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·29. August 2026
Bayern Trainer Kompany nach Auftaktsieg: FCB will einfach weitermachen

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Der FC Bayern München ist mit einer beeindruckenden Machtdemonstration in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart ließ die Mannschaft von Vincent Kompany keine Zweifel daran, dass sie erneut um die großen Titel mitspielen will. Nach dem Abpfiff ordneten Trainer, Spieler und Verantwortliche beider Klubs den Auftakt bei Sky ein.
Bayern-Trainer Vincent Kompany dirigiert sein Team beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am 28. August 2026 in der Allianz Arena von der Seitenlinie. (Adam Pretty / Getty Images Europe via Getty Images)
Für Vincent Kompany war der klare Auftaktsieg vor allem eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Es geht nicht nur um den Start. Wir versuchen einfach weiterzumachen, das durchzuziehen, was wir in den letzten Jahren gemacht haben: viel Energie, viel Laufbereitschaft und natürlich Tore machen. Es macht Spaß und das haben die Jungs heute wieder gezeigt“, so der Belgier. Trotz des deutlichen Ergebnisses mahnte er zur Demut: „Es ist nur ein Spiel, es sind nur drei Punkte. Man muss keine Angst haben, alle Titel zu vergessen. Es ist alles wieder auf null. Wir haben nichts gewonnen. Dieser Hunger muss sein wie am ersten Tag.“
Den Spielverlauf beschrieb der Münchner Übungsleiter als durchaus zäh. „Am Anfang war es unheimlich schwierig, aber das ist normal. Stuttgart ist körperlich und physisch sehr stark. Aber wir sind ruhig geblieben, die Chancen wurden immer größer und am Ende haben wir verdient gewonnen. Aber es war nicht leicht.“ Mit Blick auf die Champions-League-Ambitionen betonte Kompany die Bedeutung der körperlichen Verfassung im Saisonverlauf: „Man muss erst einmal die Jungs bis zu diesem Punkt fit haben. Das ist uns letztes Jahr ziemlich gut gelungen. Die Spiele sind auf diesem Niveau so eng. Es spielt sich in den Details ab.“
Zur ungewohnten Offensivrolle von Nathaniel Brown erklärte der Coach, dass personelle Engpässe der Grund seien: „Wir haben Nene Brown als Außenverteidiger geholt. Aber wir wissen, er kann links spielen, er kann rechts spielen. Im Moment wird er ein bisschen weiter vorne gebraucht, weil wir Jamal nicht da haben, Serge nicht da haben und Lenny gerade zurückgekommen ist.“ Auf den frisch gebackenen Bundestrainer Jürgen Klopp angesprochen, verwies Kompany auf eine langjährige Bekanntschaft aus der Premier League: „Er bleibt eine Legende. Dass er jetzt Bundestrainer ist, ist für mich nicht so wichtig. Es ist einfach so, dass ich mich gerne mal mit Jürgen über Fußball austausche.“ Beide Trainer verbinde zudem eine gemeinsame Verantwortung: „Ich kenne den Druck, den er bekommt. Aber ich glaube, gemeinsam haben wir eine Rolle: die Spieler dahin zu bringen, wo sie bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und großen Turnieren sein müssen, fit und gut vorbereitet.“
Die Spieler des FC Bayern München bedanken sich nach dem Bundesliga-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am 28. August 2026 in der Münchner Allianz Arena bei den Fans. (Adam Pretty / Getty Images Europe via Getty Images)
Vor der Partie hatte Kompany zudem das Steigerungspotenzial seiner Truppe angesprochen sowie die Personalie Jamal Musiala thematisiert, der weiterhin gesundheitlich pausiert. „Er muss von mir aus heute nicht hier sein. Er muss erst mal wieder 100 Prozent gesund werden. Wir unterstützen Jamal“, so der Trainer, der auch die Bankrolle von Jonathan Tah mit der ohnehin dichten Terminlage begründete: „Wir haben drei Spiele diese Woche und noch so viele Spiele danach. Das war auch unsere Stärke in der letzten Saison.“
Kapitän Manuel Neuer bestritt gegen Stuttgart sein 600. Pflichtspiel im Bayern-Dress und zeigte sich weiterhin hochmotiviert. „Ich fühle mich auf jeden Fall gut. Es macht jeden Tag Spaß, mit der Mannschaft zu trainieren, die Spiele zu spielen und auch zwischendurch zu helfen.“ Den Auftritt seiner Mannschaft wertete der Schlussmann als klares Zeichen: „Wir machen einfach weiter. Wir müssen aktiv bleiben und über die ganze Strecke Läufe haben, die den Stuttgartern wehtun. Diese Intensität kann nicht jede Mannschaft mitgehen.“ Das kurzzeitige Gegentor ärgerte den Routinier dennoch, schließlich wolle man defensiv stabiler stehen: „Den Ersten halte ich noch gut, dann war es aber nicht mehr zu verhindern.“ Auf seine Schalker Wurzeln angesprochen, schwärmte Neuer von der besonderen Vereinskultur an der Veltins-Arena: „Es ist natürlich ein Arbeiterverein. Das hat viel mit Multikulti und viel mit dem Malochertum zu tun gehabt.“ Vor dem Spiel hatte der 39-Jährige zudem seinen ungebrochenen Titelhunger vor seiner mittlerweile 21. Bundesligasaison betont: „Wenn man das Trikot von Bayern München trägt, ist es etwas ganz Besonderes, und wir wollen wieder Deutscher Meister werden.“
Torschütze Aleksandar Pavlovic sah in der zweiten Halbzeit den entscheidenden Faktor für die Deutlichkeit des Erfolgs: „Gegen Stuttgart ist es oft so, dass sie in der zweiten Hälfte ein bisschen einbrechen und nicht mehr so viel Kraft haben. Das war heute wieder so.“ Sein eigenes Tor verdankte er einem starken Zuspiel: „Ich bin mitgelaufen, Isi hat mich gesehen und einen Top-Assist gemacht.“ Auf einen möglichen Austausch mit Jürgen Klopp angesprochen, antwortete er knapp: „Noch nicht. Hoffentlich.“
Auch Konrad Laimer zog nach der langen Kabinenansprache eine positive Bilanz des Auftakts: „Ich glaube, es war der richtige Auftritt von uns am ersten Spieltag. Nicht alles war perfekt, aber es wurde einiges gezeigt, wie wir in dieser Saison Fußball spielen wollen.“ Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Stuttgarter ordnete er als Weckruf ein: „Nach dem 1:1 haben wir es geschafft, noch mal einen Gang hochzuschalten. Dann machen wir das 2:1, das 3:1 und immer weiter.“ Besondere Anerkennung zollte Laimer seinem Offensivkollegen Michael Olise: „Er hat eine unglaubliche Qualität am Ball im Eins-gegen-eins und ein Gespür dafür, Situationen zu erkennen.“
Sportvorstand Max Eberl äußerte sich ausführlich zu seinem Verhältnis zum neuen Bundestrainer. „Ich habe von meiner Seite ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu Jürgen. Als er in Dortmund raus war und kurz vor Liverpool stand, habe ich mich getraut, in Gladbach anzurufen.“ Den Auftaktsieg gegen Stuttgart wertete er als zweiten Big-Point nach dem Erfolg gegen Borussia Dortmund: „Beide Spiele haben wir verdient gewonnen. Heute war es ein Spiel, das über 90 Minuten seine Geschichte hatte.“ Zu seiner jüngst verkündeten Vertragsverlängerung erklärte Eberl, es habe für ihn nie einen Zweifel gegeben: „Ich habe das jetzt zweieinhalb Jahre hier beim FC Bayern gemacht und es ist in der Verlängerung gemündet.“ Auf die Champions-League-Auslosung mit Gegnern wie Arsenal, Atletico Madrid, Manchester United, Lille, Viking Stavanger und Bodo/Glimt angesprochen, zeigte sich der Funktionär hochmotiviert: „Das ist Champions League mit allen Facetten und da freuen wir uns sehr drauf.“ Sein Anspruch für die gesamte Saison sei eindeutig: „Wir treten alle Wettbewerbe an, um sie zu gewinnen.“
Nachwuchstalent Nathaniel Brown zeigte sich nach seinen ersten Wochen im Verein rundum zufrieden und flexibel einsetzbar: „Ich will einfach meine Minuten sammeln. Egal wo, ob auf der Zehn, links oder rechts, das ist mir eigentlich relativ egal.“ Zur Feierlaune nach dem Erfolg mahnte der junge Außenspieler zur Zurückhaltung: „Zu viel feiern ist jetzt auch nicht gut, weil es Anfang der Saison ist. Am Ende der Saison können wir dann richtig feiern.“
Auf Seiten des VfB Stuttgart überwog nach der deutlichen Niederlage der Frust über die Anfangsphase nach der Pause. Trainer Sebastian Hoeneß analysierte einen zunächst vielversprechenden Auftritt seiner Elf: „Die ersten 20 Minuten waren sehr positiv. Dann gehen wir durch eine Standardsituation in Rückstand, das ist sehr ärgerlich.“ Der Ausgleich zum 1:1 habe kurzzeitig Hoffnung gemacht, ehe die Bayern-Antwort umso härter traf: „Dann ist das Spiel nach sechs Minuten weg. Das ist sehr, sehr ärgerlich.“ Selbstkritisch räumte Hoeneß ein, dass sein Team noch Steigerungsbedarf habe, relativierte die Niederlage jedoch: „Die Bayern werden hier noch viele andere Mannschaften schlagen, wahrscheinlich sogar höher als uns.“ Zu einer strittigen Szene rund um Schiedsrichter Sören Storks äußerte sich der Coach zurückhaltend, wollte aber keine Ausreden suchen: „Ich war nicht so happy mit seiner Leistung. Aber wir können auch nicht happy sein mit unserer Leistung. Deswegen will ich gar nichts mit dem Schiedsrichter anfangen.“ Vor der Partie hatte Hoeneß zudem den Neuzugang Dzenan Pejcinovic gelobt, dessen Vorbereitung er allerdings relativierte, sowie die Personalie Ermedin Demirovic kommentiert, für den es weiterhin Interesse aus England gebe.
Kapitän Deniz Undav sprach nach dem Kantersieg der Münchner Klartext über die eigene Chancenverwertung: „Bayern spielt die Situationen aus und wir haben vier, fünf Situationen, in denen wir immer die falsche Entscheidung treffen. Wenn Fabi heute nicht einen überragenden Tag gehabt hätte, kassierst du vielleicht acht, neun Dinger.“ Auf den neuen Bundestrainer angesprochen, geriet der Angreifer ins Schwärmen: „Einer der besten deutschen Trainer jemals, wahrscheinlich sogar der beste.“ Zur öffentlichen Kritik an seiner Person im Sommer erklärte Undav, er habe sich bewusst nicht beirren lassen: „Ich habe einfach den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern versucht, positiv zu bleiben. Jetzt haben wir einen neuen Bundestrainer und ich versuche einfach weiterzumachen, Gas zu geben.“ Torwart Fabian Bredlow, der vor dem Spiel seine Chance nutzen wollte, verwies zudem auf sein großes Vorbild zwischen den Pfosten: „Die letzten Jahre habe ich viel zu Manuel Neuer hochgeschaut.“
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