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·8. September 2026

Belgien spielt Trumpf aus: Heikler Antrag gegen Infantino

Artikelbild:Belgien spielt Trumpf aus: Heikler Antrag gegen Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino verliert weiter an Standing in der Welt des Fußballs. Auch der belgische Verband kritisiert den Schweizer.

Nachdem bereits die UEFA und zahlreiche nationale Verbände dem mächtigen Funktionär das Vertrauen entzogen haben, teilte nun auch der belgische Fußballverband (RBFA) mit, dass man Infantino bei der anstehenden Wahl im März 2027 nicht unterstützen werde.


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Dass sich nun ausgerechnet der RBFA zu Wort meldet, birgt eine besondere Brisanz. Seit der WM beschäftigt der „Fall Balogun“ den Verband. Präsidentin Pascale Van Damme kündigte an, das Thema bei einer Sitzung des FIFA-Councils am 15. Oktober zur Sprache zu bringen.

Van Damme kritisiert Infantinos FIFA: „Fragen bis heute unbeantwortet“

Bei der WM 2026 sah USA-Stürmer Folarin Balogun im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina nach einem unabsichtlichen, aber harten Foul die rote Karte und war damit für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt. Die FIFA setzte die Strafe jedoch überraschend zur Bewährung aus, der Angreifer durfte somit gegen die Roten Teufel ran. Dem beispiellosen Vorgehen des Weltverbandes war ein Anruf von US-Präsident Donald Trump vorausgegangen, der eine Überprüfung der Sperre des Torjägers gefordert haben soll.

Nachdem die Entscheidung, Baloguns Einsatz zu genehmigen, publik wurde, prasselte scharfe Kritik auf die FIFA und Infantino ein. Insbesondere die UEFA sah die Werte des Sports durch die politische Einflussnahme unterwandert. Auf dem Platz trotzte Belgien den Widerständen und bezwang den Gastgeber auch mit Top-Star Balogun deutlich.

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Foto: Getty Images

Mit der Aufarbeitung des Falls ist der RBFA allerdings bis heute nicht einverstanden. „Zwei Monate nach den Vorfällen stellen wir fest, dass unsere Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind“, zitiert der kicker Van Damme: „Infolgedessen habe ich die FIFA gebeten, den ‚Fall Balogun‘ auf die Agenda der nächsten Sitzung setzen zu lassen.“

Nach der WM sorgten zudem Pläne Infantinos für Aufruhr, die FIFA-Turniere künftig über eine externe Firma zu vermarkten und so für Investoren zu öffnen. Nach einer Welle der Empörung rückte der Schweizer zwar von seiner Idee ab, verlor aber etliche Unterstützer. Am Sonntag ließ Infantino erklären, dass er trotzdem weiterhin zur Wahl im März antreten will.

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