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·10. August 2026

"Das ist das Schwierigste im Fußball": Hanraths adelt Schroers

Artikelbild:"Das ist das Schwierigste im Fußball": Hanraths adelt Schroers

Nach 0:1 noch 4:1 gewonnen: Alemannia Aachen ist furios in die neue Saison gestartet. Und einmal mehr stand Mika Schroers im Mittelpunkt – positiv wie negativ. Kapitän Mika Hanraths adelte den wechselwilligen Stürmer anschließend.

"Dafür allerhöchsten Respekt"

Eigentlich hatte die Alemannia in der Anfangsphase alles im Griff, ehe ausgerechnet Mika Schroers ein folgenschwerer Fehler unterlief. Der Angreifer verlor den Ball im Mittelfeld leichtfertig und leitete damit einen Angriff der Verler ein, der zum 1:0 führte. Doch der 24-Jährige machte seinen Fehler wieder gut. Erst bereitete er durch einen sehenswerten Doppelpass mit Ademi das 1:1 vor (52.), dann erzielte er das 2:1 selbst (60.). Scepanik (82.) und Starodid (88.) machten den Auftaktsieg anschließend perfekt.


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"Das, was Mika heute erlebt hat, ist das Schwierigste im Fußball", sagte Kapitän Mika Hanraths anschließend im "MagentaSport"-Interview. "So eine Reaktion, die er in der 2. Halbzeit geliefert hat, ist sowas von schwer. Dafür allerhöchsten Respekt. Das tat uns und ihm total gut. Darum bin ich sehr, sehr stolz."

Spielten beim Patzer vor dem Gegentor womöglich Gedanken an seine Zukunft eine Rolle? "Natürlich ist die Situation nicht easy für ihn", sagte Trainer Mersad Selimbegovic. "Aber gemeinsam können wir auch das meistern. Wir haben diesen Fehler als Mannschaft wieder geradegebogen. Das macht uns aus. Das ist der richtige Weg. Wir sind happy und zufrieden, dass er immer noch da ist, dass er das leistet, was er heute geleistet hat."

"Pure Freude" bei Hanraths

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich der Alemannia-Coach indes "sehr, sehr zufrieden". Es sei alles dabei gewesen, was die Fans sehen wollten. "Wir waren mutig, wir haben Fehler gemacht und sie wiedergutgemacht. So einen Auftakt habe ich selten erlebt." Auch Hanraths sprach von einem "hochintensiven Spiel", zumal Verl die Schwartz-Gelben "richtig vor Aufgaben gestellt" habe. "Wir hatten vor, Power-Fußball zu spielen und zu pressen und sie zu stressen." Das sei über große Teile auch "sehr gut" gelungen. Nach dem Rückstand habe das Team einfach weitergemacht. "Das war das Wichtigste", sagte der 27-Jährige und sprach von einer "unfassbar guten Teamleistung".

Für den Alemannia-Kapitän war es das erste Spiel über 90 Minuten nach seiner schweren Verletzung vor über einem Jahr. Er habe "pure Freude" gespürt und jede Minute genossen. "Ich war natürlich voll unter Strom, aber nicht nervös", berichtete der Verteidiger. "Mittlerweile genieße ich es einfach, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und Fußball zu spielen. Das macht richtig Spaß." Die Partie habe zwar Kraft gekostet, doch angesichts der ersten Punkte der Saison hat sich der Aufwand gelohnt.

Bei Aufsteiger Fortuna Köln sollen am kommenden Samstag die nächsten drei Zähler folgen. Ob Matti Wagner, Mehdi Loune und Fabio Torsiello dabei sein können, ist allerdings noch fraglich. Alle drei Spieler mussten mit Problemen vorzeitig vom Platz. "Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist", sagte Selimbegovic und gab zumindest bei Loune schon Entwarnung.

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