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·13. April 2026
Der 1. FC Köln verdient sich den Erfolg gegen Bremen, hat dabei aber auch endlich das nötige Spielglück

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Simon Hense
13 April, 2026
Mit dem Sieg gegen Werder Bremen holte der FC wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei waren die Weichen wegen zweier Schlüsselszenen früh auf Sieg für die Geißböcke gestellt – die sich nach längerer Zeit mal wieder für eine ordentliche Leistung belohnen konnten.
Ragnar Ache erzielte gegen Bremen das zwischenzeitliche 2:0
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Es waren wohl die beiden Schlüsselszenen im Duell zwischen dem FC und Werder Bremen. Bereits nach nichtmal fünf Minuten foulte Bremens Olivier Deman Jakub Kaminski im Strafraum. Eine sehr unnötige Aktion aus Werder-Sicht, weil der Kölner nur gerade so im Sechzehner war und von der Situation eigentlich nicht die größte Gefahr ausging. Den Geißböcken konnte es egal sein, Said El Mala verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt. Mitte der ersten Halbzeit spielte dann noch der Ex-Kölner Leonardo Bittencourt einen schwachen Pass zurück auf Marco Friedl. Ragnar Ache kam dazwischen und wurde im Anschluss vom Bremer Kapitän gefoult. Weil dieser der letzte Mann war, sah er folgerichtig die Rote Karte. Spätestens damit waren die Weichen sehr stark auf einen Sieg für den FC gestellt. „Natürlich hat uns die Rote Karte geholfen. Die Führung vorneweg hat gut getan“, meinte daher auch Marvin Schwäbe.
Denn durch die Situationen waren nach längerer Zeit endlich mal wieder das Spielglück und der Spielverlauf auf Seiten der Kölner. In der vorherigen Sieglos-Serie waren die Geißböcke nämlich – bis auf im Spiel gegen die TSG Hoffenheim – immer erst in Rückstand geraten. Darum hatte Trainer René Wagner vor dem Spiel noch betont, dass genau das nicht schon wieder passieren dürfe. Was den Kölnern mit eben etwas Spielglück auch gelang. „Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl“, betonte etwa Torschütze El Mala die Bedeutung des frühen Treffers.
Dabei war es ebenfalls günstig für den FC, dass es ein Elfmeter war. Denn dass die Chancenverwertung nicht zu den Stärken des Teams zählt, zeigte sich im weiteren Spielverlauf. Hätte es da noch Unentschieden gestanden, wäre die Mannschaft nach den ersten vergebenen, guten Chancen vielleicht nervöser geworden. Aber das ist hypothetisch, da der Spielverlauf eben auf Seiten der Kölner war. Und die machten, wie sich an den vielen vergebenen Möglichkeiten ablesen lässt, außerdem ein gutes Spiel. „Großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben“, stimmte die Performance seines Teams René Wagner insgesamt zufrieden. Auch wenn er sich den dritten Treffer früher gewünscht hätte.
Denn zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass es sich die Kölner am Ende wieder selber schwerer als unbedingt nötig gemacht hatten. Neben dem Chancenwucher ist da vor allem der Elfmeter für Bremen zu nennen, nur recht kurz nachdem sie es eigentlich mit dem 2:0 durch Ragnar Ache deutlich sicherer gestaltet hatten. Der Umstand gefiel Schwäbe bei allen positiven Aspekten nicht: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können, um das einfach nicht so zuzulassen.“
Bestraft wurde es jedoch dieses Mal am Ende nicht, dass die Geißböcke die Bremer so nochmal ins Spiel brachten, da Köln in Überzahl ansonsten sicher stand. Und sich in der einen weiteren kritischen Situation auf Schwäbe im Tor verlassen konnten. Der hielt beim Stand von 1:0, kurz nach dem wegen hauchdünnen Abseits aberkannten Treffer von Alessio Castro-Montes, nach einem abgefälschten Distanzschuss von Senne Lynen mit einer überragenden Parade die Führung fest. Erneut ein Punkt, an dem der Spielverlauf in diesem Spiel auf Seiten der Kölner war, die dank ihres Keepers an der Stelle gar nicht erst in die schwierige Situation kamen, mal wieder ein unglückliches Gegentor und damit den Ausgleich zu bekommen.
So konnten die Kölner mit Spielglück und einer guten Leistung schlussendlich den ersten Dreier seit dem 20. Spieltag feiern. Und können so mit ordentlich Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf gegen St. Pauli am kommenden Freitag gehen. „Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken“, meinte El Mala. Mit dieser Einstellung und Energie gibt es schonmal gute Voraussetzungen, dass die Geißböcke das Spielglück und den Spielverlauf auch gegen die Hamburger auf ihre Seite ziehen können.









































