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·4. Juli 2026
Bierhoff nach WM-Aus: „Dann muss Klopp das erste Ziel sein“

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Oliver Bierhoff hatte schon vor der Trennung von Julian Nagelsmann einen klaren Favoriten auf dem Posten des Bundestrainers genannt. Für den früheren DFB-Geschäftsführer führt aus seiner Sicht kein Weg an Jürgen Klopp vorbei. Der Ex-Nationalspieler begründete seine Einschätzung mit der Ausstrahlung und den Erfolgen des früheren Erfolgscoaches von Borussia Dortmund und des FC Liverpool.

DFB Pressekonferenz der Nationalmannschaft – Liveticker mit Manuel Neuer & Oliver Bierhoff
Bei Sky machte Bierhoff am Mittwoch deutlich, dass für ihn Klopp die naheliegende Option wäre, sollte Nagelsmann seinen Job beim DFB aufgeben. „Da braucht man kein Fachmann zu sein, um zu sagen, dass Jürgen Klopp als Bundestrainer, sollte er wechseln, natürlich der Wunschtrainer wäre“, sagte der frühere Angreifer der Nationalmannschaft. Klopp sei „eine große Persönlichkeit“, habe „riesige Erfolge gefeiert“ und sei jemand, der „sicherlich auch eine Mannschaft, ein ganzes Land mitreißen kann“, so Bierhoff weiter.
Auch Klopps Fähigkeit, Gruppen emotional zu erreichen, hob Bierhoff besonders hervor. „Mit seiner Art, Menschen und Spieler mitzureißen, steht das natürlich außer Frage. Sollte Julian Nagelsmann aufhören, sollte Jürgen Klopp das erste Ziel sein, ihn für den DFB zu gewinnen“, erklärte er. Klopp arbeitet derzeit bei der Endrunde als TV-Experte.
Bierhoffs Stellungnahme fällt in eine Phase, in der der DFB nach dem Vorrundenaus bei der WM in Katar 2022 erneut unter Druck steht. Vier Jahre später scheiterte Deutschland im WM-Sechzehntelfinale an Paraguay. Die Verantwortlichen um Präsident Bernd Neuendorf haben bereits angekündigt, sich in den kommenden Tagen in Ruhe mit den nächsten Schritten zu befassen.
Diese Herangehensweise begrüßt Bierhoff ausdrücklich. Er warnte davor, überhastet zu reagieren, und sprach sich dafür aus, „jetzt keine Kurzschlusshandlung“ zu machen. Für die Gespräche innerhalb des Verbandes wünsche er sich unabhängig vom Ergebnis vor allem Offenheit. „Da muss man wie immer auch ehrlich und knallhart miteinander umgehen“, sagte er.
Der frühere DFB-Boss verwies zugleich auf seine eigenen Erfahrungen nach dem schmerzhaften Vorrundenaus von Katar 2022, als er seinen Posten als Geschäftsführer räumen musste. Er könne deshalb „mitfühlen“, betonte Bierhoff. Zugleich stellte er klar, dass das erneute frühe Aus für den deutschen Fußball nicht akzeptabel sei. „Ähnlich, wie ich damals gesagt habe, dass eine deutsche Mannschaft nicht in der Vorrunde ausscheiden darf, darf man eigentlich auch gegen Paraguay nicht ausscheiden.“
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