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·9. März 2026
„Bayern macht sich Gedanken“: Hört Neuer nach der Saison auf?

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·9. März 2026

Die Zukunft von Manuel Neuer beim FC Bayern bleibt eines der meistdiskutierten Themen rund um den Rekordmeister. Der Vertrag des 39-Jährigen läuft im Sommer aus – und noch ist offen, ob die Torwart-Legende ihre Karriere beendet oder ein weiteres Jahr dranhängt. Bei der Sendung Sky90 diskutierten Experten nun intensiv über die Situation des Bayern-Kapitäns.
Vor allem Neuers Verletzungshistorie sorgt zunehmend für Fragezeichen. Der Weltmeister von 2014 musste in den vergangenen Jahren immer wieder längere Pausen einlegen.
Für Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ist die körperliche Verfassung des Torhüters ein entscheidender Faktor. „Es sind jetzt nicht nur die zwei Muskelfaserrisse in den letzten drei Wochen, sondern seine Krankenakte in den letzten vier, fünf Jahren“, betont Matthäus. Neben dem folgenschweren Skiunfall habe es immer wieder weitere Verletzungen gegeben, die Spuren hinterlassen hätten.
Allein in den vergangenen zwölf Monaten zog sich Neuer vier Muskelfaserrisse zu – zuletzt beim 4:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Nach Informationen von Sky wird der Bayern-Kapitän mindestens das Champions-League-Spiel bei Atalanta Bergamo sowie das Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen verpassen.

Foto: IMAGO
Trotz der zunehmenden Verletzungsprobleme steht Neuers sportliche Qualität für Matthäus außer Frage. „Wenn er fit ist, wenn er gesund ist, ist er Deutschlands Nummer eins von der Qualität her“, so der ehemalige Weltfußballer.
Die entscheidende Frage sei jedoch, wie oft der Torhüter in Zukunft noch auf höchstem Niveau einsatzfähig sein könne.
Eine interessante Idee brachte Sky-Expertin Julia Simic ins Spiel. Sie kann sich ein Jobsharing-Modell zwischen Manuel Neuer und Jonas Urbig vorstellen. „Von Vereinsseite ist das glaube ich gar kein so schlechter Weg“, erklärte Simic. Sollte Neuer nicht mehr jede Partie bestreiten können, könnte Urbig zunehmend Spielzeit sammeln und gleichzeitig behutsam aufgebaut werden.
Der 22-Jährige vertrat Neuer in dieser Saison bereits mehrfach und wird aufgrund der aktuellen Verletzung auch in den kommenden Spielen im Tor stehen.
Matthäus betonte zudem, dass das Verhältnis zwischen beiden Torhütern deutlich entspannter sei als bei früheren Konstellationen. „Es ist etwas anderes als mit Alexander Nübel vor fünf Jahren“, erklärte der 64-Jährige. Urbig habe bislang nie öffentlich Ansprüche gestellt und halte sich bewusst im Hintergrund.
Eine klare Empfehlung wollte Matthäus dem Bayern-Kapitän jedoch nicht geben. Letztlich müsse Neuer selbst entscheiden, wie es weitergeht. „Er kennt seinen Körper. Er weiß, was er will“, erklärte der ehemalige Bayern-Spieler. Auch die Ergebnisse der laufenden Saison könnten Einfluss auf die Entscheidung haben.
Sollte der FC Bayern am Ende tatsächlich das Triple gewinnen, wäre dies für Neuer womöglich ein perfekter Zeitpunkt, um seine außergewöhnliche Karriere zu beenden. Ob es dazu kommt – oder ob der Weltklasse-Torhüter noch ein weiteres Jahr dranhängt – dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.
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