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·5. Januar 2026
Besiktas zündet Transfer-Dreifachplan: 15 Millionen Euro für Agbadou, Schjelderup mit Kaufpflicht – Emre Can spricht Klartext

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·5. Januar 2026

Besiktas hat die Verstärkung in der Innenverteidigung für die Winterphase als Priorität definiert – und Sergen Yalcin drückt dabei offenbar auf Tempo. Der Trainer besteht demnach auf Emmanuel Agbadou, einem 28-jährigen Verteidiger von den Wolvehampton Wanderers, dessen Profil Yalcin über längere Zeit verfolgt haben soll. In den Gesprächen soll Besiktas sein Angebot aktualisiert haben und nun bereit sein, für den Abwehrspieler bis zu 15 Millionen Euro zu zahlen.
Die Botschaft aus Istanbul ist klar: Es geht nicht um eine Übergangslösung, sondern um einen sofortigen Stammspieler, der Stabilität bringt. Gleichzeitig ist die Lage zeitkritisch. Sollte es in dieser Woche keine greifbaren Ergebnisse geben, will Besiktas laut dem Bericht von Sözcü den Fokus auf andere Namen der Liste verschieben und die Verhandlungen nicht unnötig verlängern.
Entscheidend für den Vorstoß ist auch der persönliche Faktor. Sergen Yalcin soll Agbadou persönlich gesprochen und dabei überzeugt haben, dass der Schritt in die Türkei sportlich Sinn ergibt. Der Verteidiger gilt demnach als bereit, zu Besiktas zu wechseln, wartet aber darauf, dass sich die Klubs schnell einigen. Genau deshalb steht die Übereinkunft mit dem englischen Verein im Zentrum, denn ohne grünes Licht aus England bleibt der Transfer trotz Spieler-Einigung blockiert.
Für Besiktas wäre ein Abschluss ein Signal an die Liga: Der Klub investiert, um in der Rückrunde defensiv verlässlicher zu werden. Und er setzt auf eine Personalie, die der Trainer nicht nur befürwortet, sondern aktiv einfordert – ein Indiz dafür, wie hoch Yalcin den Bedarf in der letzten Linie bewertet.
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Parallel zur Innenverteidigersuche-Suche läuft die Planung für die Offensive, speziell für die Außenbahnen. Besiktas interessiert sich demnach für Andreas Schjelderup von Benfica Lissabon und möchte den 21-Jährigen per Leihe holen – mit einer obligatorischen Kaufoption über 18 Millionen Euro. Die Spur kommt aus der portugiesischen Presse, von Record. Dabei wird betont, dass Besiktas den Transfer unabhängig von anderen Personalien bewertet und mehrere Baustellen und Kaderlücken gleichzeitig schließen will.
Im Text wird zudem beschrieben, dass der Spieler einen Wechsel anstrebt, weil er bei Benfica nicht die erhoffte Rolle bekam. Auch wenn verschiedene Klubs Interesse zeigen, arbeitet Besiktas offenbar an einem Modell, das einen schnellen Einstieg ermöglicht und die endgültige Ablöse in die Struktur einer Kaufpflicht verlagert.
Auf der Gegenseite wird betont, dass Benfica den Spieler grundsätzlich verkaufen wolle und eine reine Leihe nicht zwingend bevorzugt. Vielmehr wird beschrieben, dass die Portugiesen eine Trennung mit sofortiger Ablöse-Komponenten attraktiver finden. Zusätzlich heißt es, dass auch der AS Rom Interesse gezeigt habe und der norwegische Spieler einen Wechsel nach Italien in Betracht ziehe.
Damit entsteht für Besiktas Druck in zwei Richtungen: Einerseits müssen die finanziellen Bedingungen konkurrenzfähig bleiben, andererseits braucht es ein sportliches Paket, das dem Spieler eine klare Perspektive bietet. Die Option „Leihe plus Kaufpflicht“ ist genau deshalb strategisch, weil sie sofortige Einsatzminuten ermöglicht und den Deal gleichzeitig als langfristige Investition absichert.
Im Umfeld der Transferdiskussionen rund um Besiktas taucht auch Emre Can auf. Der Dortmunder, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft und auf der Transferagenda von Besiktas steht, äußerte sich im Trainingslager in Marbella in einem Interview mit Sky Sports zu seiner Zukunft. Seine Kernaussage fällt deutlich aus: „Nach der heutigen Situation werde ich nächstes Jahr in Dortmund sein.“
Der 30-Jährige erklärte, dass der Verein und er einander vertrauen und er sich beim BVB sehr wohlfühle. Zugleich blieb er realistisch und setzte einen Satz dahinter, der im Fußball immer mitschwingt: „Aber bestimmte Versprechungen sollte man im Fußball nie machen. Wir werden sehen.“ In der Summe vermittelt die Aussage jedoch, dass er aktuell von einem Verbleib ausgeht und die Gespräche als vielversprechend empfindet, auch wenn noch keine endgültige Einigung getroffen sei.
In demselben Gespräch ging Emre Can auch auf die schwierigen Monate ein, die ihn zuletzt prägten. „Ich habe immer versucht, positiv zu bleiben“, sagte er und beschrieb die lange Ausfallzeit als unvorhersehbar. Er berichtete von wiederholten Rückschlägen in der Reha und betonte: „Es war mental nicht einfach.“ Kraft habe ihm vor allem sein Umfeld gegeben – seine Familie und seine Frau.
Auf die Frage nach dem aktuellen Zustand antwortete er mit einer bemerkenswert ehrlichen Einordnung: „Das ist schwer zu sagen, denn ehrlich gesagt habe ich immer noch einige Probleme.““Gleichzeitig nannte er jeden schmerzfreien Tag im Training einen Fortschritt und sprach davon, dass das Training ein guter Anfang gewesen sei. Die Worte zeigen: Er sieht sich auf dem Weg zurück, bleibt aber vorsichtig – und genau diese Mischung aus Hoffnung und Realität prägt auch die Transferdebatten um seinen Namen.









































