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·6. März 2026
Dank KI: Kohfeldts "schreckliche" Ansprache auf Japanisch

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·6. März 2026

Trainer Florian Kohfeldt hört sich dank vereinseigenem Übersetzungstool erstmals auf Japanisch. Das System überwindet Sprachbarrieren im internationalen Kader.
Trainer Florian Kohfeldt hat beim Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 kuriose Erfahrungen mit dem vereinseigenen KI-System zur vereinfachten Kommunikation im Team gemacht. So hörte sich der ehemalige Bundesliga-Trainer dank Künstlicher Intelligenz erstmals selbst auf Japanisch sprechen.
"Ja, schrecklich!", sagte Kohfeldt im Interview der Süddeutschen Zeitung (Freitagsausgabe) über die ungewohnte Erfahrung, seine eigene Stimme in einer fremden Sprache zu hören. "Vor allem habe ich meiner Frau gesagt, dass sie keiner Sprachnachricht mehr trauen darf, sobald sie eine mit meiner Stimme aufs Handy kriegt", ergänzte er lachend.
Das Tool übersetzt die Kabinenansprachen des 43-Jährigen für internationale Spieler simultan in deren jeweilige Sprache. Damit die Übersetzungen funktionieren, wird das System mit den vereinsinternen Begriffen trainiert. "Jede Industrie hat eine Sprache, die nur Insider verstehen. Das ist auch im Fußball so. Und da gilt das auch wiederum innerhalb einzelner Klubs", sagte Kohfeldt. Deshalb werde jede Ansprache aufgezeichnet, "so lernt das Tool, was mit bestimmten Begriffen gemeint ist".
Die Technologie soll Sprachbarrieren im zunehmend internationalen Kader überwinden. "Spielerprofile, die wir brauchen, können wir uns auf dem deutschen Markt nicht leisten", sagte der Coach. "Um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir somit einen internationalen Kader managen. Nur: Ich spreche Deutsch, fließend Englisch, ordentliches Französisch. Bei Japanisch und Spanisch hört es auf. Und genau hier setzt dieses Tool an."
Neben der taktischen Kommunikation nutze seine Mannschaft das System auch im Alltag. "Im Trainingslager haben Sergio Lopez und Kai Klefisch 'Temptation Island' auf Spanisch geschaut und sich herrlich amüsiert", erzählte der Trainer. Solche Momente seien ebenfalls wichtig für das Mannschaftsgefüge. "Es geht auch ums Soziale. Denn bei aller Taktik, bei aller Innovation: Das Wichtigste bleibt die Seele einer Mannschaft."
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