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·15. Januar 2026
"Dafür ist die Liga zu eng": Dotchev fordert Ulmer Fokus

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Für den SSV Ulm 1846 geht es darum, den erneuten Absturz zu verhindern. Es wäre der zweite Abstieg binnen zwei Jahren. Um noch den Klassenerhalt zu schaffen, haben die Spatzen vor allem in der Defensive gearbeitet – außerdem kündigte Cheftrainer Pavel Dotchev im Mediengespräch vor der Partie Veränderungen in der Startelf an.
Von der Regionalliga in die 2. Bundesliga – von dort wieder in die 3. Liga und womöglich zurück in die Regionalliga? Noch hat der SSV Ulm 1846 die Chance, den Absturz abzuwenden. Im Trainingslager wurde dafür intensiv gearbeitet, wie Cheftrainer Pavel Dotchev verriet. Im Fokus stand vor allem die Defensive: "Wir haben zu viele Gegentore nach individuellen Fehlern bekommen. Das müssen wir abstellen. Zwar wird uns das nicht zu 100 Prozent gelingen, aber wir müssen kompakt stehen und gut umschalten." Nach vorne sieht der 60-Jährige sein Team hingegen gut aufgestellt: "Da sind wir immer variabel" – nicht zuletzt dank Neuzugang Streli Mamba.
Für weitere Verstärkungen zeigt sich Dotchev offen, jedoch mit Einschränkungen: "Ich würde zwar nicht nein sagen, aber wir haben bereits einen sehr großen Kader." Aktuell umfasst dieser 33 Spieler. "Wir möchten den ein oder anderen noch abgeben – einerseits, um Spielpraxis zu ermöglichen, andererseits, um Luft für mögliche weitere Transfers zu schaffen." Spekulationen um einen Wechsel von Max Brandt zu Rot-Weiss Essen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, begegnet Dotchev klar: "Max ist unser Spieler, und ich plane mit ihm. Für mich kommt ein Abgang nicht infrage."
Zum Rückrundenauftakt empfangen die Spatzen den SV Wehen Wiesbaden. Dotchev erwartet einen starken Gegner: "Ein ambitionierter Verein – das zeigt auch die Trainerentscheidung mit Daniel Scherning. Ich erinnere mich, dass er bei seiner Vorstellung gesagt hat, er wolle mit Wiesbaden aufsteigen." Entsprechend robust und selbstbewusst rechnet der Ulmer Coach die Gäste ein, ohne dabei den eigenen Anspruch zu schmälern: "Wir wollen zuhause selbstbewusst auftreten. Es geht nicht, halbherzig zu spielen, zu verlieren und dann zu sagen: Dann gewinnen wir eben nächste Woche. Dafür ist die Liga zu eng."
Die Grundlage für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr soll das Trainingslager gelegt haben. Die Bedingungen seien nahezu optimal gewesen, berichtete Dotchev: "Es gab nur einen Tag, an dem wir wegen Regens nach 50 Minuten abbrechen mussten." Auch gesundheitliche Probleme blieben aus – mit einer Ausnahme: "Der Einzige, der ein bisschen kränkelt, ist der Trainer", sagte er schmunzelnd. Personell muss Dotchev gegen Wiesbaden lediglich auf die Langzeitverletzten verzichten. André Becker ist wieder voll belastbar, auch Luis Görlich und Marcel Seegert stehen wieder im Training. "Das gibt uns viele Möglichkeiten“, so der Trainer. "Es wird punktuelle Veränderungen geben." Eine Entscheidung sei zudem auf der Torhüterposition gefallen, "die ich heute aber noch nicht verkünden werde". Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr.









































