FCBinside.de
·20. Januar 2026
Bischof-Experiment gescheitert: Wird Kimmich auch bei Bayern umfunktioniert?

In partnership with
Yahoo sportsFCBinside.de
·20. Januar 2026

Beim FC Bayern spitzt sich die Personalsituation auf der rechten Abwehrseite weiter zu. Vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise ist Trainer Vincent Kompany erneut zum Improvisieren gezwungen. Gleich drei etatmäßige Rechtsverteidiger stehen dem Belgier nicht zur Verfügung – und damit rückt eine naheliegende, aber sportlich heikle Option in den Fokus: Joshua Kimmich.
Beim 5:1-Erfolg in Leipzig musste Tom Bischof auf der für ihn ungewohnten Position als Rechtsverteidiger aushelfen. Der Plan ging nur bedingt auf. Der Youngster, der seine Stärken klar auf der Doppelsechs hat, wirkte defensiv nicht immer sattelfest und konnte sich für weitere Einsätze auf dieser Position nicht nachhaltig empfehlen. Die Gründe für diese Notlösung sind bekannt: Konrad Laimer fällt mit einem Muskelfaserriss aus, Josip Stanisic laboriert an einer Sprunggelenksverletzung und Sacha Boey befindet sich weiterhin im Aufbautraining nach seinem hartnäckigen Magen-Darm-Infekt.
Am Montag arbeiteten Laimer und Stanisic individuell auf dem Fahrrad und Laufband an ihrem Comeback. Beide werden im Februar zurückerwartet, für das anstehende Duell in der Königsklasse kommen sie jedoch nicht infrage. Vincent Kompany schaute bei der Einheit kurz vorbei, musste intern aber bereits andere Lösungen vorbereiten.
„Alles ist eine Option. Jeder kann gefragt sein, um auf einer anderen Position auszuhelfen“, erklärte der Bayern-Trainer zuletzt und ließ damit bewusst Spielraum. Vor diesem Hintergrund erscheint es durchaus realistisch, dass Joshua Kimmich gegen Saint-Gilloise auf die rechte Abwehrseite rückt. Der 30-Jährige kennt die Rolle bestens – sowohl aus früheren Bayern-Zeiten als auch aus der Nationalmannschaft.

Foto: IMAGO
Kimmich bringt auf der Rechtsverteidigerposition Ruhe, Spielintelligenz und Aufbauqualität mit. Gerade in einem Spiel, in dem der FC Bayern voraussichtlich viel Ballbesitz haben wird, könnte seine Präsenz dort strategische Vorteile bringen. Gleichzeitig würde Kompany damit im Zentrum flexibler bleiben, wo Alternativen wie Aleksandar Pavlovic oder Tom Bischof bereitstehen.
Anders als Bischof ist Kimmich mit der Position bestens vertraut. Hat diese selbst bereits beim FCB gespielt und übernimmt diese Aufgabe auch regelmäßig in der deutschen Nationalmannschaft.
Dass Kompany bei Kimmich auf Vielseitigkeit setzt, passt ins Gesamtbild dieser Saison. Der Belgier fordert von seinen Spielern taktische Offenheit und Bereitschaft, Verantwortung auf unterschiedlichen Positionen zu übernehmen. In der aktuellen Situation ist genau das gefragt.
Während rechts die Sorgen bleiben, gibt es zumindest auf der linken Abwehrseite positive Signale. Hiroki Ito zeigte zuletzt stabile Leistungen und gilt gegen Saint-Gilloise als erster Startelfkandidat. Auch Alphonso Davies ist nach überstandener Erkrankung wieder einsatzbereit und sammelte in Leipzig bereits Minuten. Die defensive Balance könnte somit zumindest auf einer Seite gewährleistet sein.
Für den FC Bayern steht in der Champions League viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Ligaphase würden sich die Münchner direkt für das Achtelfinale qualifizieren und die kräftezehrenden Play-offs umgehen. Entsprechend groß ist die Bedeutung einer funktionierenden Defensive – unabhängig davon, wer letztlich rechts hinten beginnt.
Live









































