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·23. August 2026
Bayern räumen ab: Fußballer, Fußballerin und Trainer des Jahres vom FCB

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·23. August 2026

Der FC Bayern München macht gleich zu Beginn der neuen Saison da weiter, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat: Nationale Titel und Auszeichnungen anhäufen. Einen Tag nach dem Gewinn des Supercups durch den Rekordmeister gegen Borussia Dortmund (2:1) wanderten die Trophäen für den Fußballer des Jahres, die Fußballerin des Jahres und für den Trainer des Jahres vom Fußballfachmagazin kicker allesamt nach München.
Deutschlands Fußballer des Jahres ist erstmals Bayern-Torjäger Harry Kane. Die wahlberechtigten Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) machten den 33-Jährigen zum ersten Engländer, der die prestigeträchtige Auszeichnung erhält. "Zu Harry Kane gehen einem langsam die Superlative aus – aber da fehlen mir gerne mal die Worte. Er wurde bereits Englands Fußballer des Jahres, nun ist er es auch in Deutschland, das zeigt: Wo Harry Kane ist, ist der Erfolg", schwärmte Bayer-Sportvorstand Max Eberl.
"Wo Harry Kane ist, ist der Erfolg."Max Eberl, Sportvorstand Bayern München
Kane erhielt 272 der 656 gültigen Stimmen (41,4 Prozent) und ließ damit seinen Teamkollegen Michael Olise (203 Stimmen) hinter sich. Platz drei ging mit großem Abstand auf das Bayern-Duo an Nationalstürmer Deniz Undav vom VfB Stuttgart (61 Stimmen). Der höchstplatzierte der im Ausland aktiven Deutschen ist Kai Havertz auf Rang acht (6 Stimmen).
Kane beerbt Florian Wirtz, der die Abstimmung im vergangenen Jahr ebenfalls vor Olise gewonnen hatte. In der vergangenen Saison hatte sich Kane mit wettbewerbsübergreifend 61 Toren in 51 Spielen empfohlen und seine Mannschaft zum Double geschossen. Die Erfolge der Saison reichten diesmal auch Bayern-Coach Vincent Kompany, um die Auszeichnung für den Trainer des Jahres zu gewinnen.
Der Belgier, für den der Gewinn der Abstimmung eine Premiere ist, folgt Freiburg-Coach Julian Schuster. Insgesamt 314 und damit fast die Hälfte der Stimmen (48 Prozent) entfielen auf Kompany, der die Konkurrenz damit weit hinter sich ließ. Vorjahressieger Schuster folgt mit 227 Stimmen weniger, bzw. 13,3 Prozent auf Rang zwei. Dritter wurde Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß mit 53 Stimmen (8 Prozent).

Giulia Gwinn gewinnt die Wahl zum zweiten Mal nacheinander | Christina Pahnke - sampics/GettyImages
Der Titel "Fußballerin des Jahres" wurde zum zweiten Mal nacheinander Giulia Gwinn verliehen. Im vergangenen Jahr hatte sie sich Platz eins noch mit Nationalmannschaftskollegin Ann-Katrin Berger teilen müssen, diesmal steht sie alleine ganz oben - zu ihrer eigenen Überraschung. Mit den Bayern-Frauen hatte Gwinn in der vergangenen Saison ebenfalls das Double gewonnen.
"Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht damit gerechnet, in diesem Jahr gewählt zu werden", sagte Gwinn im kicker-Interview: "Deshalb war mein erster Gedanke auch: wirklich ich?" Aus ihrer Sicht hätte etwa Teamkollegin Klara Bühl den Titel verdient gehabt. "Sie hätte meine Stimme bekommen." Das sah nicht nur Gwinn so. Insgesamt entfielen 94 Stimmen auf Bühl, die sich mit nur zwölf Stimmen weniger als Gwinn Platz zwei sicherte. Weitere zwölf Stimmen weniger sammelte die drittplatzierte Jule Brand von OL Lyonnes.
Gemeinsam mit Kane und Kompany sorgte Gwinn für ein Novum: Noch nie zuvor gingen alle drei Auszeichnungen an einen Verein. "Wenn Frauen- und Männerfußball gemeinsam Geschichte schreiben, dann ist das FC Bayern – und das mit Ausrufezeichen", schwärmte Präsident Herbert Hainer.
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