Cristiano Ronaldo streikt in Saudi-Arabien – und hat mit seinem Frust recht | OneFootball

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·3. Februar 2026

Cristiano Ronaldo streikt in Saudi-Arabien – und hat mit seinem Frust recht

Artikelbild:Cristiano Ronaldo streikt in Saudi-Arabien – und hat mit seinem Frust recht

Der 40-Jährige soll unzufrieden sein mit dem Management seines Klubs. Al-Nassr investiert deutlich weniger als die Konkurrenz in Saudi-Arabien.

Cristiano Ronaldo streikt. Zumindest wenn man der portugiesischen Zeitung A Bola glaubt. Der 40-Jährige soll unzufrieden sein mit dem Management des Saudi Arabian Public Investment Funds, der seinen Klub Al-Nassr kontrolliert. Die Botschaft ist klar: Ronaldo fühlt sich benachteiligt.


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Man muss diese Meldung einordnen. Ronaldo kam im Januar 2023 nach Saudi-Arabien, als erster echter Superstar dieser neuen Fußball-Offensive am Golf. Er sollte das Gesicht der Liga werden, der Magnet für weitere große Namen. In 127 Spielen erzielte er 111 Tore. Eine beeindruckende Quote.

Doch einen Titel gewann er nicht. Keinen einzigen. Das nagt an einem Mann, dessen gesamte Karriere auf Trophäen aufgebaut ist. Ronaldo kam nicht nach Riad, um reich zu werden – das war er schon. Er kam, um zu gewinnen. Und genau hier liegt das Problem.

Der Vorwurf, den Ronaldo laut A Bola erhebt, ist nicht von der Hand zu weisen: Al-Nassr investiert weniger als die direkte Konkurrenz. In der laufenden Wintertransferphase holte der Klub lediglich Haydeer Abdulkareem aus dem Irak.

Al-Hilal dagegen gab bereits 32 Millionen Euro aus und soll vor der Verpflichtung von Karim Benzema stehen. Al-Ittihad rüstet ebenfalls auf. Ronaldo sieht sich im Wettbewerb um Verstärkungen abgehängt. Das wurmt ihn, und er zeigt es. Er ist der Superstar. Nicht die Liga. Nicht der Klub.

Die Zahlen stützen seine Wahrnehmung zumindest teilweise. Im Ligavergleich liegt Al-Nassr mit einem Kaderwert von 133 Millionen Euro hinter Al-Ittihad mit 141 Millionen und deutlich hinter Al-Hilal mit 190 Millionen Euro. Ronaldo spielt für den drittwertvollsten Kader der Liga – und das reicht ihm nicht.

Die Frage ist, ob ein Streik das richtige Mittel ist. Ronaldo fehlt im Spiel gegen Al-Riyadh. Saudische Medien berichteten zunächst, er werde für das Duell mit Meister Al-Ittihad am Freitag geschont. A Bola zeichnet ein anderes Bild: bewusste Arbeitsverweigerung aus Protest.

Was auch immer stimmt – Ronaldo sendet ein Signal. Er will mehr Investitionen, mehr Qualität im Kader, mehr Chancen auf Titel. Mit 40 Jahren weiß er, dass seine Zeit begrenzt ist. Jede Saison ohne Trophäe ist eine verlorene Saison.

Ob der PIF auf den Druck reagiert, bleibt abzuwarten. Das Staatsvermögen Saudi-Arabiens ist praktisch unbegrenzt. Die Frage ist nicht, ob sie investieren können, sondern ob sie wollen. Ronaldo hat seine Position deutlich gemacht. Jetzt liegt der Ball beim Management.

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