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·6. Februar 2026
Bayern mit kapitaler Fehleinschätzung bei Vuskovic - DFB-Hoffnung im Abwehr-Fokus?

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·6. Februar 2026

Luka Vuskovic dürfte dem FC Bayern nach dem direkten Aufeinandertreffen mit dem HSV noch in schlechter Erinnerung sein. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können. Das erst 18 Jahre alte Abwehr-Juwel war für den FC Bayern bereits im Februar 2023 ein bekannter Name. Laut Bild-Fußballchef Christian Falk hatten die Bayern-Scouts Vuskovic im Visier und hätten diesen für wenige Millionen Euro kaufen können. "Er wäre für drei Millionen plus zwei Millionen an Boni zu haben gewesen", schilderte Falk in seinem 'Bayern Insider'-Podcast.
Trotz des eigentlich überschaubaren Risikos entschied man sich gegen den Transfer des damals 15-Jährigen. Neben dem Kostenfaktor sei man zudem der Auffassung gewesen, dass Vuskovic "zu arrogant am Ball" sei und damit nicht in das Defensivkonzept passe. Eine im Nachhinein bittere Fehleinschätzung.Während die Bayern knauserten und Real Madrid mit einem Angebot in Höhe von rund zwölf Millionen Euro gescheitert sein soll, machten die Spurs für insgesamt rund 15 Millionen Euro das Rennen. Inzwischen besitzt Vuskovic bei transfermarkt.de einen Marktwert von 40 Millionen Euro.
Der Name Vuskovic soll im Zuge des Vertragspokers mit Dayot Upamecano wieder diskutiert worden sein, jedoch ist ein erneuter Vorstoß gegenwärtig eher unwahrscheinlich. Zum einen hat der FCB die Verlängerung mit Upamecano unter Dach und Fach gebracht und zum anderen dürften die Spurs kaum bereit sein, dass verliehene Supertalent ganz abzugeben. Laut Bild-Reporter Heiko Niedderer werden die Verantwortlich eine "sehr, sehr hohe Summe aufrufen".
Allerdings soll Bayern-Star Jonathan Tah die Entwicklung von Vuskovic verfolgen und mit diesem in Kontakt sein. Man kann davon ausgehen, dass die Bayern den Abwehr-Youngster weiterhin gut im Auge behalten und auf eine mögliche Chance lauern. Gewiss hat man den leichten Weg aber verpennt, zumal Vuskovic in London noch bis 2030 unter Vertrag steht.
Man darf auch davon ausgehen, dass der FCB erst Kim min-jae verkaufen wollen würde, ehe man wirklich nochmal ein Groß-Invest in der Abwehr tätigt. Eine wohl etwas günstigere Option wäre Yann Aurel Bisseck von Inter Mailand. "Er hat sich nach seiner Verletzung zurückgebissen. Ein Verteidiger, der sich in Italien durchsetzt ist für den FCB einen Blick wert", erklärte Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger.
Der deutsche WM-Kandidat erhielt jüngst auch Lob von Michael Ballack, der den 25-Jährigen als "absoluten Leistungsträger" betitelte. Auch Toni Kroos lobte den Innenverteidiger jüngst in seinem Podcast. "Gegen den will man nicht spielen oder nicht unbedingt in den Zweikampf", stellte er klar.
Aktuell sollen die Bayern Bisseck laut Sport1-Informationen im Auge haben, jedoch nicht im Kontakt mit diesem stehen. Das Interesse könnte sich bei einer erfolgreichen WM-Teilnahme mit Deutschland konkretisierten. In diesem Zuge dürfte aber auch sein Marktwert steigen, der laut transfermarkt.de gegenwärtig 35 Millionen Euro beträgt. Bisseck hat bei Inter noch bis 2029 Vertrag.
Für den FC Bayern wäre es sicher nicht die schlechteste Option, Kim zu verkaufen und einen etwas jüngeren Ersatzmann zu holen. Damit hätte man nicht nur eine bessere Altersstruktur, sondern könnte sich wohl auch etwas Gehalt sparen.
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