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·19. Februar 2026
Blitz-Rückkehr in die Bundesliga? Das ist dran an den Woltemade-Gerüchten

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·19. Februar 2026

Eigentlich war sich Nick Woltemade im vergangenen Sommer bereits mit dem FC Bayern einig. Der Rekordmeister konnte sich mit dem VfB Stuttgart aber nicht auf eine Ablöse verständigen. Der Shootingstar der vergangenen Bundesliga-Saison musste sich umorientieren.Statt nach München ging es für den achtfachen deutschen Nationalspieler auf die Insel. In Newcastle United fanden Woltemade und der VfB einen finanzstarken Abnehmer. Die Magpies sollen fixe 75 Millionen Euro Ablöse plus Boni für die Verpflichtung des Angreifers gezahlt haben. Eine Summe, die der FC Bayern nie und nimmer aufgebracht hätte.
Sportlich war das neureiche Newcastle für Woltemade ebenso attraktiv wie wirtschaftlich. Die Magpies sind schließlich in der Champions League vertreten und wollen dank der Scheich-Kohle in den kommenden Jahren in der Premier League weiter oben mitspielen. Weil Stürmer-Star Alexander Isak für noch mehr Geld zum FC Liverpool verkauft wurde, stand für Woltemade beim neuen Klub auch direkt ein Stammplatz bereit.
Die Chance konnte der 24-Jährige auch auf Anhieb nutzen. Nach vier Toren in seinen ersten fünf Premier-League-Spielen schien Woltemade bereits auf dem Weg zum Fanliebling zu sein. Doch seither ließ er nur noch drei weitere Treffer in Englands Elite-Klasse folgen. Insgesamt steht Woltemade bei zehn Toren und vier Vorlagen in 39 Pflichtspielen für die Magpies. Angesichts der Ablöse eine ausbaufähige Bilanz.
Und so verlor der deutsche Sturm-Riese in den vergangenen Wochen auch seinen Stammplatz. Yoane Wissa übernahm im Angriffszentrum. Der 29-Jährige war im vergangen Sommer für ebenfalls nicht wenig Geld in den Nordosten Englands gekommen. Knapp 60 Millionen Euro hatten die Magpies dem FC Brentford für den in Frankreich geborenen Kongolesen gezahlt.
Weil auch Wissas Bilanz mit erst einem Premier-League-Tor äußerst bescheiden ausfällt, setzt Trainer Eddie Howe derzeit gerne auch auf eine Formation ohne echten Mittelstürmer. Meist soll der gelernte Flügelstürmer Anthony Gordon dann für Tore sorgen. So wie bei seinem jüngsten Viererpack im Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Qarabag.

Anthony Gordon steht u.a. bei Liverpool auf der Liste und würde über 100 Mio. Euro kosten / Christian Kaspar-Bartke - UEFA/GettyImages
In Aserbaidschan stand Woltemade übrigens wieder in der Startelf. Zum zweiten Mal in Folge aber nicht als Neuner, sondern nominell im zentralen offensiven Mittelfeld. Eine Rolle, die er schon beim VfB häufig bekleidete und seinen Fähigkeiten entgegenkommt.
Vermutlich ist das aber nicht die Rolle für den 1,98 Meter großen Stürmer, die man sich in Newcastle versprach. Schließlich wurde Woltemade primär als Isak-Nachfolger verpflichtet und mit einem langfristigen Vertrag bis 2031 ausgestattet.
Darüber, ob er diesen erfüllen wird, gab es zuletzt vermehrt Spekulationen. Im internationalen Blätterwald hieß es immer häufiger, dass entweder Woltemade an einen schnellen Abschied denke oder Newcastle unzufrieden ist und den 24-Jährigen verkaufen möchte. Oder aber beides zusammen.
Bild-Journalist Raimund Hinko legte jüngst in seiner Kolumne 'Meine Bayern' nach. Er schrieb davon, dass Woltemade "lieber heute als morgen zurück nach Stuttgart oder doch zu den Bayern" wechseln würde. Wie viel Wahrheit hinter dieser Behauptung steckt, bleibt ungewiss. Laut dem britischen Portal TEAMtalk stimme diese Einschätzung durchaus. Demnach wäre Woltemade offen für eine schnelle Bundesliga-Rückkehr. Er sei sich aber bewusst, dass es im kommenden Sommer für ihn schwer wird, einen Weg von der Insel in die Heimat zu finden.
Bleibt die Frage, wie Newcastle die Situation betrachtet. Quellen sollen TEAMtalk verraten haben, dass die Magpies nicht aktiv an einen Woltemade-Verkauf im Sommer denken. Eine schnelle Rückkehr in die Bundesliga sei aber nicht komplett auszuschließen.
Einige Klubs aus dem deutschen Oberhaus sollen die Situation genau beobachten. Wenig verwunderlich gehört dazu der FC Bayern. Die Bild hatte schon vor Wochen berichtet, dass man in München einen künftigen Woltemade-Transfer keinesfalls abgeschrieben hat.Neben dem Bundesliga-Primus kommen national nicht viele weitere mögliche Woltemade-Ziele infrage. TEAMtalk nennt daher auch den BVB und RB Leipzig als weitere interessierte Klubs.
Der größte Knackpunkt für einen Transfer ist die Ablösesumme. Laut TEAMtalk würde Newcastle einen Großteil der selbst gezahlten Ablöse - wenn nicht sogar die gleiche Summe - verlangen, um den Angreifer ziehen zu lassen. Verständlich, angesichts eines dann noch fünf Jahre gültigen Vertrages und des geschätzten Marktwertes in Höhe von 70 Millionen Euro.Dass die Magpies als derzeit Tabellenzehnter die Europa-Quali verpassen könnten, spielt in dieser Rechnung wohl kaum eine Rolle. Zu finanzkräftig sind die Klubs von der Insel im Allgemeinen und Newcastle im Speziellen.
Für Dortmund und Leipzig ist eine Summe in diesem Bereich völlig utopisch. Und auch die Bayern dürften ihre Meinung ein Jahr später kaum geändert haben. Zumal in München die Vertragsverlängerung mit Harry Kane Priorität genießt und Klub-Patron Uli Hoeneß einmal mehr betont hat, dass das Festgeldkonto geschrumpft ist. Entsprechend würde es kommenden Sommer keine großen Transfers geben.
Immerhin: Newcastle scheint im Kanadier Promise David bereits einen möglichen Nachfolger im Blick zu haben. Der ebenfalls 24-Jährige geht derzeit noch in Belgien für Union Saint-Gilloise auf Torejagd. Und ähnlich wie Woltemade verfügt auch David über eine beeindruckende Körpergröße (1,95m).Bei Union SG steht er noch bis 2029 unter Vertrag, sein Marktwert wird aktuell auf 13 Millionen Euro geschätzt. In 77 Pflichtspielen für die Belgier steht David bei 39 Toren und sieben Vorlagen.
David könnte indes auch kommen, wenn Woltemade in Newcastle bleibt. Beide könnten auch gemeinsam auflaufen - Woltemade dann wie aktuell zurückgezogen als nomineller Zehner. Ein Woltemade-Verkauf zurück nach Deutschland bleibt so oder so vorerst sehr, sehr unwahrscheinlich.









































