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·5. August 2026
Campus als Goldgrube: So verdient der FC Bayern mit seinen Talenten

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·5. August 2026

Der FC Bayern verfolgt bei seiner Kaderplanung längst nicht mehr nur das Ziel, Talente für die erste Mannschaft auszubilden. Immer häufiger entwickelt sich der Campus auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Erfolgsmodell. Allein in den vergangenen beiden Transferperioden haben die Münchner mit Nachwuchsspielern und Ergänzungsprofis mehr als 70 Millionen Euro eingenommen – obwohl viele von ihnen bei den Profis kaum oder gar nicht zum Einsatz kamen.
Diese Entwicklung passt perfekt zur Strategie von Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. Beide betonen regelmäßig, dass junge Spieler entweder den Sprung in die erste Mannschaft schaffen oder dem Verein durch lukrative Transfers einen finanziellen Mehrwert verschaffen sollen.
Besonders deutlich zeigt sich dieses Modell am Beispiel von Noel Aseko. Der Mittelfeldspieler wechselte 2022 aus der Hertha-Jugend an den Bayern-Campus, kam allerdings nie für die Profis zum Einsatz. Erst seine Leihe zu Hannover 96 brachte den Durchbruch. Im Sommer verpflichtete Eintracht Frankfurt den U21-Nationalspieler für rund zwölf Millionen Euro.
Auch Jonah Kusi-Asare entwickelte sich für den Rekordmeister zu einem lukrativen Geschäft. Der Schwede war Anfang 2024 für rund 3,5 Millionen Euro verpflichtet worden und absolvierte lediglich zwei Pflichtspiele für die Profis. Durch Leihgebühr und anschließenden Verkauf an den FC Fulham nahm der FC Bayern dennoch rund zehn Millionen Euro ein. Zusätzlich sicherten sich die Münchner eine Rückkaufoption.
Ähnlich verlief die Entwicklung bei Maurice Krattenmacher, der nach Leihstationen beim SSV Ulm und Hertha BSC zum SV Elversberg wechselte. Auch hier soll sich der FC Bayern vertraglich die Möglichkeit einer späteren Rückkehr gesichert haben.

Foto: IMAGO
Neben den Campus-Spielern erzielten die Münchner auch mit Ergänzungsspielern beachtliche Einnahmen. Alexander Nübel wechselte nach mehreren Leihen zu Besiktas, Daniel Peretz schloss sich dem FC Southampton an und Lovro Zvonarek zog es nach Portugal. Zusammengerechnet flossen dadurch weitere Millionen an die Säbener Straße.
Bereits im Sommer 2025 hatten Verkäufe von Paul Wanner, Adam Aznou, Frans Krätzig und Gabriel Vidovic rund 33 Millionen Euro eingebracht. Zusammen mit den aktuellen Transfererlösen summieren sich die Einnahmen auf deutlich mehr als 70 Millionen Euro innerhalb von nur zwei Transferperioden.
Für die Bayern ist diese Entwicklung ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Kaderstrategie. Max Eberl hatte zuletzt mehrfach betont, dass der Profikader bewusst kleiner gehalten werden soll, um Talenten wie Lennart Karl, Maycon Cardozo oder Bastian Assomo den Weg nach oben zu erleichtern. Gleichzeitig zeigen die zahlreichen Verkäufe, dass auch Spieler, die den endgültigen Durchbruch in München nicht schaffen, für den Verein einen erheblichen wirtschaftlichen Wert darstellen können.
Der Bayern-Campus entwickelt sich damit immer stärker zu einer zweiten Säule der Transferstrategie: Entweder gelingt der Sprung in die erste Mannschaft – oder die Talente finanzieren mit ihren Transfers den nächsten Kaderumbau des Rekordmeisters.
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