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·30. August 2026
"Das habe ich geliebt" - Lustrinelli startet motiviert mit Union in die Saison

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Nach einer hart umkämpften Parte inklusive Last-Minute-Ausgleich seiner Mannschaft zeigte sich Union-Trainer Mauro Lustrinelli zufrieden und zuversichtlich was die Leistung seiner Mannschaft angeht.
Der neue Coach der Köpenicker bekam es in seiner ersten Bundesligapartie gegen Eintracht Frankfurt gleich mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen zu tun. Zunächst Ruhe und Trauer, als beide Mannschaften sich vor dem Anstoß am Mittelkreis aufstellten und das gesamte Stadion einen Moment des Schweigens nutze, um der Menschen zu gedenken, die am Donnerstag Opfer eines Doppel-Mords an einer Berliner Schule geworden waren.
Danach folgte eine chaotische Anfangsphase in der Lustrinelli zunächst die frühe Führung seiner Köpenicke bejubeln durfte. Acht Minuten später folgte Ernüchterung, als die Gastmannschaft plötzlich mit 2:1 in Führung ging. Allgegenwärtig war zu jeder Zeit des Spiels natürlich auch die immense Stimmung und die Energie, die beide Fanlager von den Rängen aus durch das ganze Stadion an der alten Förstrei trugen. Hoffnung schimmerte beim Übungsleiter auf, nachdem Leopold Querfeld in der 79. Spielminute per Kopf zum 2:3-Anschlusstreffer traf. Und schließlich gipfelte der Arbeitstagb des 50-Jährigen in Extase, als der eingewechselte Tim Skarke in der zweiten Minute der Nachspielzeit den vielumjubelten 3:3-Ausgleich sehenwert mit der Hacke erzielte und Union Berlin somit einen Punkt zum Ligaauftakt bescherte.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel ließ der Trainer der Eisernen erkennen, wie sehr er an seinen Verein und seine Mannschaft glaubt. Zum Spiel sagte er zusammenfassend: "Das war nicht einfach, aber ich habe das geliebt". Immer wieder verwies er auch auf die Entstehung des Ergebnisses. Das 3:3-Unentschieden als Resultat trotz eines zwischenzeitlichen 1:3-Rückstands zeuge von der mentalen Stärke seines Teams das "mit großem Herz" gespielt und "bis zum Schluss" an sich geglaubt habe.
Davon, dass zwei der drei Gegentore nach individullen Fehlern entstanden sind, lässt sich Lustrinelli nicht verrückt machen. Er begründet die Unsicherheiten in der Verteidigung auch mit der noch jungen Systemumstellung von einer Fünfer- auf eine Viererkette. "Das ist ein Prozess und wir werden daran arbeiten, damit wir umso kompakter werden", so der zuversichliche Schweizer. Vor allem aber auf die Reaktion seiner Mannschaft nach dem von Leopold Querfelds Fehler eingeleiteten Gegentreffer zum 1:1 ist der FCU-Coach stolz. "Nach diesem Fehler sind Mehrere aus unserem Team zu ihm gegeangen und haben gesagt "Es geht weiter!". Das ist für mich einer der schönsten Aspekte des heutigen Tages.", erklärte er zufrieden.
Immer wieder erwähnte Unions Cheftrainer, wie wichtig ihm die Geschlossenheit und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft seien. "Was ich mir wünsche, ist nicht nur eine Art und Weise zum Fußball zu spielen.Für mich ist die Basis, dass ein Team auf dem Platz ist. Ein Teamspirit, eine Mannschaft, die mit Leidenschaft spielt. Das haben wir auf einem guten Niveau und das haben wir heute gezeigt". Dass seine Mannschaft noch nicht die Sterne vom Himmel spielt ist dem erfahrenen Teamchef natürlich auch bewusst: "Spielerisch haben wir noch viel Potenzial. In alle Richtungen, mit dem Ball, ohne Ball. Aber es wird kommen, weil die Basis ist, dass wir ein solides Team haben."
Um sein Bild von Basis und Potenzial zu verdeutlichen macht Lustrinelli einen Ausflug in die Welt der Architekten und erklärt es folgendermaßen: "Es ist wie, wenn man ein Haus baut. Zuerst muss man die Fundamente [haben], man kann nicht mit dem Dach beginnen. Das Dach ist in unserem Fall das Spielprinzip. Bei uns ist [das Fundament] der Teamspirit und die Teamqualität. Und jetzt bauen wir die Mauern."
Der neue Trainer scheint also den Grundstein gelegt haben, um mit dem 1. FC Union Berlin eine erfolgreiche Bundesligasaison zu absolvieren. Lustrinelli hat klare Vorstellungen und weiß um die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft. Nun gilt es für ihn die Fassade seines Hauses so stabil zu komstruieren, dass das Dach auch gut sitzen und Union regelmäßig punkten kann.







































