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·19. Januar 2026

Das sind die Erkenntnisse nach dem Start der Rückrunde

Artikelbild:Das sind die Erkenntnisse nach dem Start der Rückrunde

Da ist er auch schon wieder Geschichte, der Auftakt der Rückrunde. Für eine erste Bewertung ist es zwar noch zu früh, dennoch hat der Re-Start bereits einige Erkenntnisse gebracht.

Verl nicht zu stoppen

Wer soll den SC Verl eigentlich noch stoppen? Diese Frage steht nach dem einmal mehr überzeugenden 5:2-Erfolg gegen den SV Waldhof Mannheim im Raum. Binnen 17 Minuten schnürte Alessio Besio einen lupenreinen Hattrick und schoss den Sportclub damit erstmals überhaupt an die Tabellenspitze der 3. Liga. Von der Spielstärke der inzwischen seit zwölf Spielen unbesiegten Ostwestfalen zeigten sich im Nachgang auch die Buwe beeindruckt.


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"Das hat nichts mit Fitness oder Willen zu tun, Verl spielt einen Fußball vom anderen Stern. Das muss man anerkennen", sagte Waldhof-Stürmer Terrence Boyd gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung" und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: "Wie die sich taktisch hinten raus gespielt haben, mit einem Selbstverständnis. Das ist nicht nur heute so, wenn die so weiter machen, sind die am Ende ganz oben. Taktisch war das eine andere Liga. Hut ab. Das war ein richtig krasser Fußball." In dieser Form sind die Ostwestfalen ein klarer Aufstiegskandidat.

Lobinger schlägt sofort zu

Beim MSV Duisburg zündete Winter-Neuzugang Lex Tyger Lobinger mit einem Tor und einer Vorlage sofort, sodass die Zebras erstmals seit September wieder ein Auswärtsspiel gewinnen konnten und nun Tabellenzweiter sind. Dass der VfL Osnabrück, der in der Hinrunde oft mit Toren geizte, doch treffsicher ist, zeigten die Lila-Weißen mit dem 3:0 in Aachen. Bryan Henning, der in dieser Saison bislang ohne Treffer war, netzte gleich doppelt ein. Und bei Hansa Rostock unterstrich Ryan Naderi mit seinem Last-Second-Treffer nochmal deutlich, warum der FCH ihn im Winter nicht gehen lassen will.

Derweil stellte 1860 München beim 1:1 gegen Essen unter Beweis, trotz elf Ausfällen – darunter waren etwa Stammkeeper Thomas Dähne, Kapitän Jesper Verlaat und Sigurd Haugen – konkurrenzfähig zu sein. Wie die Löwen wohl auftreten würden, wenn der komplette Kader zur Verfügung stünde? Bei Rot-Weiss Essen waren im Duell mit den Sechzgern wieder mal zwei Joker am Tor beteiligt. Insgesamt steht die Mannschaft von der Hafenstraße bereits bei 20 Scorerpunkten nach Einwechselungen – Liga-Spitze zusammen mit dem MSV Duisburg.

Havelse und Schweinfurt leben noch

Neues Jahr, altes Leid heißt es dagegen bei Alemannia Aachen und dem SSV Ulm. Während der TSV seine Heimschwäche einfach nicht abgeschüttelt bekommt und im zehnten Spiel vor eigener Kulisse bereits die achte Niederlage kassierte, belohnten sich die Spatzen abermals nicht für einen couragierten Auftritt. So stand am Ende die elfte Niederlage aus den letzten zwölf Partien – und die Erkenntnis, dass der Weg zum Klassenerhalt ein weiter wird.

Zumal der TSV Havelse inzwischen vorbeigezogen ist. Die Niedersachsen bestätigten mit dem deutlichen 4:0-Erfolg gegen Hoffenheim II ihren Aufwärtstrend aus dem Endspurt der Hinrunde und sind nun bereits seit vier Spielen ungeschlagen. Aufgegeben hat sich der TSV noch lange nicht. Das gilt selbst für das abgeschlagene Schlusslicht 1. FC Schweinfurt, das gegen Köln seinen dritten Saisonsieg einfuhr und zudem erstmals in dieser Saison zu Null blieb. Es zeigt sich also: Die 3. Liga bleibt verrückt und unberechenbar – das hat der Rückrundenauftakt einmal mehr unter Beweis gestellt.

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