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·1. Oktober 2026
Bayern und Dortmund vorn, Bremen und Frankfurt unter Druck

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Das Transferfenster schloss am 1. September, die Kader stehen – die sportliche Bewertung beginnt erst jetzt. FOCUS online zählt Bayern, Dortmund, den HSV, Köln und Freiburg zu den Gewinnern des Sommers, Bremen und Frankfurt zu den Verlierern. Es ist eine Zwischenbilanz, kein Urteil über die Saison.
Einige Vereine hatten ihre Planung früh abgeschlossen, andere arbeiteten bis in die letzten Stunden des Fensters. Bayern brachte seine Transfers vergleichsweise zeitig unter Dach und Fach, hielt seine Top-Stars und trennte sich von Spielern ohne zentrale Rolle. Dortmund wiederum musste kurzfristig reagieren: Nach dem Kreuzbandriss von Giannis Konstantelias kam Ethan Nwaneri auf Leihbasis vom FC Arsenal.
Der HSV investierte für seine zweite Bundesliga-Saison seit dem Aufstieg mehr als 30 Millionen Euro. Bei Bremen und Frankfurt wiegen dagegen die Abgänge und offenen Qualitätsfragen schwerer als die Zugänge. Das macht die Kategorien Gewinner und Verlierer nachvollziehbar – aber nicht endgültig.
Bei Bayern lieferten Ismael Saibari und Nathaniel Brown früh Argumente für ihre Verpflichtungen: Beim 5:1 gegen Stuttgart bereitete Saibari zwei Treffer vor, Brown stand in der Startelf. Michael Olise blieb trotz Wechselgerüchten in München; Bayern konnte zugleich den Kader um mehrere Spieler bereinigen. Dortmund kombiniert junge Talente mit Erfahrung durch Joey Veerman. Nwaneri soll im offensiven Mittelfeld die Lücke schließen, die Konstantelias’ Verletzung hinterließ. Joey Veerman steht dabei für den erfahrenen Gegenpol zur Dortmunder Nachwuchsstrategie.
Der HSV holte Fabio Vieira dauerhaft von Arsenal zurück. In seiner ersten HSV-Saison kam der Spielmacher auf sieben Tore und fünf Vorlagen; nun soll er erneut Kreativität liefern. Mit Patson Daka und Terem Moffi wurden zudem zwei Angreifer verpflichtet. Köln sicherte sich Said El Mala mit einem Vertrag bis 2031 und ergänzte den Kader kurz vor Transferschluss mit Leihen: Borna Sosa von Crystal Palace soll links stabilisieren, Mikey Moore bringt offensives Entwicklungspotenzial mit. Thijs Dallinga ist für Tore vorgesehen.
Freiburg stellt den Abgang von Johan Manzambi mit mehreren Neuzugängen entgegen. Yannik Engelhardt soll dem Mittelfeld Struktur geben, Rihito Yamamoto kam aus Belgien und Mio Backhaus wurde für das Tor verpflichtet. Laut Medienberichten kann das Gesamtpaket für Manzambi inklusive Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen. Entscheidend ist nicht allein die Einnahme, sondern ob der Kaderumbau den Verlust auch sportlich auffängt.
Werder setzte auffällig stark auf Leihen, darunter die Rückkehr von Niclas Füllkrug von West Ham. Gleichzeitig gingen unter anderem Torhüter Mio Backhaus und Karim Coulibaly. Die Ausfälle von Jens Stage und Justin Njinmah sowie der Abgang von Samuel Mbangula verschärfen den Engpass auf den offensiven Außenbahnen. Eine Nachbesetzung blieb aus; Dinkci, Marco Grüll und Paul Erevbenegie sind die verbliebenen Optionen. Marco Grülls Rolle bei Werder kann dabei an Gewicht gewinnen.
Frankfurt verlor mit Nathaniel Brown, Aurele Amenda und Rasmus Kristensen mehrere wichtige Spieler. Raphael Onyedika und Lilian Brassier sollen unmittelbar helfen, andere Zugänge gelten eher als Perspektivspieler. Immerhin löste die Eintracht die Torwartfrage zunächst mit Noah Atubolu, der auf Leihbasis aus Freiburg kam; der Vertrag enthält eine Kaufoption, die unter bestimmten Bedingungen zur Kaufpflicht wird. Die Unruhe um Sportchef Markus Krösche hatte die Planung zusätzlich begleitet.
Die Transferentscheidungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bayern bereinigte den Kader, Dortmund verjüngte ihn, Köln verband Vertragsbindung mit Leihen. Bremen und Frankfurt müssen dagegen erst zeigen, dass ihre Lösungen die entstandenen Lücken schließen.
Die Etiketten müssen sich nun auf dem Platz bewähren. Bei Bremen bleibt die Außenbahn eine konkrete Sollbruchstelle; Frankfurt braucht unmittelbare Wirkung von Atubolu und den neuen Feldspielern. Freiburg wiederum muss zeigen, dass der sportliche Ausgleich für Manzambis Abgang trägt. Die erste Transferbilanz ist damit weniger ein Saisonurteil als eine Liste klarer Prüfsteine.







































