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·4. September 2026
Darum ist Mikey Moore ein Top-Transfer für den 1. FC Köln

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Erik Stalleicken
4 September, 2026
Der FC hat kurz vor Toresschluss noch Tottenhams Mikey Moore ausgeliehen. Die Zahlen des 19-Jährigen sprechen eine klare Sprache zu der Qualität, die das Talent von der Insel mitbringt.
Mikey Moore beim Training des 1. FC Köln
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René Wagner kam am Mittwoch auf der Pressekonferenz nicht mehr so recht aus dem Schwärmen für seinen Neuzugang. „Das Schöne ist, dass er alles kann. Wir haben eigentlich einen Zehner gesucht, er kann aber auch auf den Flügel spielen. Wir setzen ihn da ein, wo er am meisten hilft“, sagte der Trainer. Doch welche Fähigkeiten bringt der Spieler wirklich mit? Wie kann Mikey Moore dem 1. FC Köln weiterhelfen?
Ein Blick auf die Leistungsdaten der vergangenen Saison zeigt, warum die Spurs ihrem Offensivtalent eine große Zukunft prophezeien. Besonders auffällig ist seine Aktivität im Eins-gegen-Eins. Im Durchschnitt kommt Moore auf 5,01 Dribblings und 11,39 Offensivduelle pro 90 Minuten. Dabei schließt er 2,41 jener Versuche auch erfolgreich ab. Der Engländer ist also kein Flügelspieler, der lediglich die Breite gibt und einfache Lösungen sucht. Vielmehr sucht er regelmäßig den direkten Weg am Gegenspieler vorbei und kreiert dadurch gefährliche Situationen. Gerade gegen einen tiefen Block, wie man ihn häufig während der letzten WM gesehen hat, ist ein solcher Spielertyp Gold wert, um defensive Strukturen aufzubrechen und Räume für Mitspieler zu eröffnen.
Sein mutiges Spiel spiegelt sich auch in seiner Positionierung wider. Durchschnittlich weist Moore 3,45 progressive Läufe und 3,92 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten auf. Der 19-Jährige beschränkt sich also nicht auf die Seitenlinie, sondern rückt immer wieder in gefährliche Zonen ein. Das deutet auf einen modernen Flügel hin, der häufig den Weg ins Zentrum sucht und dort selbst für Torgefahr sorgt. Dass Moore selbst den Abschluss sucht, unterstreichen auch seine weiteren Offensivwerte. Mit 2,49 Schüssen und einem xG-Wert von 0,32 erwarteten Toren pro 90 Minuten sorgt der Youngster regelmäßig für Torgefahr. Die Werte zeigen auch, dass Moore seine Schüsse überwiegend aus guten Positionen abgibt und nicht wahllos abzieht.
Sein Spiel beschränkt sich aber nicht auf eigene Torgefahr. Auch als Vorbereiter bringt der junge Engländer Qualitäten mit. Im Schnitt spielt er pro 90 Minuten 2,11 erfolgreiche Pässe in den Strafraum sowie 1,89 erfolgreiche Zuspiele ins letzte Drittel. Daraus resultiert ein erwarter Assist-Wert von immerhin 0,12 xA pro 90 Minuten. Auffällig ist auch, wie Moore Chancen kreiert. Während einige Flügelspieler häufig über Flanken zum Erfolg kommen, entstehen seine Vorlagen eher nach Dribblings oder schnellen Kombinationen in engen Räumen.
Die Daten zeichnen das Bild eines modernen Offensivspielers, dessen größte Stärken im Eins-gegen-Eins, in seiner Dynamik und in seinem Zug zum Tor liegen. Er sucht regelmäßig den direkten Weg in gefährliche Räume, bindet Gegenspieler und übernimmt Verantwortung im letzten Drittel. Ähnlich wie Said El Mala. Auch wenn sich einige Stärken der beiden Spieler überschneiden, ist Moore der deutlich flexiblere Spieler. Neben dem linken Flügel kann er, abgesehen von der alleinigen Spitze, nahezu jede Rolle in der Offensive spielen. Daher kann Moore auch als Ersatz für den an Benfica verkauften Jakub Kaminski angesehen werden. El Mala fungierte unter René Wagner die meiste Zeit als Stürmer. Ob sich dies mit der Rückkehr von Ache ändert, bleibt abzuwarten. So oder so gibt es mehrere Möglichkeiten, die beiden Youngster gleichzeitig aufzubieten.
Ob Moore seine Qualitäten in der Bundesliga konstant abrufen kann, wird sich noch zeigen. Die Leistungsdaten der abgelaufenen Saison deuten jedoch darauf hin, dass der FC mit dem Engländer einen sehr spannenden Spieler bekommen hat. Seine Fähigkeiten könnten den Kölnern zumindest für eine Saison gut zu Gesicht stehen. Bei einem Marktwert von 18 Millionen Euro und den mittelfristigen Plänen seines Stammvereins scheint alles andere jedoch ein Wunschtraum zu bleiben.
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