Darmstadts 4:0-Gala zeigt: Diese Mannschaft will in der 2. Liga mehr als nur mitspielen | OneFootball

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·8. Februar 2026

Darmstadts 4:0-Gala zeigt: Diese Mannschaft will in der 2. Liga mehr als nur mitspielen

Artikelbild:Darmstadts 4:0-Gala zeigt: Diese Mannschaft will in der 2. Liga mehr als nur mitspielen

Die Lilien setzen sich mit einem deutlichen Heimsieg gegen den FCK an die Spitze der 2. Liga. Schalkes Patzer gegen Dresden macht den Sprung auf Platz eins möglich.

Vier Tore, null Gegentreffer, Tabellenführung übernommen. Darmstadt 98 hat am Böllenfalltor ein Statement gesetzt, das weit über diesen Spieltag hinausreicht. Das 4:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern war keine knappe Angelegenheit, kein glücklicher Sieg, sondern eine Demonstration. Trainer Florian Kohfeldt hat aus den Lilien eine Mannschaft geformt, die weiß, was sie will.


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Was diesen Sieg besonders bemerkenswert macht: Toptorjäger Isac Lidberg fehlte kurzfristig wegen Oberschenkelproblemen. In vielen Teams würde das für Verunsicherung sorgen, für ein Umdenken im Spielaufbau, für Nervosität. Nicht so bei Darmstadt. Fraser Hornby traf bereits in der fünften Minute per Foulelfmeter, Fynn-Luca Lakenmacher und Kai Klefisch legten noch vor der Pause nach. Als Luca Marseiler in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte, war das nur noch Kosmetik an einem längst entschiedenen Spiel.

Die Lilien waren von Beginn an bissiger, schneller, entschlossener. Sie strahlten ein Selbstbewusstsein aus, das man sich nicht antrainieren kann. Es entsteht durch Ergebnisse, durch das Gefühl, dass der eigene Plan funktioniert. Kohfeldt hat dieses Gefühl in Darmstadt etabliert. Die Mannschaft agiert, statt zu reagieren. Sie wartet nicht auf Fehler des Gegners, sie erzwingt sie.

Für Kaiserslautern war dieser Abend ein Desaster mit Ansage. Das dritte Spiel ohne Sieg in Serie, die zweite Niederlage, der Absturz auf Rang sieben. Acht Punkte Rückstand auf Platz drei bedeuten: Der Aufstiegstraum ist faktisch ausgeträumt. Trainer Torsten Lieberknecht, der Darmstadt 2023 noch in die Bundesliga geführt hatte, erlebte an alter Wirkungsstätte einen bitteren Abend. Seine Mannschaft bekam die Offensive der Hausherren nie unter Kontrolle. Eine Standpauke in der Halbzeit brachte zwar eine leichte Verbesserung, aber keine Wende.

Es ist bereits die zweite Abreibung für den FCK in Darmstadt hintereinander. Beim letzten Duell setzte es ein 1:5. Das Böllenfalltor ist für die Roten Teufel zum Angstgegner geworden.

Darmstadt hingegen nutzte den Patzer von Schalke 04, das gegen Dynamo Dresden nur 2:2 spielte, eiskalt aus. Ein Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze mag knapp klingen, aber die Art und Weise, wie die Lilien diesen Vorsprung herausgeschossen haben, spricht eine deutliche Sprache. Diese Mannschaft hat Hunger. Sie will mehr als nur mitspielen.

Die 2. Liga hat einen neuen Spitzenreiter. Und dieser Spitzenreiter hat am Samstag gezeigt, dass er diese Position nicht zufällig einnimmt.

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