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·26. Juli 2026
Darum würde Marcel Regula zum 1. FC Köln passen

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Elias Schnaubelt
26 Juli, 2026
Mit einer möglichen Verpflichtung von Marcel Regula würde der FC erneut in ein junges Talent und somit wohl in die Zukunft investieren. Der Preis ist allerdings durchaus hoch.
Marcel Regula steht angeblich auf dem Zettel der Geißböcke
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Junge Spieler an den Rhein lotsen, weiterentwickeln und im besten Fall gewinnbringend weiterverkaufen. Dieses Konzept möchten die Geißböcke in Zukunft vermehrt verfolgen. Nun geht es um einen möglichen Transfer von Marcel Regula. Der 19-Jährige steht aktuell bei Zaglebie Lubin in der polnischen Ekstraklasa unter Vertrag. Dort kam er in der vergangenen Saison auf 31 Einsätze, in welchen er fünf Tore erzielte und fünf weitere auflegte. Der Pole ist offensiv variabel einsetzbar, kam in der vergangenen Spielzeit aber meistens auf der rechten Außenbahn zum Zug. In René Wagners System agierten auf der Offensiv-Position bislang meist Jan Thielmann oder Linton Maina. Könnte der Pole zu einer Option werden?
Die fünf Tore von einem 19-Jährigen kommen aber nicht von ungefähr. Regula schießt viel und gerne auf das gegnerische Gehäuse, im Schnitt waren es in der vergangenen Spielzeit 1,88 Mal pro 90 Minuten. Dabei fällt auf, dass der Flügelspieler verhältnismäßig oft aus der Box den Abschluss sucht. In seiner Altersklasse sind nur zwei Youngster noch Abschlussfreudiger, darunter der mittlerweile bei Porto gelandete Oskar Pietuszewski. An dem Shootingstar waren die Kölner im vergangenen Winter auch interessiert. Jan Thielmann (1,32) und Linton Maina (1,5) fallen im Vergleich deutlich ab – allerdings ist die Ekstraklasa bekanntlich auch ein anderes Pflaster. Regulas Schüsse finden zu knapp 48 Prozent den Weg auf das Tor. Statistisch resultiert aus jedem zehnten Torschuss auch tatsächlich ein Treffer.
Zu den großen Stärken gehört aber zweifelsfrei das Dribbling und die enge Ballführung. So überbrückt der Spieler immer wieder viele Meter im Zentrum, scheint in diesen Situationen nur schwer vom Ball zu trennen zu sein. Regula sucht oft die Eins-gegen-eins-Situation, das direkte Duell. Im Passspiel hat er noch Luft nach oben, die ein 19-jähriges Talent aber auch sicher haben sollte. Regula spielt pro 90 Minuten 14,63 Pässe, von denen rund 65 Prozent ankommen. Allerdings bevorzugt der Youngster dabei den riskanten Pass. Während beispielsweise Thielmann viele lange Pässe mit einer hohen Genauigkeit spielt, fällt Regula in dieser Statistik ab.
Physisch bringt der U21-Nationalspieler eigentlich schon viel mit, Regula lebt im Zweikampf aber eher von seinen Finten, schnellen Bewegungen, seiner Dynamik als vom harten direkten Duell. Die überragende Technik, auch im Tempo, ist auffallend und hilft ihm, dann doch auch als Sieger aus den Duellen hervorzugehen. Zudem ist der Pole hungrig auf Zweikämpfe. Pro 90 Minuten führt er 10,34 offensive Zweikämpfe durch, liegt damit deutlich über dem Schnitt der Spieler auf vergleichbaren Positionen. Er wirft sich in alles und jeden rein. Defensiv sieht man ihn im Vollsprint zurückarbeiten, teilweise bis tief in die eigene Hälfte hinein.
Mit dieser Arbeitsmoral schlägt er aber auch des Öfteren über die Strenge, so begeht er mit 1,92 Fouls pro 90 Minuten überdurchschnittlich viele. Außerdem sah er in der vergangenen Saison eine Rote Karte. Zweifelsohne besitzt der Youngster viel Temperament und spielt mit einer Menge Leidenschaft und Emotionen. Allerdings wirkt der Offensivspieler dabei nicht wie ein übermäßig fleißiger Kaminski, der 19-Jährige übernimmt lieber den kreativen Part, will Fußball spielen, nicht Fußball „leiden“.
Was bleibt, ist der Eindruck eines Spielers, der noch sehr roh ist, aber eben auch eine Menge Potenzial hat. Durch seinen Zug zum Tor wäre er außerdem eine spannende und offensivere Alternative zu den eher passfokussierten Akteuren Thielmann und Maina.
Fazit: Eine Ablöse von acht Millionen Euro ist enorm für einen Spieler, der erst eine volle Saison im Herrenbereich gespielt hat – noch dazu in der polnischen Liga. Seine Werte sind jedoch vielversprechende Indikatoren. Sicherlich wären die kolportierten sechs bis acht Millionen Euro ein riskantes Investment. Aber wie heißt es so treffend: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
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