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·27. September 2026

Der Stürmer, dessen Tor gegen Deutschland nicht zählte, trifft in Belgrad zweimal

Artikelbild:Der Stürmer, dessen Tor gegen Deutschland nicht zählte, trifft in Belgrad zweimal

Belgrad. Am Donnerstagabend in Amsterdam hatte Mexx Meerdink getroffen, und das Tor zählte nicht – der Schiedsrichter hatte zuvor ein Foul gepfiffen. Drei Tage später im Stadion Rajko Mitić machte der Stürmer es zweimal richtig. Meerdink schoss die Niederlande zum 2:1 in Serbien, zum ersten Sieg unter Bondscoach Xavi und damit an Deutschland vorbei auf Platz zwei der Gruppe A2.

Elfmeter, Ausgleich, Erlösung

Die Führung fiel in der 30. Minute per Foulelfmeter, verwandelt von Meerdink. Bis dahin hatte Serbien sich weitgehend auf die Defensive konzentriert und aus dem Spiel heraus wenig zugelassen; Oranje kontrollierte, ohne zwingend zu werden.


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Nach der Pause kippte das Bild kurzzeitig. Luka Jović glich direkt nach dem Wiederanpfiff aus, und die Niederlande wirkten laut Liveticker „erst einmal beeindruckt“. Serbien machte Druck. Dann kam die Szene, die das Spiel entschied: Denzel Dumfries kombinierte sich in die Gefahrenzone und flankte links in den Rückraum auf Ruben van Bommel, dessen Zuspiel Meerdink mit links zum 1:2 verwertete.

Die Schlussphase wurde noch einmal eng. Serbien warf alles nach vorn, Torwart Milinković-Savić rückte bei einer Ecke mit auf, und Jović köpfte vom Elfmeterpunkt knapp am Kasten vorbei. Es blieb beim Sieg für Oranje – „die Niederlande hatte eigentlich alles im Griff, kam aber dann am Ende doch noch einmal ins Schwitzen“, fasste der sport.de-Ticker zusammen.

Der Wermutstropfen heißt Gakpo

Der Sieg könnte teuer werden. Cody Gakpo, am Donnerstag noch Torschütze zum 1:1 gegen Deutschland in der 92. Minute, wurde in der 12. Minute von Saša Lukić gefoult und signalisierte kurz darauf, dass er nicht weiterspielen kann. Der Liverpool-Profi verließ den Platz mit schmerzendem Knöchel.

Wie schwer die Verletzung ist, war zunächst unklar. Für Xavi wäre ein Ausfall ein herber Verlust – Gakpo ist der Spieler, der Oranje in Amsterdam den Punkt gerettet hat.

Was das für Deutschland bedeutet

Die Tabelle nach zwei Spieltagen liest sich für das DFB-Team unangenehm: Griechenland führt mit sechs Punkten, die Niederlande folgen mit vier, Deutschland hat nach dem 0:1 gegen Griechenland nur einen Zähler. Serbien ist mit null Punkten Schlusslicht.

Platz drei würde bedeuten: kein Viertelfinale im März 2027. Am Donnerstag empfängt Deutschland genau jenes Serbien in München, das nun mit zwei Niederlagen im Gepäck anreist – nach dem verspielten 1:0 gegen Griechenland und dieser Heimpleite.

Die Kulisse als eigene Geschichte

Auffällig war in Belgrad etwas anderes. Gegen Griechenland waren weniger als 6.000 Zuschauer ins Marakana gekommen; auch gegen den attraktiven Gegner Niederlande blieben laut kicker viele Reihen leer. Dem serbischen Fußball fehlt es nach mehreren enttäuschenden Jahren „gehörig an Zugkraft“.

Für eine Nation, die noch vor wenigen Jahren mit einer der talentiertesten Generationen Europas antrat, ist das die bittere Nebenerkenntnis dieses Wochenendes. Veljko Paunović hatte gegen Griechenland auf erfahrene Kräfte gesetzt, Dušan Tadić kehrte nach der EM 2024 zurück. Es hat nicht geholfen.

90PLUS Redaktion

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