einzige Spiel unter der Woche sein, in der Champions League ist man erst wieder im März gefordert.

Trotz der ersten Schwächephase haben die Bayern auch in der Bundesliga noch einen komfortablen Vorsprung – auch davon abhängig, wie Borussia Dortmund am Sonntagnachmittag gegen Heidenheim spielt. Grund zur Panik besteht also nicht. Aber im Februar sollte die Mannschaft auch in der Liga wieder die Kurve kriegen.

2. Kompany steht jetzt vor einer neuen Bewährungsprobe

Kompany zeigte in Hamburg ein ganz neues Gesicht. Der Coach war an der Seitenlinie emotional wie nie. Das lag vielleicht an seiner Rückkehr zu seinem Ex-Klub HSV. Nach dem Spiel griff Kompany verbal das Schiedsrichter-Gespann um Harm Osmers an. Das kennt man so vom Belgier sonst nicht. Kompany räumte auch selbst ein: „Seit ich hier bin, habe ich mich nie über Schiedsrichter geäußert“, sagte er: „Aber wenn man so viel Nachspielzeit bekommt, wird einem klar, dass nicht nur die 22 Spieler das Spiel beeinflusst haben, sondern auch andere Personen eine Rolle gespielt haben“, so Kompany mit Blick auf die Schiedsrichter.

Kompany steht bei den Bayern jetzt vor einer neuen Bewährungsprobe: Der Trainer hat erstmals in dieser Spielzeit praktisch den gesamten Kader zur Verfügung, zuvor stellte sich die Mannschaft auf vielen Positionen von selbst auf. Jetzt fehlen nur noch Konrad Laimer und Raphael Guerreiro. Wenn der Österreicher bald zurückkehrt, muss sich Kompany zwischen ihm und Josip Stanisic auf der Rechtsverteidiger-Position entscheiden. Auf der linken Seite sind Alphonso Davies und Hiroki Ito wieder fit.

In der Offensive hat Kompany jetzt auch die Qual der Wahl: Jamal Musiala kommt nach seiner schweren Verletzung im Sommer schnell wieder in Form. Ein Star wird langfristig für Bayerns Nummer 10 weichen müssen. In Hamburg wechselte Kompany Musiala für Gnabry ein – und dieser wirkte überhaupt nicht glücklich über seine Auswechslung. Eine solche Reaktion hat man bei den Bayern zuletzt auch lange nicht mehr gesehen.

Das Managen der zahlreichen Interessen in der Mannschaft wird in den nächsten Wochen für Kompany schwieriger werden – vorausgesetzt, es gibt keine neuen Ausfälle. Aber das gehört zum Trainerjob bei einem Topklub wie dem FC Bayern. Kompany war aber in der bisherigen Saison wegen des grundsätzlich dünnen Kaders und der Verletzungen davon verschont geblieben. Jetzt muss der Trainer zeigen, wie er mit diesen neuen Herausforderungen umgeht.

3. Für Karl kann es nicht immer nur nach oben gehen

Ein Offensivspieler der Bayern hatte in Hamburg keinen guten Abend: Lennart Karl vergab eine gute Torchance und blieb ansonsten relativ unsichtbar und wurde in der Halbzeitpause ausgewechselt. Am Ende bekam der 17-Jährige die FCBinside-Note 4.

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Foto: IMAGO

Dieselbe Bewertung erhielt Karl bereits in den zwei Bundesligaspielen zuvor gegen Augsburg und in Leipzig. Nach seinem kometenhaften Aufstieg bei den Bayern hat Karl jetzt auch Spiele dabei, in denen es nicht läuft für den deutschen U21-Nationalspieler.

In dieser Phase ist es aber wichtig, dass der Newcomer weiter das Vertrauen von Kompany bekommt. Und das ist aktuell gegeben. Karl erhält regelmäßige Spielzeiten und wurde auch nach Durchhängern nicht abgestraft.

Das ist auch richtig so, denn für Karl kann es nicht immer nur nach oben gehen. Man vergisst leicht: Der Youngster hat erst 18 Bundesligaspiele absolviert. Die Bayern müssen ihr Supertalent weiter behutsam aufbauen. Auch nach blassen Auftritten wie in Hamburg.

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