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·15. Februar 2026
"Das war außergewöhnlich": Viererpacker Kaya feiert eine Premiere

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Kaya, immer wieder Kaya: Der 26-jährige Stürmer des SV Wehen Wiesbaden hatte mit vier Toren und einer Vorlage großen Anteil am 6:1-Kantersieg der Hessen gegen den MSV Duisburg – und feierte damit eine Premiere.
Er strahlte über das ganze Gesicht, Fatih Kaya, als er zum Interview mit "MagentaSport" kam. Nach vier Toren – erstmals traf er bereits nach drei Minuten – auch kein Wunder, zudem nahm er als Andenken den Ball mit und bekam vom Verein Blumen geschenkt. "Die nehme ich gerne mit nach Hause. Meine Frau findet sicher einen Platz dafür", sagte der Angreifer. Und der Spielball kommt neben den Ball aus dem Pokalspiel gegen den FC Bayern München, den er nach einem Doppelpack ebenfalls mitgenommen hatte. Mit einem Viererpack setzte Kaya nun noch einen drauf – und feierte damit eine Premiere in seiner Profikarriere. "In der Jugend habe ich das schonmal geschafft, aber gegen solch einen Gegner vor solch einer Kulisse ist das noch geiler. Die Mannschaft wird auf jeden Fall was von mir bekommen, denn das war außergewöhnlich."
In der Geschichte der 3. Liga war es der elfte Viererpack eines Spielers, der letzte war Timmy Thiele von Energie Cottbus im September 2024 gelungen. Insgesamt steht Kaya in dieser Saison nun bei neun Toren, die Fragen nach einer Torflaute beim letztjährigen Torschützenkönig dürften nun erstmal Geschichte sein. Selbst die erneute Torjägerkanone scheint nun wieder möglich, sollte der Stürmer in den nächsten Wochen weiterhin so oft treffen. Trotz seines Viererpacks war der 26-Jährige aber darum bemüht, die Mannschaft in den Vordergrund zu stellen. Kaya sprach von einem "überzeugenden Auftritt" und betonte ganz bescheiden, mit seiner Art und Weise lediglich helfen zu wollen.
Nach dem fünften Heimsieg in Folge und dem zweithöchsten Erfolg seiner Drittliga-Historie liegt der SVWW als Tabellensechster nur zwei Punkte hinter dem MSV Duisburg. Zum Vergleich: Als Scherning den Posten zum 15. Spieltag angetreten hatte, waren es noch zehn Zähler. "Wir haben uns nun eine Position erarbeitet durch dieses Topspiel. Das war vor drei Monaten nicht denkbar", sagte der Coach, wollte sich aber dennoch nicht zu einer Kampfansage hinreißen lassen: "Das ist nicht der richtige Moment. Es sind noch 14 Spiele." Die zehnte Partie unter seiner Regie sei in jedem Fall "die beste" gewesen, betonte Scherning, der von einer "sehr männlichen, sehr zielstrebigen und abgeklärten" Leistung sprach. "Davor kann ich nur den Hut ziehen." Zudem hätten nicht nur alle Offensivspieler einen tollen Job gemacht, sondern auch die Verteidiger.
Warum die Hessen derzeit so erfolgreich sind, erklärte Kaya so: "Wir haben eine Mischung reinbekommen. Auch die Ergänzungsspieler nehmen ihre Rolle an, und man sieht, was möglich ist, wenn wir zusammenhalten." Scherning wisse ganz genau, "an welchen Stellschrauben er drehen muss, um uns scharf zu kriegen. Jeder fühlt sich wertgeschätzt." Für gewöhnlich gibt der 42-Jährige nach Siegen einen zusätzlichen Tag frei, doch weil der SVWW am Mittwochabend im Landespokal bei Fünftligist FSV Fernwald ran muss, sei das nun "nicht der richtige Zeitpunkt", so der Coach. "Aber wir merken uns das." Die Mannschaft wird ihn sicherlich daran erinnern. Vielleicht gibt es übernächste Woche dann sogar drei freie Tage, wenn Wiesbaden auch bei Jahn Regensburg gewinnt.









































