DFB-Frauen
·18. September 2026
2:1 gegen Wolfsburg: Hahn schießt Hoffenheim zum ersten Sieg

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Für die TSG Hoffenheim hat das Warten auf den ersten Saisonsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ein Ende. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger bezwang am 5. Spieltag den bisherigen Tabellenführer VfL Wolfsburg 2:1 (1:0). Für die Hoffenheimerinnen waren es zugleich die ersten Zähler in dieser Spielzeit.
Im Dietmar-Hopp-Stadion ließ Chiara Hahn (25.) die TSG schon vor der Pause auf eine Überraschung hoffen. Die eingewechselte Anny Kerim-Lindland (66.) konnte zwar zwischenzeitlich für den VfL Wolfsburg ausgleichen, der zuvor noch keine Zähler hatte abgeben müssen. Chiara Hahn (70.) gelang aber nur wenig später mit ihrem zweiten Treffer in der Begegnung die schnelle Antwort. Die 24 Jahre alte Mittelfeldspielerin ist nun für drei der insgesamt sechs Saisontore der TSG Hoffenheim verantwortlich.
"Wir sind super happy über das Ergebnis und dass wir endlich drei Punkte einfahren konnten", sagte Doppeltorschützin Chiara Hahn im Interview. "Wir haben unser Spiel auf den Platz gebracht und natürlich auch viel defensiv investiert. Es war super anstrengend. Wir entwickeln uns von Spiel zu Spiel weiter. So können wir auf jeden Fall weitermachen."
Wolfsburgs Lena Lattwein erklärte nach der Niederlage bei ihrem früheren Verein: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und hatten dominante 15 bis 20 Minuten. Schon da gab es viele Torchancen, die wir jedoch nicht nutzen. Hoffenheim hat die Gelegenheiten dagegen einfach eiskalt verwertet. Wir machen ein dominantes Spiel, haben viel Ballbesitz und eine gute Kontrolle. Aber jeder Nadelstich des Gegners sitzt. Daran müssen wir arbeiten."
Eva-Maria Virsinger, Cheftrainerin bei der TSG Hoffenheim, veränderte ihre Startaufstellung gegenüber dem 2:4 bei Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen. Svenja Vöhringer fehlte nach ihrer Roten Karte in Frankfurt nun gesperrt. Valesca Ampoorter gehörte verletzungsbedingt ebenfalls nicht zum Spieltagsaufgebot. Dafür rückten Lisa Doorn und Janna Grimm neu ins Team. Für längere Zeit wird Franziska Harsch (Pfeiffersches Drüsenfieber) ausfallen.
Auch der VfL Wolfsburg startete mit zwei Veränderungen im Vergleich zum 2:0 beim VfB Stuttgart. Torschützin Cora Zicai spielte von Beginn an und ersetzte Kessya Bussy. Außerdem startete Sophia Kleinherne anstelle der nicht im Kader stehenden Lieske Carleer. Ihr Comeback im Aufgebot nach langer Verletzungspause gab Lena Lattwein, die von 2017 bis 2021 auch für die Kraichgauerinnen aufgelaufen war. Sie wurde zur Pause dann auch erstmals eingechselt.
Für beide Trainer*innen kam es ebenfalls zum Wiedersehen mit dem Ex-Klub. Hoffenheims Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger arbeitete von 2021 bis 2025 als Assistenztrainerin bei den Wölfinnen. Auf der Gegenseite war Stephan Lerch zwischen 2021 und 2025 (zunächst U 19-Trainer der männlichen A-Junioren, ab März 2023 in Doppel-Funktion Trainer und Sportlicher Leiter des Frauen-Teams) für die TSG tätig.
Schon früh in der Partie näherten sich beide Teams einem Treffer an. Die erste Gelegenheit ging auf das Konto der TSG Hoffenheim. Nach einer Flanke von Laia Martret konnte VfL-Torhüterin Stina Johannes aus kurzer Distanz gegen Chiara Hahn den frühen Wolfsburger Rückstand verhindern. Auf der Gegenseite zielte Wolfsburgs Kapitänin und Nationalspielerin Janina Minge von der Strafraumgrenze nur knapp zu hoch. Nach den Anfangsminuten übernahm der VfL Wolfsburg die Initiative. Viele klare Abschlüsse ließ die Defensive der TSG Hoffenheim aber zunächst noch nicht zu.
Ein Versuch von Ella Peddemors ging links am Tor vorbei. Auch danach war die Niederländerin an einer Chance beteiligt. Cora Zicai setzte sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch, nach der flachen Hereingabe schoss Ella Peddemors aber über das Tor. Stattdessen hatte die TSG Hoffenheim Grund zum Jubeln. Nach einem Ballgewinn von Janna Grimm lief Chiara Hahn auf das Wolfsburger Tor zu, ging mit einer Körpertäuschung an ihrer Gegenspielerin Thea Bjelde vorbei und ließ auch noch VfL-Torhüterin Stina Johannes mit einem platzierten Schuss zum 1:0 (25.) keine Chance.
Die Wolfsburgerinnen ließen ihre bis dahin beste Gelegenheit dagegen ungenutzt. Lara Prasnikar legte von der rechten Seite für Cora Zicai zurück, der aus wenigen Metern Torentfernung der Ball beim Schuss über den Fuß rutschte. Kurz vor der Pause musste Stina Johannes noch einmal gegen Janna Grimm einen zweiten Gegentreffer verhindern. Es ging deshalb mit einer 1:0-Führung für die TSG Hoffenheim, die immer wieder auf ihr Umschaltspiel setzte, in die Halbzeit.
Für den zweiten Durchgang nahm VfL-Trainer Stephan Lerch einen Wechsel vor. Lena Lattwein kam für Smilla Vallotto in die Begegnung. Und die neue Spielerin ließ den VfL Wolfsburg für einen kurzen Moment jubeln. Bei der Entstehung ihres Treffer entschied Schiedsrichterin Sina Diekmann aber auf Foul an TSG-Torhüterin Laura Dick. Die Hoffenheimerinnen kamen durch einen schnellen Gegenzug wieder gefährlich vor das Tor. Nach Vorarbeit von Svenja Fölmli setzte Janna Grimm den Ball aber knapp drüber.
Mit einem weiteren Wechsel leitete Stephan Lerch den Ausgleich ein. Die kurz zuvor ins Spiel gekommene Anny Kerim-Lindland verwertete eine Hereingabe von Nationalspielerin Sarai Linder, einer weiteren Ex-Hoffenheimerin, volley zum 1:1 (66.). Lange konnten sich die Wolfsburgerinnen aber nicht über den Treffer freuen. Nach einer Flanke von Laia Martret von der rechten Seite reagierte Chiara Hahn schneller als ihre Gegenspielerinnen und drückte den Ball zum 2:1 (70.) über die Linie.
Der VfL Wolfsburg erhöhte nach dem erneuten Rückstand den Druck. Torschützin Anny Kerim-Lindland scheiterte an Laura Dick, einen strammen Schuss von Lena Lattwein lenkte die TSG-Torhüterin sehenswert am Tor vorbei. Auch nach Standardsituationen wurde der VfL gefährlich. Janina Minge konnte mit einem Kopfball die gut reagierende Laura Dick ebenso nicht überwinden wie Lena Lattwein. Nur wenige Sekunden später traf Ella Peddemors aus kurzer Distanz die Latte. Weil ein Freistoß von Peddemors über das Tor ging und die TSG Hoffenheim auch eine letzte Flanke von Thea Bjelde klären konnte, blieb es beim ersten Saisonerfolg der Gastgeberinnen und dem ersten Dämpfer für den VfL nach zuvor vier Siegen in Serie.







































