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·15. Februar 2026

"Das ist unglaublich": Selimbegovic mit erneuter Schiri-Schelte

Artikelbild:"Das ist unglaublich": Selimbegovic mit erneuter Schiri-Schelte

Mit dem 3:1-Erfolg beim SSV Ulm hat sich Alemannia Aachen weiter von den Abstiegsplätzen distanziert. Trainer Mersad Selimbegovic war entsprechend weitgehend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, setzte aber dennoch erneut zu einer Schiri-Schelte an.

"Die wollen das Spiel verändern"

Im Donaustadion war bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit angebrochen, als Loune im Strafraum gegen Meier zu Fall ging. Trotz des recht deutlichen Kontakts zeigte Schiedsrichter Felix Wagner jedoch nicht auf den Punkt. Sehr zum Ärger von Trainer Mersad Selimbegovic, der sich lautstark darüber beschwerte und die gelbe Karte sah. Darauf im Interview mit "MagentaSport" angesprochen, wollte er zunächst eigentlich gar nichts sagen, nachdem er in den letzten Wochen – sowie auch am vergangenen Freitag – immer wieder Kritik an den Unparteiischen geübt hatte.


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"Es lohnt sich einfach nicht mehr, und es tut mir auch leid. Ich will über Fußball reden." Doch je mehr er sagte, desto mehr redete sich der 43-Jährige dann doch wieder in Rage – und setzte zum wiederholten Male zu einer Schiri-Schelte an: "Es ist ganz klar, dass oben irgendwas passiert ist (beim Zweikampf zwischen Loune und Meier; d. Red.). Und dann ist ganz klar, dass hier vor mir nichts passiert ist", verwies der Aachen-Coach auf den nicht gegebenen Elfmeter.

"Und dann soll ich einfach immer ruhig bleiben?", entgegnete Aachens Coach und meinte süffisant: "Am besten wäre, dass wir Coaches irgendwo aufs Dach gehen und von oben gucken, damit die Schiedsrichter Ruhe haben und Entscheidungen treffen können. Das ist unglaublich. Die wollen das Spiel verändern und Emotionen komplett rausnehmen. Da gehe ich nicht mit. Wenn das weg ist, dann bin ich auch weg. Dann will ich auch kein Trainer mehr sein."

Wieder ein Standardgegentor: "Schwer zu erklären"

Mit der Leistung seiner Mannschaft war er dagegen zufrieden – abgesehen von den ersten sechs Minuten ("Die haben mir gar nicht gefallen") und dem Gegentor nach 83 Minuten, das aus einem ruhenden Ball resultierte – zum bereits achten (!) Mal in den letzten achten Spielen: "Es ist schwer zu erklären, weil wir da im Raum stehen. Der letzte Mann geht zu weit nach vorne und verschätzt sich. Dann ist es ein sehr, sehr billiges Tor." So blieb Aachen zum elften Mal in Folge nicht zu Null. "Es tut mir leid, auch für die Keeper." Weil zuvor aber bereits Gindorf (22.), Loune (58.) und Ademi (75.) getroffen hatten, fiel das Gegentor am Ende nicht mehr schwerer ins Gewicht.

Selimbegovic sprach von einem "sehr bedeutsamen" Sieg, der "sehr gut" tue. Schließlich ist die Alemannia nun bereits seit vier Spielen ungeschlagen und hat sich dadurch ein Polster von fünf Punkten auf die Abstiegsplätze erarbeitet. "Jetzt merkt man auch, dass es im Umfeld immer mehr Optimismus gibt. Das ist genau das, was wir brauchen", sagte Aachens Coach, während sich Ademi "sehr sicher" zeigte, "dass wir die Klasse halten werden". Auch Selimbegovic ist weiterhin davon überzeugt, warnte aber: "Es gibt überhaupt keinen Grund, irgendwie einen Millimeter weniger."

Es gelte weiterhin, mehr zu wollen, mehr zu arbeiten, mehr zu investieren, "weil man weiß, wie schnell das gehen kann in dieser Liga. Wenn du 0,1 Prozent weniger investierst, dann kann dich das richtig kosten". Daher müsse unermüdlich weiter gepunktet werden. "Wir müssen diese gute Energie und die gute Entwicklung einfach mitnehmen." Karneval feiern will der 43-Jährige übrigens nicht, wenngleich am Montag trainingsfrei ist. Ab Dienstag beginnt dann die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den SC Verl. Ob er danach auch wieder zu einer Schiri-Schelte ansetzt?

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