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·22. Februar 2026

„Cheatcode Dzeko“ sei Dank: Schalke weiter auf Kurs Aufstieg

Artikelbild:„Cheatcode Dzeko“ sei Dank: Schalke weiter auf Kurs Aufstieg

Plötzlich tauchte der Kopf von Edin Dzeko auf – mitten im Fahnenmeer der Schalker Nordkurve. Der Starstürmer der Königsblauen hüpfte auf und ab, feierte umringt von Fans den spektakulären Erfolg über den 1. FC Magdeburg und genoss den Moment mit seinen Teamkollegen. Dzeko machte deutlich, dass er sich dem Aufstiegsprojekt in Gelsenkirchen mit ganzem Herzen verschrieben hat.

„Unsere Fans sind die besten Fans, das muss man deutlich sagen. Woche für Woche“, schwärmte der 39-Jährige, der derzeit die 2. Bundesliga aufmischt, kurz darauf bei RTL – und schob eine rhetorische Frage hinterher: „Wie kann man dann nicht alles geben?“


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Alles gegeben hatte Dzeko zuvor – bis zu seiner wohlverdienten Auswechslung – über 75 Minuten lang, und seine neue Mannschaft zu einem wilden 5:3 (2:1)-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten geführt. Der einstige Weltklasse-Stürmer, das wird mehr und mehr deutlich, ist noch immer zu gut für das deutsche Unterhaus. „Das ist ja fast schon ein Cheatcode in Liga 2“, staunte auch Sky-Experte Simon Terodde.

Dzeko schiebt Schalke 04 an

Oldie Dzeko hat in nur fünf Spielen vier Tore für Schalke erzielt und drei weitere vorbereitet. Am Samstagabend gelang der zweite Sieg in Folge, auch dank des omnipräsenten Mittelstürmers, der vor den Augen seiner stolzen Kinder einen Treffer und einen Assist beisteuerte. Und so darf der Tabellenführer nach einem Stotterstart ins neue Jahr vom Aufstieg träumen. Weil das Team anders als in der Hinrunde vor allem offensiv überzeugt.

Dzeko, der im Winter von der AC Florenz kam, steht als Symbol für einen tiefgreifenden Wandel im Schalker Spiel. In der ersten Saisonhälfte noch hatten die Knappen sich minimalistisch präsentiert. Sie kassierten lediglich zehn Gegentore, schossen als Tabellenerster aber auch nur 22 – und somit weniger als die damals letztplatzierten Teams aus Dresden (24) und Fürth (26). Im neuen Jahr hingegen liefert Schalke fast wöchentlich Spektakel, mit zahlreichen Treffern auf beiden Seiten.

„Was uns nicht reinpasst, sind drei Gegentore“, analysierte Trainer Miron Muslic nach dem „extrem spektakulären, extrem emotionalen“ Magdeburg-Spiel. Es gelte schleunigst wieder, „die Balance“ zu finden, „zwischen Spektakel nach vorne und Stabilität hinten“, mahnte der Coach.

Denn zur Wahrheit gehört auch: Die Verfolger sitzen Schalke dicht im Nacken. Darmstadt 98 ist einen Punkt zurück, die SV Elversberg auf dem Relegationsplatz trennen nur zwei Zähler von S04. Zwei Teams, die über ein weniger nervöses Umfeld verfügen, wenn es im Saisonendspurt eng wird.

Und doch hat der Heiland aus Bosnien-Herzegowina die Hoffnung zurückgebracht, dass es klappt mit der Rückkehr in die Bundesliga. „Edin tut uns gut, er macht uns besser, er macht andere Spieler besser“, schwärmte Dzekos Landsmann Muslic. Und noch wichtiger: „Er fühlt sich auch als Teil dieser Mannschaft und das zeigt er jeden Tag.“

Die Fans und das Vereinsumfeld sind ohnehin längst Feuer und Flamme für ihren prominenten Routinier. „Zu Ehren“ von Dzeko, Muslic und Verteidiger Nikola Katic werden bei den Schalker Heimspielen nun auch Grillspezialitäten vom Balkan verkauft – am brandneuen Cevapcici-Stand.

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