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·8. August 2026

Bereits viel zu viele Fehlgriffe! DFB-Talent geht maximales Transfer-Risiko

Artikelbild:Bereits viel zu viele Fehlgriffe! DFB-Talent geht maximales Transfer-Risiko

Mindestens fünf Millionen Euro legte Wolfsburg für Muhammed Damar auf den Tisch. Damit ist er der zweitteuerste Transfer des Absteigers und natürlich als Leistungsträger eingeplant. Klingt erst mal gar nicht so viel, könnte aber für beide Seiten das größte Risiko sein, dass sie in diesem Sommer, beziehungsweise sogar in ihrer Karriere eingegangen sind. 

Der Grund: In seiner bisherigen Laufbahn entschied sich das 22-jährige Talent oft ziemlich falsch, wenn es um Transfers oder neue Verträge ging. Zu oft, ansonsten würden jetzt wohl schon mehr Menschen seinen Namen auf dem Zettel haben. 


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Damar, der schon früh als Offensivspieler mit enormem Potenzial galt, begann seine Karriere bei drei Berliner Klubs. Dort wurde er ausgebildet, anschließend landete er mit 18 Jahren bei der TSG Hoffenheim

Kurz darauf ging das los mit den eher schlechten Vereinswahlen. Nach einem Jahr bei den Sinsheimern wechselte er 2023 auf Leihbasis zu Hannover 96 in die 2. Bundesliga, um Spielpraxis zu sammeln.

Fiasko bei Hannover 96

Das ging völlig nach hinten los. Schon kurz nach seiner Ankunft sortierte Coach Stefan Leitl ihn gnadenlos aus. Statt auf dem Rasen oder wenigstens auf der Bank der Zweitligastadien zu sitzen, wurde er in die zweite Mannschaft geschickt.

Regionalliga statt Profiluft. So hatte Damar sich das vermutlich eher nicht vorgestellt. In der U23 feierte er zwar zwölf Torbeteiligungen, die Meisterschaft und sagte später auch, dass ihn seine Zeit bei den Niedersachsen menschlich weitergebracht habe, für seine weitere Karriere konnte er sich davon aber wohl kaum etwas kaufen. 

Bei der nächsten Leihstation in Elversberg lief es besser, immerhin kam er auf neun Tore in 34 Spielen. Mit der Rückkehr zu seinem Stammklub und der Hoffnung, jetzt endlich auch Bundesliga-Spielzeit zu bekommen, lag er jedoch wieder völlig daneben. 

Das lag vor allem an seinem größten Positionskonkurrenten: Andrej Kramarić.

Der war damals zwar schon 34 Jahre alt, dachte aber auch nach Damars Rückkehr in der vergangenen Saison nicht ans Aufhören und ballerte munter weiter.

Erfahrung bekam deshalb immer den Vorzug vor dem Talent. Damar stand lediglich 15 Mal auf dem Platz, meist nur für wenige Minuten in der absoluten Schlussphase. Also wieder nichts mit Spielpraxis. 

Ewig im Schatten des Konkurrenten

Warum er seinen Vertrag in Sinsheim Ende Mai 2025 um zwei weitere Jahre ausdehnte, obwohl Kramarić einige Wochen zuvor ebenfalls noch mal verlängert hatte, bleibt offen und rundet die eher semi-guten Entscheidungen seiner bisherigen Laufbahn ab. 

Dass Damar Talent hat, steht nämlich eigentlich außer Frage. Beim DFB durchlief er alle Jugendmannschaft bis zur U21. Letztes Jahr machte die Nachricht die Runde, der deutsche Spieler mit türkischen Wurzeln würde vom türkischen Verband umworben und mit einer WM-Teilnahme gelockt. Dazu kam es zwar nicht, aber Damar steht definitiv im Fokus und muss nun hoffen, nicht aus ebenjenem zu geraten. Seine Karriere ist an einem Scheideweg angekommen, wenn er noch in höchste Sphären vorstoßen will.

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📸 Karina Hessland - 2025 Getty Images

Die Chance, dass der Wechsel zum VfL Wolfsburg ihm endlich den Durchbruch im Profi-Bereich beschert, ist durchaus gegeben. Die Niedersachsen gehen als Favoriten in die Liga und wenn alles gut läuft, könnte er eine tragende Rolle dabei übernehmen. Die Bosse scheinen das große Potenzial in ihm zu sehen, ansonsten hätten sie wohl kaum fünf Millionen Euro für ihn auf den Tisch gelegt.

Spiel auf Messers Schneide

Allerdings ist es auch eine mutige Entscheidung, denn die Situation der Wölfe ist äußerst fragil. Nach dem Abstieg muss der sofortige Wiederaufstieg her. Gehen die ersten Spiele in die Hose, herrscht sofort Alarmstimmung. Schließlich ist die Erwartungshaltung ganz klar: Mit diesem Kader müssen die Wölfe die Liga mindestens kaputtschießen und den Aufstieg am besten schon zur Winterpause so gut wie klargemacht haben.

Wie schnell die Stimmung umschlagen kann, wenn solche Erwartungen nicht erfüllt werden, könnte der VfL zum Beispiel in Hamburg in Erfahrung bringen.

Der Druck für Damar, der mit der Ablösesumme und der sportlichen Situation in Wolfsburg einhergeht, ist jedenfalls immens. Beide Seiten sind darauf angewiesen, dass der teuere Einkauf liefert. So frei aufspielen wie in Elversberg kann der 22-Jährige deshalb vermutlich eher nicht.

Bleibt also abzuwarten, ob dieser Transfer vielleicht die erste so richtig gute Entscheidung in Muhammed Damars Karriere wird und ihn schon in wenigen Wochen alle Fußballbeobachter auf dem Zettel haben oder ob wir am Ende bilanzieren, dass sich das Risiko für beide Seiten nicht ausgezahlt hat. 


📸 Levan Verdzeuli - 2025 Getty Images

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