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·19. August 2026
Bayern-Keeper Urbig: „Versuche im Hier und Jetzt zu sein“

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Beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft wird Jonas Urbig längst als kommender Erbe von Manuel Neuer gehandelt. Der 23-Jährige selbst mag sich von diesem Zuschreibungsdruck jedoch nicht beirren lassen und setzt lieber auf Bodenständigkeit statt große Ankündigungen.

Manuel Neuer und Jonas Urbig im Trainingslager des FC Bayern München: Die beiden Torhüter stehen am 28. Juli 2026 im Stadion am Birkenmoos in Rottach-Egern gemeinsam auf dem Platz. (Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images)
Im Münchner Vereinsmagazin „51“ beschrieb Urbig seine Herangehensweise an die Erwartungshaltung, die ihn seit geraumer Zeit begleitet. „Ich versuche immer, im Hier und Jetzt zu sein. Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann: in jedem Training und in jedem Spiel maximale Leistung zu bringen. Alles Weitere entscheide nicht ich“, erklärte der Schlussmann. Auch mit Blick auf das DFB-Team, wo er ebenfalls als Perspektivspieler zwischen den Pfosten gilt, bleibt er auf dem Teppich. Es sei „sicher ein Ansporn für mich“, räumte Urbig ein, „dauerhaft ein Thema zu werden. Aber auch hier ist meine Haltung ganz klar: Ich beschäftige mich nicht damit, was irgendwann sein könnte. Ich bleibe lieber bei dem, was ich jeden Tag beeinflussen kann.“
Diese Gelassenheit sieht der gebürtige Kölner als eine seiner größten Stärken. Er bringe, so seine eigene Einschätzung, „eine gewisse mentale Stärke mit, die man gerade im Bayern-Kosmos braucht: Man muss bei sich bleiben, darf sich nicht ablenken lassen vom Drumherum, von Diskussionen, von Erwartungen, von Vergleichen.“
Interessant ist dabei, dass ausgerechnet der 40 Jahre alte Neuer für Urbig zur zentralen Orientierungsfigur geworden ist. Nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln zu den Bayern habe er sofort gespürt, welchen Anspruch der Rekordnationaltorwart an sich selbst stellt. Als er gesehen habe, „mit welcher Detailversessenheit ein Manuel Neuer immer noch an sich arbeitet, da wusste ich gleich, was hier der Maßstab ist“, berichtete Urbig. „Für mich ist das ein großer Ansporn und auch eine Verpflichtung, dieses Niveau mitzugehen. Ich empfinde das als extrem wertvoll.“
Sportlich soll Urbig auch in der kommenden Saison weiterhin regelmäßig zum Einsatz kommen, um sich sukzessive an die Anforderungen im Profigeschäft heranzutasten. Neuers Vertragslaufzeit deutet darauf hin, dass für ihn im Sommer 2027 die aktive Karriere bei den Bayern enden dürfte, wodurch sich für Urbig mittelfristig ein realistisches Zeitfenster für die Nachfolge eröffnet.
Auch Bayerns Torwarttrainer Michael Rechner attestiert dem jungen Keeper das nötige Rüstzeug für die große Aufgabe. „Er hat diese totale Offenheit, an jedem Detail extrem zu arbeiten“, lobte Rechner die Arbeitseinstellung seines Schützlings. Besonders hervor hebt er dabei die psychische Robustheit Urbigs: „Und: Er ist auch unter Druck gut. Ich glaube sogar, er liebt Druck.“ Rechners Fazit fällt entsprechend eindeutig aus: „Jonas bringt alles mit, um irgendwann die Nachfolge von Manuel Neuer antreten zu können.“







































