Der FC setzt weiter auf Leihen, doch die Zeit rennt: Wer verlässt noch den 1. FC Köln? | OneFootball

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·27. August 2026

Der FC setzt weiter auf Leihen, doch die Zeit rennt: Wer verlässt noch den 1. FC Köln?

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Simon Bartsch

27 August, 2026

Gleich mehrere junge Spieler standen am Montag nicht im Pokal-Kader der Geißböcke. Ein Fingerzeig, denn für einige sind Leihen sicherlich eingeplant beim 1. FC Köln: Diese Spieler könnten vor dem Deadline Day noch gehen. Youssoupha Niang steht beispielsweise vor einem Abschied Richtung 2. Bundesliga.

Der FC hat am Dienstagnachmittag seinen neuen Leihspieler-Manager vorgestellt. Tim Kister soll sich künftig um die verliehenen Spieler kümmern. Wie viele das am Ende seien werden, ist aktuell offen. Denn es sollen eigentlich noch weitere Leihen beim 1. FC Köln folgen, doch die Zeit rennt.

Wird es noch weitere Leihspieler beim FC geben?

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Die Erfahrung kann sich sehen lassen. Mehr als 200 Pflichtspiele hat Tim Kister auf dem Buckel. Fast zehn Jahre spielte der ehemalige Innenverteidiger für den SV Sandhausen. Eine beachtliche Zeit, aber auch eine Zeit, die Kister nie in die Situation brachte verliehen zu werden. Das wird künftig aber die Kernaufgabe des Ex-Spielers sein, der sich seine Expertise nach der Fußballer-Laufbahn beim DFB holte. Eine Woche vor dem Deadline Day hat der FC eine weitere Umstrukturierung in der Manager-Abteilung vorgenommen. Das gab der Verein am Dienstagnachmittag bekannt. Kister kümmert sich künftig eben um die Leihspieler der Geißböcke und zwar jene, die an andere Vereine ausgeliehen sind. „Über zahlreiche Leihen konnten wir in der Vergangenheit bereits unter Beweis stellen, dass dieser Schritt ein erfolgreicher Weg sein kann. Bildlich gesprochen, ist es der Schritt, den es zwischen dem Franz-Kremer-Stadion und dem RheinEnergieStadion braucht“, erklärte Kölns technischer Direktor Lukas Berg die Personalie.

Nicht alle Hoffnungen der Nachwuchsspieler des 1. FC Köln erfüllen sich

Tatsächlich setzen die Kölner seit einigen Jahren verstärkt auf diesen Zwischenschritt. Denn in der Ausbildung der Nachwuchsspieler gibt es immer wieder ein grundsätzliches Problem. Zu gut für die Regionalliga, aber noch nicht gut genug für die Bundesliga. Die Folge war in der Vergangenheit bekanntlich auch schon mal der Abgang des ein oder anderen potenziellen Talents. Ein Kritikpunkt, der immer wieder hervorgeholt wird. Dessen Argumentation aber nur in kleinen Teilen berechtigt ist. Ob Justin Diel, Justin von der Hitz oder Meiko Wäschenbach – gleich mehrere hochgehandelte Youngster hatten zuletzt aus unterschiedlichen Gründen ihre Schwierigkeiten, bei ihren neuen Vereinen Fuß zu fassen. Der ganz große Durchbruch ist bislang ausgeblieben. Einigen Nachwuchshoffnungen hatte man beim FC einen anderen Weg vorgeschlagen, dieser reichte dem ein oder anderen Akteur oder den jeweiligen Beratern nicht.



Mit Spielern wie Jonas Urbig oder Tim Lemperle hat man mit Leihen gute Erfahrungen gemacht. Selbst wenn diese nun bekanntlich nicht mehr für Köln spielen. Fynn Schenten ist die aktuelle Leihgabe der Geißböcke. Der Stürmer spielt nun für Roda Kerkrade in den Niederlanden, fällt aber aktuell verletzt aus. Jaka Potocnik, Yannick Mausehund und Jusuf Gazibegovic sind zudem verliehene Spieler der Kölner. Letzterer wird wohl den Planer in seiner Funktion nicht benötigen. Doch es könnten andere folgen. Allen voran Youssoupha Niang, für den ebenfalls eine Leihe vorgesehen ist. Wie berichtet, ist der Offensivspieler freigestellt und soll wohl Richtung St. Pauli wechseln. Auch bei weiteren muss recht schnell eine Entscheidung her. Denn das Transferfenster schließt in einer Woche. Zumindest in Deutschland und Teilen Europas. Heißt: Sollen die Akteure noch verliehen werden, müsste sich bis dahin ein Leihverein finden. Auf der Liste der potenziellen Abgaben steht Elias Bakatkanda ganz weit oben. Der Innenverteidiger ist gerade von seiner Leihe aus Linz ans Geißbockheim zurückgekehrt. Und das mit einer beachtlichen physischen Entwicklung.

Wer könnte den FC auf Leihbasis noch verlassen?

Beim FC ist man dennoch der Meinung, dass ein Zwischenschritt für den Abwehrspieler genau richtig sei. Für Julian Pauli scheint die Situation ebenfalls kompliziert. Auch das zweite Eigengewächs belegt einen Platz hinter der Top-Vier. Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili scheinen aktuell als Innenverteidiger-Duo gesetzt, knapp vor Joel Schmied und Rav van den Berg. Der Abstand zu Pauli ist aufgrund von Verletzungen da schon größer. Ob Pauli aber wirklich verliehen wird, scheint aktuell unklar. René Wagner betonte zuletzt, dass er jede Position gerne doppelt besetzt hätte. Das wäre mit vier Innenverteidigern in einer Viererkette der Fall, Wagner erklärte aber auch, dass jene nicht in Stein gemeißelt sei. Und bei einer Fünferkette mit drei Innenverteidigern scheint die Anzahl von vier dann doch wieder dünn. Gerade, wenn man sich das vergangene Jahr mit den zahlreichen Ausfällen im Defensivverbund anschaut.

Möglicherweise sind da noch andere Akteure. Patrik Kristal und Cenny Neuman gelten als mögliche Leihkandidaten. In allen Fällen müssen schnelle Entscheidungen her. Denn eine Hängepartie zwischen zu gut für die Regionalliga, zu wenig für die Bundesliga kann keiner dieser Akteure gebrauchen.

Wird sich der Kader bis zum Deadline Day noch verändern?

Es sind noch mehrere Veränderungen geplant. Auf der Zugangsseite soll noch ein Linksverteidiger kommen. Aber auch in der Offensive sind Spieler geplant. Es könnte aber auch nach Abgänge geben, wenn die Spieler mit der erwartbaren Einsatzzeit nicht einverstanden sind.

Warum wurde Fynn Schenten verliehen?

Der Kölner Offensivspieler soll in Kerkrade mehr Einsatzzeit sammeln. Beim FC würde er bei den Profis kaum zum Einsatz kommen und wäre bei der U21 nicht wir erhofft gefordert.

Warum spielt Julian Pauli nicht?

Der Innenverteidiger war in der Vorbereitung einige Male verletzt. Aktuell haben gleich vier Spieler die Nase vor Pauli.

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