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·20. April 2026
BVB ist schlechter, als Platz 2 zeigt

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Zwei Niederlagen in Folge, fehlende Unterschiedsspieler und wachsender Abstand zu Bayern: Warum Platz zwei die Schwächen von Borussia Dortmund kaschiert.
Borussia Dortmund steht auf Platz zwei der Bundesliga. 64 Punkte nach 30 Spieltagen – auf dem Papier ist das eine sehr gute Saison. Und doch fühlt sich dieser BVB gerade nicht wie ein Topteam an. Zwei Niederlagen in Folge, ein spürbarer Spannungsabfall und eine Diskussion, die plötzlich offen geführt wird. Es geht nicht mehr um Ergebnisse – es geht um Substanz.
Denn genau hier liegt das Problem: Platz zwei kaschiert, was auf dem Platz immer deutlicher wird. „Die Mannschaft hat über ihrem Zenit gepunktet“, sagt der freie Journalist Lars Pollmann im Fever Pit'ch Podcast. Ein harter Satz – aber einer, der sich durch die letzten Wochen belegen lässt. Dortmund gewinnt Spiele, ohne sie zu kontrollieren. Und verliert sie, sobald die Effizienz nachlässt. Das ist kein Zufall, sondern ein strukturelles Muster.
Niko Kovac hat das in ungewöhnlicher Klarheit benannt. Ihm fehlen die „Unterschiedsspieler“, die „Extra-Skills“, also genau jene Qualität, die Spiele auch dann entscheidet, wenn sie nicht laufen. Pollmann bestätigt diese Diagnose indirekt: „Diese Extra-Klasse geht dem BVB ab – da gibt es keine zwei Meinungen.“ Dortmund hat viele gute Spieler, aber zu wenige, die Spiele prägen. Das ist der Unterschied zur absoluten Spitze – und der Grund, warum der Abstand zu Bayern wieder wächst.
Umso bemerkenswerter ist, wie schnell in solchen Phasen die Mentalitätsdebatte zurückkehrt. Hans-Joachim Watzke spricht von fehlender Siegermentalität, von zu viel Harmonie im Klub. Doch auch hier liefert der Podcast eine klare Gegenposition. „Mentalität ist oft ein Totschlagargument“, sagt Pollmann. Tatsächlich wirkt sie häufig nur dort stark, wo die Qualität vorher schon da ist. Wer Spiele kontrolliert, gilt als souverän. Wer sie nicht kontrolliert, wirkt plötzlich fahrig – unabhängig von Charakterfragen.
Das macht diesen Sommer so entscheidend. Es geht nicht darum, ein paar Transfers zu tätigen. Es geht darum, die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität aufzulösen. Pollmann formuliert es treffend: „Ich möchte nach dem Transferfenster wissen, wo die Reise hingeht.“ Genau darum geht es. Borussia Dortmund sucht nicht nur Spieler. Der Klub sucht gerade sich selbst.
Den kompletten Fever Pit'ch Talk gibt's zu sehen unter diesem Link.
– Borussia Dortmund steht auf Platz zwei der Bundesliga, doch die Mannschaft hat laut Lars Pollmann über ihrem Zenit gepunktet.– Trainer Niko Kovac vermisst bei seinem Team die sogenannten Unterschiedsspieler mit Extra-Skills.– Der BVB gewinnt Spiele, ohne sie zu kontrollieren, und verliert sie bei nachlassender Effizienz.– Hans-Joachim Watzke kritisiert fehlende Siegermentalität und zu viel Harmonie im Klub.– Pollmann bezeichnet das Mentalitätsargument als Totschlagargument und sieht die Ursache eher in der Qualitätsfrage.– Der Abstand zum FC Bayern wächst trotz des zweiten Tabellenplatzes wieder.– Der kommende Transfersommer soll die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität bei Borussia Dortmund auflösen.
00:00 BVB Saisonanalyse: Ein Rückblick auf die aktuelle Lage12:48 Die Herausforderungen der Neuzugänge und Kaderqualität21:48 Zukunftsausblick: Transfers und die Rolle des neuen Sportdirektors23:24 Transferstrategien und finanzielle Herausforderungen25:36 Die Rückkehr von Jadon Sancho: Chancen und Risiken27:49 Vertragsverlängerungen und deren Auswirkungen30:12 Attraktivität von Borussia Dortmund für Neuzugänge32:29 Die Suche nach einem klassischen Sechser35:05 B-Ware von Bayern: Chancen und Risiken37:02 Niko Kovac: Trainer der Zukunft oder Übergangslösung?40:55 Der bevorstehende Transfer-Sommer: Richtungsentscheidungen für den BVB44:24 Die Rolle von Aki Watzke und der Vereinsführung45:15 Saisonabschluss: Hoffnung auf eine positive Wendung
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