Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon | OneFootball

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·20. August 2026

Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

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Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

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Elias Schnaubelt

20 August, 2026

Das Transfergeschäft ist ein kompliziertes und selten verläuft alles genau nach Plan. Dennoch sorgt das Ausbleiben von Neuzugängen auf vakanten Positionen für einen erhöhten Puls beim Kölner Anhang. Doch liegt das an Versäumnissen seitens der Vereinsführung oder steckt dahinter vielleicht doch eine Strategie mit einer Prise Opportunismus? Der 1. FC Köln und das Warten auf Transfers.

Die Zeit tickt unaufhörlich weiter und beim FC scheint man sich im Kreis zu drehen. Vor einigen Wochen wurde der Name Ellyes Skhiri das erste Mal heiß diskutiert, dann kühlte das Interesse wieder ab. Zahlreiche andere Namen kursierten in der Folge in der Gerüchteküche, lange Zeit ging es um Mexiko-Kapitän Edson Álvarez oder um Unions Mittelfeldmotor Rani Khedira. Letzterer wird nun jedoch seinen Vertrag bei den Eisernen erfüllen, der Mexikaner soll nach Sociedad wechseln, Eric Smith ist nun neu im Gespräch, aber nicht so richtig heiß. Die wahrscheinlichste Option scheint erneut Ellyes Skhiri zu sein. Wieso machte man diesen Deal also nicht bereits vor Wochen fix?

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln

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Jeder seriös arbeitende Verein hat stets mehr als einen Plan parat. Sicherlich würde niemand auf Entscheidungsebene eingestehen, dass man einen Plan B oder gar Plan C verpflichtet hat. Dennoch geschieht dies häufig und ist auch nur allzu verständlich. Der FC hatte gehofft, einen größeren Fisch an Land zu ziehen, hat sich gleichzeitig auch die Option Skhiri warmgehalten. Sollte die Rückkehr des Tunesiers in die Domstadt gelingen, wäre man unter dem Strich wohl zufrieden. Zu lange sollte man sich allerdings auch nicht Zeit lassen, denn selbstverständlich möchte auch ein Spieler lieber früher als später Gewissheit über seine sportliche Zukunft haben.

Die Verkettung der einzelnen Transfers

Dabei spielt natürlich auch immer die Frage nach dem Budget eine entscheidende Rolle. Lange deutete vieles darauf hin, dass ein Abgang von Said El Mala zu Borussia Dortmund eine enorme Summe freimachen würde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte dies wiederum viele weitere Transfers in Gang gesetzt. Oftmals muss im Transfergeschäft erst eine Sache passieren, damit eine andere folgen kann. Eine weitere Möglichkeit wären Vorgriffe auf prognostizierte Abgänge, um nicht unvermittelt mit einer klaffenden Lücke im Kader dazustehen. So könnte beispielsweise Reigan Heskey als mittelfristiger Vorgriff auf einen El Mala-Abgang verpflichtet worden zu sein, der findet sich aktuell aber erst einmal in einem mehr als anspruchsvollen Konkurrenzkampf um Spielzeit wieder. Kein Wunder, der Spieler ist 18. Offenbar bergen auch Vorgriffe immer eine gewisse Gefahr.

Je näher das Ende des Transferfensters rückt, desto mehr kann man mit seinem bestehenden Kader planen – sollte man meinen. Ein Trugschluss allerdings, der oftmals die kleineren Fische im großen Teich des Transfermarktes wie ein Schlag trifft. Nun ist es nämlich nicht so, dass der Deadline Day vor Saisonbeginn stattfindet. Vielmehr beginnt die Saison in den großen europäischen Ligen bereits, während das Transferfenster noch geöffnet ist. Das hat zur Folge, dass Klubs nach ein bis zwei Spieltagen Defizite in ihrem Kader ausmachen und dann nochmal auf große Shoppingtour gehen. Wer kann also ausschließen, dass kurz vor Ende der Transferperiode ein englischer Verein eine abstruse Summe für Said El Mala auf den Tisch legt, bei der die Kölner nicht ablehnen können? Falls nicht vorher schon RB Leipzig zuschlägt.

Der Deadline-Day: Nicht des Kölners liebster Tag

So oder so ist das Ende einer Transferphase für jeden Verein die Chance, sich opportunistisch zu zeigen und günstige Marktgelegenheiten wahrzunehmen. Historisch gesehen ist der 1. FC Köln allerdings kein Verein, der gerne bis kurz vor spät auf Gelegenheiten lauert und dann erfolgreich auf dem Markt agiert. Das jüngste Beispiel dafür ist die Leihe von Felipe Chávez im vergangenen Wintertransferfenster. Das damals 18-jährige Talent wechselte von den Bayern in die Domstadt, um dort auf Spielpraxis zu kommen. Leider verlief die Leihe nicht wie geplant, der junge Peruaner kam lediglich auf sieben Kurzeinsätze in der Rückrunde. Nikola Soldo, Imad Rondic – es gibt bekanntlich noch mehr Last-Minute-Beispiele.

Die kurioseste Kölner Anekdote zum Deadline-Day gab es bekanntlich 2011. Damals sollte ein gewisser Eric Maxim Choupo-Moting per Leihe vom Hamburger SV nach Köln wechseln. Richtig, der Spieler, der in der Folge für Paris Saint-Germain sowie den FC Bayern München auflief und zahlreiche Titel gewinnen konnte. Als alle Seiten sich bereits auf den Transfer geeinigt hatten, machte die Technik dem Transfer einen Strich durch die Rechnung. Auf den letzten Drücker, um 17:49 Uhr, schickte der Vater und Berater Choupo-Motings den unterschriebenen Vertrag per Fax nach Köln. Die erste Seite kam auch an, die entscheidende zweite Seite mit der Unterschrift jedoch nicht. Diese lies sich bis nach 18 Uhr Zeit. Obwohl man sich auf Kölner Seite beeilte und das Dokument schleunigst an die DFL weiterschickte, kam der Vertrag erst um 18:13 Uhr dort an. Die Deadline war um 18 Uhr. Der Transfer platzte bekanntlich.

Am Fax Gerät sollte es in der heutigen Zeit hoffentlich nicht mehr scheitern. Dennoch wären die Kardiologen so mancher FC-Fans sicherlich erfreut darüber, wenn frühzeitig alle wichtigen Baustellen geschlossen wären.


Wo finde ich aktuelle Nachrichten zum 1. FC Köln?

Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.

Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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