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·12. September 2026

Derbysieg lässt Düsseldorf beben: "Hoffentlich ein Startschuss"

Artikelbild:Derbysieg lässt Düsseldorf beben: "Hoffentlich ein Startschuss"

Der Jubel in Düsseldorf, er war riesig! Die Fortuna feierte den zweiten Heimsieg in Folge – und das ausgerechnet im Straßenbahn-Derby gegen den bislang makellosen Spitzenreiter Duisburg. Dabei erholte sich die Mannschaft von Alexander Ende nicht nur von einem fatalen Fehlschuss in der ersten Hälfte, sondern auch vom frühen Rückstand nach der Pause. Der Brustlöser für die Fortuna?

"Einfach mal abschließen"

Die Erleichterung, sie war Cheftrainer Alexander Ende nach Abpfiff sichtlich ins Gesicht geschrieben. Der 46-Jährige, der in seiner bisherigen Amtszeit kaum Erfolgserlebnisse sammeln konnte, stand bei den Fans nach dem katastrophalen Saisonstart schon auf der Abschussliste. Aber Ende resümierte bei "Magenta Sport" gekonnt: "Es ist schon wichtig, dass die Jungs merken, dass es auch mal stimmt, was ein Trainer sagt." Ein Lächeln folgte, denn der ausgeführte Tipp des Trainers war unter anderem an Eric Hottmann gerichtet – nämlich einfach mal in aussichtsreicher Position zu schießen. "In der Tabellenregion, in der wir sind, müssen wir dann einfach mal abschließen. Hotti hat es dieses Mal gemacht."


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Und dadurch drehte Düsseldorf die Partie, denn nach dem 0:1-Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte überstand die Fortuna noch einen aussichtsreichen Konter der Duisburger und profitierte anschließend von der eigenen Willensleistung, die Fehler beim Gegner provozierte. Dass Nachwuchstalent Anas Slimani im ersten Abschnitt freistehend aus fünf Metern am leeren Tor vorbeischoss, war da schon wieder vergessen – ein weiterer Umstand, den Düsseldorf in einer nervenaufreibenden Partie überstand. "Die Chancenverwertung war wieder sinnbildlich, weil wir da auch ein dickes Brett liegen gelassen haben", so Ende. "Nichtsdestotrotz überwiegt der Respekt, dass wir das Ding – in unserer Situation – im Zusammenspiel mit den Fans gedreht haben."

"Ein klassischer Schleusener"

Durch das Stadion hallte "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen, die bekanntlich ihr Herzblut ebenfalls in die Fortuna stecken. Vor der Fankurve in der Merkur Spiel-Arena, die mit 49.320 Zuschauern nur knapp keinen neuen Drittliga-Rekord aufstellte, feierten die Spieler laustark mit dem Anhang. "Das, was jetzt gerade los ist, ist schon eine Wucht und hoffentlich auch ein Startschuss", wünschte sich Ende. "Ich glaube, dass eine Mannschaft immer so einen Moment braucht. Den haben wir uns hoffentlich heute geholt, weil das ist wichtig für den Glauben an unseren Weg."

An das Momentum glaubte auch Fabian Schleusener, der den Ausgleich besorgte. Ihm fiel der Ball im gegnerischen Strafraum etwas glücklich vor den Fuß. "Ein klassischer Schleusener", fand der Routinier später. "Als Stürmer versucht man immer, zu antizipieren, wo der Ball herunterkommt. Oft liegt man falsch, aber heute stand ich richtig." Der 34-Jährige genoss die Kulisse, genoss den Einsatz und die Leidenschaft auf dem Rasen. Die Zuversicht, dass es bei Düsseldorf nach monatelanger Tristesse wieder bergauf geht, war zurück. "Wir stecken in einem Prozess, der mehr und mehr Früchte trägt", fand Schleusener, der auf die ganz große Party verzichten wird. "Es ist Englische Woche. Es wird nicht so feuchtfröhlich ausfallen wie sonst." Auch nicht nach dem emotionalen Derbysieg, der für Düsseldorf möglicherweise die Initialzündung sein kann. Ob dem tatsächlich so ist, wird sich schon am Dienstagabend in Regensburg zeigen.

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