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·18. Januar 2026

Bayern-Flirt mit Diomande? Eberl-Aussagen lassen aufhorchen

Artikelbild:Bayern-Flirt mit Diomande? Eberl-Aussagen lassen aufhorchen

Yan Diomande zählt zu den auffälligsten Erscheinungen dieser Bundesliga-Saison. Der junge Flügelspieler von RB Leipzig hat sich mit Tempo, Direktheit und Abschlussstärke in kürzester Zeit ins Rampenlicht gespielt – und damit zwangsläufig auch das Interesse des FC Bayern geweckt. Passend zum Topspiel in Leipzig nahm nun Sportvorstand Max Eberl öffentlich Stellung zu den Gerüchten um einen möglichen Wechsel nach München.

Bereits im Vorfeld der Partie war klar: Diomande ist kein gewöhnlicher Hoffnungsträger, sondern ein strategischer Transfer von RB Leipzig mit klarer Perspektive. Genau das hob Eberl im Gespräch mit Sky hervor. „Das war ein ganz typischer Red-Bull-Transfer. Ein Spieler, der in der zweiten Liga in Spanien bei Leganés gezeigt hat, was er kann. Dann den Mut zu haben, eine solche Transfersumme, wenn man die hört, auf den Tisch zu legen – da hat Marcel mit seinem Team wirklich wieder einen sehr guten Job gemacht“, erklärte der Bayern-Boss und zollte der Leipziger Transferpolitik offen Respekt.


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RB Leipzig hatte Diomande vor der Saison für kolportierte 20 Millionen Euro von CD Leganés verpflichtet – ein Investment, das sich sportlich bislang ausgezahlt hat. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste lieferte in der Bundesliga sechs Tore und drei Vorlagen, dazu kam weitere Produktivität im DFB-Pokal. Leistungen, die ihn naturgemäß auch beim FC Bayern auf den Zettel gebracht haben.

Eberl verrät: Diomande war auch ein Thema bei Bayern

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Foto: IMAGO

Eberl bestätigte diesen Eindruck und stellte klar, dass Diomande durchaus Thema an der Säbener Straße war. Gleichzeitig erklärte er aber auch, warum sich der Rekordmeister im vergangenen Sommer letztlich für einen anderen Weg entschieden hat. „Wir kennen den Markt auch relativ gut, aber wir haben uns dafür entschieden, in Lucho Díaz eben den arrivierten Spieler zu holen, wo wir sagen, da kriegen wir eine höhere Verlässlichkeit, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass er beim FC Bayern funktioniert“, so Eberl. Der Fokus lag also bewusst auf sofortiger Qualität statt auf Entwicklungspotenzial.

Dabei betonte der 52-Jährige, dass der FC Bayern junge Spieler keineswegs aus dem Blick verliert. „Wir sind natürlich auch bei jungen Spielern dran“, sagte Eberl und verwies dabei auf Beispiele aus dem eigenen Kader wie Tom Bischof oder Lennart Karl, der den Durchbruch bei den Profis bereits geschafft hat. Dennoch machte er deutlich, dass beim Rekordmeister andere Maßstäbe gelten. Erfolg sei keine Option, sondern eine Verpflichtung – und genau daran müssten sich Transferentscheidungen orientieren.

RB-Boss Mintzlaff spricht Machtwort

Dass die Personalie Diomande trotz dieser Aussagen perspektivisch nicht vom Tisch ist, liegt auf der Hand. Umso klarer fiel jedoch die Reaktion aus Leipzig aus. Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff stellte sich demonstrativ vor seinen Shootingstar und bremste mögliche Spekulationen frühzeitig aus. „Ich als Aufsichtsratschef würde sagen, er ist auch nächste Saison sicher bei uns – auch wenn es ein Angebot von 80 oder 90 Millionen geben sollte“, erklärte Mintzlaff unmissverständlich. Auf Nachfrage ergänzte er: „Es ist noch keiner gekommen.“

Mintzlaff machte zudem deutlich, dass RB Leipzig Diomande nicht als kurzfristiges Durchgangsprojekt sieht. „So einen jungen Spieler, den wir jetzt geholt haben, kann man nicht nach einem Jahr abgeben. Er ist extrem jung, spielt seine erste Bundesliga-Saison“, betonte der 50-Jährige. Leipzig habe sich erarbeitet, dass Spieler länger gehalten werden können – auch wenn man in der Vergangenheit immer wieder Top-Talente an größere Klubs verloren habe.

Für den FC Bayern bedeutet das: Diomande bleibt vorerst außer Reichweite. Eberls Aussagen zeigen jedoch, dass man den Markt genau beobachtet und Diomande kein Unbekannter an der Isar ist.

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