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·11. September 2026

Demirović braucht zwölf Minuten für den VfB-Auftakt

Artikelbild:Demirović braucht zwölf Minuten für den VfB-Auftakt

133. Geburtstag des Vereins, 18.45 Uhr Anstoß, erster Auftritt in der Ligaphase. Zwölf Minuten später hatte Ermedin Demirović das Spiel entschieden – und der VfB einen Rekord, den es vorher noch nie gab.

Ein zäher Anfang, dann ein Bruch

Viking Stavanger begann mutig, presste früh und kam durch Askildsen und Björdal zu den ersten Abschlüssen. Rund zwanzig Minuten lang tat sich der VfB schwer. Dann kippte die Partie innerhalb einer Viertelstunde vollständig.


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Demirović traf dreimal. Zwischendurch glich Tripić nach Vorarbeit des erst Anfang September aus Oslo gekommenen Neuzugangs Björdal zum 1:1 aus – die Norweger reagierten also perfekt auf den Rückstand, nur um umgehend wieder hinten zu liegen. Zur Pause stand es 3:1. Deniz Undav bereitete zwei der drei Treffer vor.

Die zweite Halbzeit war die eigentliche Lehre

Nach dem Seitenwechsel nahm Stuttgart mindestens einen Gang heraus. Bei zwei Toren Vorsprung blieb Viking im Spiel, versuchte alles, bewies Moral – und scheiterte am Ende an der Präzision oder an einem Stuttgarter Bein dazwischen. Einen echten Hochkaräter ließen die Schwaben in Durchgang zwei nicht mehr zu, waren dem 4:0 sogar näher als die Gäste dem Anschluss. Undav vergab aus der Drehung aus spitzem Winkel.

Sebastian Hoeneß wird das gefallen haben und gleichzeitig nicht. Souverän gewonnen, ja. Aber gegen einen Gegner dieser Kategorie kann ein Nachlassen um zwanzig Prozent folgenlos bleiben. Gegen die nächsten Gegner nicht.

Ein Gegner mit anderer Taktung

Viking ist amtierender norwegischer Meister und stand zum Zeitpunkt der Partie nach 19 Spieltagen auf Rang zwei der Eliteserien, drei Punkte hinter Bodø/Glimt. Die norwegische Saison läuft seit März und endet Mitte Dezember – die Gäste hatten also bereits mehr als die halbe Pflichtspielsaison in den Beinen, während der VfB gerade erst anläuft.

Für Viking war es der erste internationale Auftritt seit 21 Jahren. In der Champions League beziehungsweise im Europapokal der Landesmeister hat der Klub zehn von zwölf Partien verloren; der einzige Sieg datiert vom September 1976 gegen Baník Ostrava.

Rotation mit Wirkung

Hoeneß hatte nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln nur auf zwei Positionen verändert: Leweling und Demirović begannen anstelle von Vagnoman und Pejcinović. Beide Wechsel zahlten sich aus – einer davon dreifach.

Der Kalender wird schnell ungemütlicher

Am Samstag geht es nach Hoffenheim, in der Königsklasse dann zum slowakischen Meister Slovan Bratislava. Für Viking steht zunächst Kristiansund an, im Oktober kommt der FC Bayern nach Norwegen.

Pflicht erfüllt, Rekord nebenbei mitgenommen, ein Stürmer rechtzeitig in Form. Mehr kann ein erster Spieltag kaum liefern. Wer daraus allerdings schon eine Prognose für den Rest der Ligaphase ableitet, sollte sich die zweiten 45 Minuten noch einmal ansehen.

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