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·19. Juli 2026
Darum hat Jusuf Gazibegovic keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln

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Elias Schnaubelt
19 Juli, 2026
Die Erwartungen waren hoch, als der 1. FC Köln im Januar 2025 den ersten Transfer nach der Transfersperre eintütete. Für zwei Millionen Euro sicherte man sich die Dienste von Jusuf Gazibegovic. Das Profil wirkte vielversprechend: Ein ehrgeiziger und offensivstarker Rechtsverteidiger, der bei den Österreichern bereits internationale Erfahrung in der Champions League sammeln konnte.
Jusuf Gazibegovic wollte es noch einmal wissen
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So richtig rund laufen wollte es in der Domstadt nicht. Auch aufgrund von Verletzungen verpasste der Bosnier zahlreiche Spiele. Nach dem Aufstieg konnte Jusuf Gazibegovic unter Neutrainer Lukas Kwasniok überhaupt nicht mehr Fuß fassen. Folgerichtig entschied man sich für die Leihe zurück zu seinem Herzensverein Sturm Graz. In vertrauter Umgebung konnte er augenblicklich wieder an seine alten Leistungen anschließen, wurde direkt wieder Stammspieler. Schlussendlich scheiterte der 26-Jährige in Österreich sogar nur knapp an der Meisterschaft. Es folgte der erneute emotionale Abschied an die Fans und eine Ansage in Richtung Deutschland: „Ich will in Köln auf jeden Fall noch einmal zeigen, was ich kann“, verkündete der 23-fache bosnische Nationalspieler noch Ende Mai. „Das Kapitel ist für mich noch nicht geschlossen.“
Geschlossen hat das Kapitel hingegen Thomas Kessler. „Wir haben zu Gazi gesagt, dass er in unseren Planungen keine Rolle spielen wird für diese Saison. Und dann hat sich Gazi auch dazu entschieden, die Gespräche, die er jetzt schon geführt hat, nochmal intensiver zu gestalten.“ Wohin es Gazibegovic letztlich ziehen wird, ist noch unklar. Eine erneute Rückkehr schließt der Bosnier allerdings nicht aus: „Für Graz bin ich immer offen.“ Dennoch stellt sich ihm sicherlich die Frage, warum der 26-Jährige in Köln eben keine Chance mehr bekommen hat. Dabei liegt die Antwort eigentlich auf der Hand. So verfügt der FC bereits über zwei Spieler, die für diese Position in Frage kommen. Zum einen Alessio Castro-Montes.
Stand der Belgier in der vergangenen Saison auf dem Platz, so ließ er kaum Zweifel an seiner Qualität übrig. Wenn da nur diese Marginalität der Verfügbarkeit nicht wäre. In der abgelaufenen Spielzeit kam der 29-Jährige nur in 14 Bundesliga-Spielen zum Einsatz. In diesen lieferte er allerdings ein Tor sowie drei Vorlagen, zudem versprühte er Leichtigkeit, Eleganz und Raffinesse. Durch seine Stärken im Passspiel und Eins-gegen-Eins ist ein fitter Alessio Castro-Montes zweifelsohne eine Bereicherung im Spiel mit dem Ball. Defensiv bleiben jedoch Stand jetzt noch einige Zweifel.
Während Castro-Montes lediglich 940 Minuten auf dem Rasen verbrachte, sorgte ein Anderer für die Zuverlässigkeit auf der rechten Abwehrseite. Sebastian Sebulonsen verpasste lediglich drei Spiele, eines davon aufgrund einer Gelbsperre. Der 26-Jährige ist im Kader des FC eindeutig für die defensive Stabilität zuständig. Offensiv wollte es in der abgelaufenen Spielzeit aber nicht so ganz laufen. Am Ende der Saison konnte der Norweger keine einzige Torbeteiligung vorweisen. Das ist allerdings auch nicht weiter tragisch, solange er den Laden hinten dichthält. Ein großer Wert liegt unbestreitbar in der Verfügbarkeit. Auf ihn wird sich auch Trainer René Wagner in der kommenden Spielzeit verlassen können. Mit einer Körpergröße von 1,87 Metern verfügt Sebulonsen des Weiteren über ein ähnliches Spielerprofil wie David Fürst.
Erst kürzlich verkündeten die Geißböcke stolz eine Vertragsverlängerung: Fürst erhielt seinen ersten Profivertrag. Durch die Verlängerung machte man unter anderem Juventus Turin einen Strich durch die Rechnung, die den 19-jährigen gerne nach Italien gelotst hätten. Bei den Kölnern darf sich der Rechtsverteidiger nun in der Vorbereitung beweisen, eingeplant ist er jedoch zunächst für die U21. Besonders überzeugen konnte Fürst in der abgelaufenen Youth League-Saison, die Partie gegen Inter Mailand offenbarte seine ganze Klasse. Mit einer Größe von 1,85 Metern verfügt er über ein attraktives, athletisches Profil, das gerade viele europäische Topvereine vermehrt suchen. „Mit seinem Profil kann er es weit bringen. Wir werden ihn auf diesem Weg begleiten“, verkündete Lukas Berg, technischer Direktor beim FC im Anschluss an die Verlängerung. Ob ihn dieser Weg noch in dieser Saison in die Stadien der Bundesliga führen kann, hängt stark mit den Leistungen und der Verfügbarkeit zweier weiterer Spieler zusammen.
So oder so: Auf der rechten Seite scheint der FC gut aufgestellt zu sein. Platz für Gazibegovic war da nicht mehr.







































