Buruk nach 5:2-Juventus-Triumph: Osimhen-Rekord, Istanbul-Faktor – und der Mourinho-Satz „Das ist sein Stil“ | OneFootball

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·19. Februar 2026

Buruk nach 5:2-Juventus-Triumph: Osimhen-Rekord, Istanbul-Faktor – und der Mourinho-Satz „Das ist sein Stil“

Artikelbild:Buruk nach 5:2-Juventus-Triumph: Osimhen-Rekord, Istanbul-Faktor – und der Mourinho-Satz „Das ist sein Stil“

TalkSport-Schalte nach dem 5:2: „Ein historischer Abend für uns“

Okan Buruk, Trainer von Galatasaray, meldete sich nach dem 5:2 gegen Juventus Turin in einer Live-Schalte bei TalkSport zu Wort und ordnete den Abend als Meilenstein ein. „Für Galatasaray war es ein historischer Abend, das gilt auch für meine Spieler und mich“, sagte Buruk und verwies auf seine eigene Vergangenheit in Italien: Er habe als Spieler für Inter Mailand gespielt, und zwischen Inter und Juventus habe es immer Rivalität gegeben.

Der Coach machte deutlich, wie stark das Spiel aus seiner Sicht kippte: In der Pause lag Galatasaray mit 1:2 zurück, in der zweiten Hälfte folgte ein dominanter Abschnitt, den er als 4:0 für seine Mannschaft beschrieb. Das Ergebnis sei „ein tolles Resultat für das erste Spiel“, aber in den Playoffs sei noch nichts entschieden.


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„Die Champions League ist eine andere Geschichte“

Buruk unterstrich, dass sich die Intensität und der Fokus in der Königsklasse deutlich von nationalen Spielen unterscheidet. „Die Champions League ist eine andere Geschichte, ein anderes Niveau“, erklärte er. Der Sieg gegen eine Mannschaft „dieser Klasse“ habe nicht nur seinen Klub, sondern auch den türkischen Fußball aufgewertet.

Gleichzeitig blieb Buruk in der Tonlage vorsichtig: Nach 90 Minuten sei nur ein Teil der Aufgabe erledigt. Für das Rückspiel müsse seine Mannschaft gedanklich wieder bei 0:0 starten und „ohne darüber nachzudenken“ an die Partie herangehen.

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Analyse, Kulisse, Energie: „Wir greifen mit unseren Fans an“

Ein zentraler Punkt in Buruks Einordnung war die Atmosphäre in Istanbul. Er sagte, man müsse im Stadion sein und diese Umgebung „spüren“, um zu verstehen, welchen Einfluss sie auf ein Champions-League-Spiel haben kann. Galatasaray habe den Gegner „sehr gut analysiert“, doch die Kulisse im Stadion sei ein zusätzlicher Faktor, der das eigene Spiel spürbar prägt.

Buruk beschrieb das als kollektive Dynamik: „Wir greifen mit unseren Fans an, wir verteidigen gemeinsam.“ Aus seiner Sicht wirkt diese Verbindung nicht nur auf die eigene Mannschaft, sondern auch auf die Spieler des Gegners – und könne ein Spiel in kritischen Phasen in eine Richtung schieben.

Victor Osimhen als Schlüssel: „Ein vollwertiger Teamplayer“

Besonders ausführlich lobte Buruk Victor Osimhen. „Osimhen ist unglaublich„, sagte er und betonte, dass der Stürmer nicht nur auf eigene Zahlen spiele. Buruk beschrieb ihn als Spieler, der Tore erzielt, Vorlagen gibt und permanent im vorderen Bereich Druck ausübt – für ihn die Definition eines „vollwertigen Teamplayers“ mit „wunderbarem Charakter“.

In diesem Zusammenhang nannte Buruk auch eine zentrale Zahl: 75 Millionen Euro habe Galatasaray für Osimhen bezahlt – ein Rekordpreis im türkischen Fußball. Buruk formulierte es deutlich: Man habe „unser ganzes Geld“ für diesen Transfer ausgegeben. Gerade deshalb sei die Verantwortung groß, aber der Traumtransfer habe sich auf der Bühne der Champions League als wertvoll erwiesen.

„Das ist Mourinhos Stil“: Buruks Einordnung des Fenerbahce-Trainers

Für Aufsehen sorgte Buruks Kommentar zu Jose Mourinho. Buruk berichtete, Mourinho habe ihn nach einem Fenerbahce-Spiel „ein wenig aggressiv“ berührt. Dann folgte der Satz, der hängen blieb: „Das ist der Mourinho-Stil, er ist sehr aggressiv. Ihr wisst ja, dass er etwas Spezielles ist, ich habe gestern Abend gesehen, wie er eine Rote Karte kassiert hat.“

Trotz der Spitze blieb Buruk respektvoll: Er nannte Mourinho einen „großartigen Trainer“ und sagte, auch wenn er „nicht mehr auf dem gleichen Niveau wie früher“ sei, gehöre er weiterhin zu den besten Trainern im Weltfußball. Buruk betonte zudem, dass er nicht nur Mourinho, sondern grundsätzlich alle Kollegen respektiere.

Klare Worte zu Rassismus: „Ich hoffe, dass solche Dinge enden“

Am Ende ging Buruk auf ein Rassismus-Thema ein, das im Zusammenhang mit einem internationalen Spiel angesprochen wurde. Er sagte, er könne solche Vorfälle „nie verstehen“ und äußerte den Wunsch, dass solche Dinge aufhören. Buruk erklärte zudem, er lebe in der Türkei und könne nicht nachvollziehen, wie Menschen anderen gegenüber rassistische Worte äußern.

Für Buruk bleibt damit ein Gesamtbild: sportlich ein großer Schritt nach dem 5:2, emotional ein Abend, der Klub und Umfeld zusammenschweißt – und gleichzeitig die Mahnung, dass im europäischen Fußball neben Ergebnissen auch Werte und Haltung sichtbar werden.

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