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·21. Februar 2026
Wieder trifft Dzeko: Schalke mit Spektakel gegen Magdeburg

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Aufstiegsaspirant empfängt Abstiegskandidaten hieß es am Samstagabend in Liga zwei, wo der FC Schalke 04 den 1. FC Magdeburg in einem höchst unterhaltsamen Duell bezwang.
Bereits am frühen Nachmittag legte die Gelsenkirchener Konkurrenz vor. Darmstadt 98 und die SV Elversberg gewannen ihre Heimspiele, weshalb der in der Vorwoche seine fünf Spiele andauernde Sieglosserie beendende FC Schalke 04 von der Tabellenspitze auf Rang drei zurückfiel. Der 1. FC Magdeburg stand zum Anpfiff dagegen auf dem Relegationsplatz in Richtung 3. Liga, nachdem er drei der letzten vier Partien verlor.
Die Begegnung begann temporeich. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Die aussichtsreicheren Situationen ergaben sich für die Hausherren, die nach einer Viertelstunde auch das Glück auf ihrer Seite hatten. Adil Aouchiche zog von der linken Seite in den Strafraum ein, seine Hereingabe fälschte Jean Hugonet entscheidend ab, sodass sie über Keeper Dominik Reimann hinweg vom Innenpfosten ins Netz prallte – 1:0.
Die FCM-Antwort erfolgte umgehend. Schalke bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Alexander Nollenberger ließ daraufhin Ron Schallenberg aussteigen und schlenzte die Kugel unhaltbar für Kevin Müller, der den angeschlagenen Loris Karius vertrat, ins lange Eck – 1:1. In Minute 25 hätte S04 wieder vorlegen können. Dejan Ljubicic besaß Freiraum, seinem Versuch fehlte jedoch die nötige Schärfe, um Reimann zu überwinden. Kurz darauf hielt der Schlussmann auch mühelos gegen Edin Dzeko.
Der Schalker Superstar probierte es in der 37. Minute noch einmal, indem er erst Tobias Müller auswackelte und dann per Schlenzer nur haarscharf das lange Eck verfehlte. Keine 120 Sekunden später vollendete Dzeko schließlich per Kopf infolge einer Aouchiche-Flanke zur 2:1-Pausenführung. Der 1. FC Magdeburg hätte allerdings fast erneut egalisiert. Dem durch eine wunderbare Kombination freigespielten Matheus Zukowski fehlten nur wenige Zentimeter. Zudem erreichte ein Freistoß von Baris Atik den hochsteigenden Falko Michel, der an die Latte köpfte.
An die starken Schlussminuten knüpften die Gäste nach dem Seitenwechsel allerdings nicht an. Stattdessen schadeten sie sich selbst in Person von Philipp Hercher, der ein unnötiges wie vermeidbares Handspiel im eigenen Strafraum beging. Den Elfmeter verwandelte Kenan Karaman souverän nach unten links zum 3:1 (49.). Der FCM ließ sich nach dem neuerlichen Rückschlag allerdings nicht hängen, sondern meldete sich prompt zurück. Zukowski erzielte das Tor des Samstagabends. Aus der Drehung traf er per Volley von außerhalb des Strafraums in den Torwinkel – 3:2. (53.).
Beide Mannschaften lieferten beste Unterhaltung. Die Magdeburger überzeugten mit ihrer gewohnt forschen – für einen Abstiegskandidaten eher untypischen – Herangehensweise. Defensiv offenbarten sie jedoch zu viele Lücken, die Schalke 04 konsequent bespielte. So auch in der 65. Minute: Karaman setzte Dzeko ein, der den Überblick behielt, im richtigen Moment den mitgelaufenen Dejan Ljubicic bediente, dieser vollendete mühelos zum 4:2.

Foto: IMAGO
Es kam noch besser für S04. Denn kurz darauf verunglückte Lubambo Musonda eine Kopfball-Rückgabe, Karaman spritzte dazwischen und stellte auf 5:2. Damit schien die Partie doch unerwartet früh entschieden. Reimann verhinderte mit einer Doppelparade gegen den eingewechselte Moussa Sylla sowie Aouchiche sogar einen noch höheren Vorsprung. Auf der Gegenseite brachte Mercan Ayhan im Sechszehner Zukowski ungestüm zu Fall. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte erneut auf den Punkt. Zukowski trat an und netzte sicher ein – 5:3 (84.).
Fünf Zeigerumdrehungen später wäre ein abgefälschter Zukowski-Distanzschuss beinahe eingeschlagen. So blieb eine dramatische Endphase allerdings aus und Schalke 04 erfreute sich über die spektakuläre Rückkehr an die Tabellenspitze. Der 1. FC Magdeburg befindet sich hingegen weiter in großer Abstiegsgefahr.
Schalke: Müller,-Becker (72. Ayhan), Katic, Kurucay (72. Sánchez), Ndiaye,-El-Faouzi, Schallenberg,-Ljubicic (72. Sylla), Karaman, Aouchiche (81. Wallentowitz),-Dzeko (76. Gomis)
Magdeburg: Reimann,-Hugonet, Mathisen (46. Gnaka), Müller,-Hercher (76. Griehb), Michel, Ulrich, Nollenberger,-Pesch (46. Musonda), Atik (76. Tachie),-Zukowski
Tore: 1:0 Hugonet (Eigentor, 15.), 1:1 Nollenberger (17.), 2:1 Dzeko (39.), 3:1 Karaman (Handelfmeter, 49.), 3:2 Zukowski (53.), 4:2 Ljubicic (65.), 5:2 Karaman (68.), 5:3 Zukowski (Foulelfmeter, 84.)
Foto: IMAGO









































