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·27. April 2026

Der müde VfB

Artikelbild:Der müde VfB

Ich muss zugeben, ich war am Sonntag müde. Und das lag nicht daran, dass ich gleich morgens um 11 Uhr bei den VfB-Frauen beim PSV war. Wahrscheinlich war ich genauso müde wie die Spieler, die noch am Donnerstag ein aufregendes Pokal-Halbfinale spielten. Auch ich will in die Champions League, aber ich konnte mich noch nicht mal über das 1:1 aufregen.

Dabei hätte es gegen Werder Bremen genug Aufreger gegeben: Die unterirdischen Standards, alleine 14 Ecken ohne jede Wirkung, dazu noch ein paar lommelige Freistösse. Am besten schenkt der VfB die Standards einfach. Entweder geben wir dem Gegner gleich den Ball oder führen statt einem Standard einen Einwurf aus.


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Die unmotivierten und unzähligen Flanken, obwohl sich niemand im Strafraum befand, der sie hätte verwerten können.

Wie sich Chema ein ums andere Mal den Ball klauen ließ. Obwohl er keine 120 Minuten in den Beinen hatte, war er im Kopf genauso langsam wie Deniz Undav.

Wie Undav über den Platz stolperte, na ja, … er hatte eben genauso schwere Beine wie ich. Auch Angelo Stiller wirkte so als ob er in Zeitlupe über den Platz ging.

Die Abwehr bestand neben Maxi Mittelstädt immerhin aus drei weiteren Spielern, von denen nur Luca Jaquez gut zwanzig Minuten am Donnerstag gespielt hat. Aber da sie so noch nie zusammen gespielt hatten und Dan-Axel Zagadou sowieso kaum Spielpraxis hat, sah es eben so aus wie es aussah in der ersten Halbzeit: unkoordiniert, wild, wacklig.

Aber ich bin wirklich müde gewesen am Sonntag und ich kann nachvollziehen, dass nach dem Halbfinale gegen Freiburg sich nicht alle fokussieren konnten. Mir ging’s auch so.

Dann muss man auch mal so ein 1:1 gegen Bremen akzeptieren. Meint Sebastian Hoeneß – das sagt er aber wohl nur, weil er auch noch müde ist vom Donnerstag. Ansonsten wäre er nicht so nachsichtig und würde die fehlende Energie ansprechen, auf das mangelnde Tempo hinweisen und dass er die Zielstrebigkeit vermisst hat.

Aufgeregt hatte Hoeneß sich dagegen über eine Szene in der 17. Minute. Jaquez soll im Strafraum umgerissen worden sein. Habe ich gar nicht mitbekommen, wahrscheinlich waren meine Augen zu verklebt.

Wir haben noch alles in der eigenen Hand, bla bla: Stimmt schon, aber es geht noch gegen Hoffenheim und Leverkusen und am Ende gegen Frankfurt. Und die können uns wirklich nicht leiden, wenn selbst der CEO Axel Hellmann gegen uns stänkert. Nur weil wir cooler sind als die Frankfurter. Was eigentlich nicht geht, sie haben den Fußball und die Fan-Kultur erfunden. Also: Ja, in der eigenen Hand, aber die Gegner werden nicht einfacher als Bremen. Deshalb müssen wir uns darauf einstellen, dass wir womöglich die Champions League verpassen.

Achtelfinale Europa League, Finale DFB Pokal, viele begeisternde Spiele, zum dritten Mal nacheinander geht’s auf die Reise, ein Fußball, der Spaß macht. Aber: Wäre es auch eine erfolgreiche Saison, wenn sich der VfB nicht für die Champions League qualifiziert? Dieser Frage gehen wir hier nach.

Bild: Sona Maleterova/Getty Images


Sollte der VfB die Champions League verpassen – das wäre endgültig das Comeback des schwierigen Umfelds, oder? Unser neuer Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, wäre dazu das perfekte Statement! Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!

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