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·1. April 2026
"Das war's": S04-Urgestein Fährmann macht Feierabend

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Ralf Fährmann hat die Torwarthandschuhe an den Nagel gehängt. Fast ein Jahr nach seinem Abschied vom FC Schalke 04 verkündete der 37-Jährige sein Karriereende und sprach noch einmal über seine Anfänge, seine Chancen im Profibereich und seine Liebe zu den Königsblauen.
Vor über zwei Jahren absolvierte Ralf Fährmann sein letztes Spiel. Es war eine 1:4-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern in einer Phase vom FC Schalke 04, in der die Königsblauen gegen den Abstieg in der 2. Bundesliga kämpften. Bis zuletzt hatte sich der 37-Jährige noch eine Rückkehr in den Profifußball offen gehalten, doch damit ist jetzt Schluss. "Das war's. Meine Karriere ist beendet", erklärte Fährmann im Interview mit "transfermarkt.de" ganz offiziell. 230 Mal Bundesliga, 16 Mal Champions League, 21 Mal Europa League. Über 19 Jahre nach der Unterschrift unter seinem ersten Profivertrag hängen die Torwarthandschuhe am Nagel.
"Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, falls etwas Interessantes oder Spannendes kommt, aber in den letzten Monaten sind keine Angebote eingetroffen, bei denen ich sagen würde, dafür brenne ich. Ich werde meine Torwarthandschuhe im Profifußball nicht mehr anziehen", berichtete Fährmann noch aus den letzten Wochen. Aber auch der 37-Jährige musste sich irgendwann eingestehen, dass er nun zum berüchtigten alten Eisen gehört. Denn dem Torwart war bewusst: "Ich komme aus einer Zeit, da hat man die Fußball-Infos über den Teletext ab Seite 200 bekommen."
Für seine Karriere ist Fährmann im Nachhinein dankbar. Geprägt habe ihn schon früh eine Aussage von Eintracht-Torwart Oka Nikolov: "Ralf, du hättest es verdient gehabt zu spielen. Sei dir sicher, du wirst eine große Karriere vor dir haben", erzählte der Torhüter, was der Frankfurter ihm schon 2009 prophezeite. Und Fährmann lieferte, gehörte in seinen Spitzenzeiten zu den besten Torhütern in Deutschland. Doch für die Nationalmannschaft hat es beispielsweise nie gereicht, wenngleich der 37-Jährige da anderer Meinung war: "Mein morgendlicher Kaffee schmeckt auch ohne Länderspiel in der Vita gut, aber ganz wertneutral hätte ich aufgrund meiner Leistungen über Jahre hinweg eine Nominierung und zumindest ein Länderspiel verdient gehabt."
Anfragen aus Spanien, Italien und England habe er abgelehnt - weil er beim FC Schalke 04 bleiben wollte. "Für Vereine wie Real Madrid, den FC Barcelona oder den FC Liverpool hätte ich es wahrscheinlich aufgegeben, aber die restlichen Vereine sind zu meiner aktiven Zeit nie an Schalke herangekommen", schwärmte Fährmann heute noch von den Königsblauen. Obwohl das Ende seiner Karriere dort unrühmlich war. Aber der Keeper versprach: "Ich liebe diesen Verein abgöttisch, ich bin den Fans unendlich dankbar für die Unterstützung all die Jahre. Das wird sich auch nicht ändern, nur weil sich ein paar handelnde Personen im Verein mir gegenüber nicht wirklich fair verhalten haben. Ich trage den Mythos Schalke immer im Herzen."
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