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·1. Oktober 2026
Deutsche Nationalmannschaft: Lennart Karl vor dem Comeback gegen Serbien?

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Vier Monate nach dem Schock von Chicago ist Lennart Karl zurück in der Nationalmannschaft, und heute Abend könnte er sogar von Beginn an spielen. Laut kicker plant Bundestrainer Jürgen Klopp den 18-Jährigen gegen Serbien auf dem rechten Flügel ein, in seiner Heimatstadt München, in der Allianz Arena. Doch der Weg zurück war hart, und die alte Leichtigkeit hat das Bayern-Juwel noch nicht ganz wiedergefunden.

Lennart Karl vom FC Bayern München (Foto Depositphotos.com)
Klopp hat ihn trotzdem schon ins Herz geschlossen: „Er ist ein richtiges Kraftpaket und sehr selbstbewusst, dabei hat er sehr angenehme Umgangsformen. Er ist auch ein bisschen frech, das mag ich auch.“ Das Länderspiel Deutschland gegen Serbien beginnt um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt live.
Der 5. Juni 2026 sollte ein normaler Trainingstag werden. Im Soldier Field von Chicago bat Julian Nagelsmann seinen WM-Kader zur Abschlusseinheit vor dem letzten Test gegen die USA. Kurz vor Schluss zog Karl ohne Gegnerkontakt kraftvoll ab und verletzte sich dabei schwer. Die Diagnose: ein Muskelbündelriss im linken Oberschenkel. „Leider hat sich Lenni verletzt, das sah ehrlich gesagt nicht so gut aus“, sagte Nagelsmann sichtlich mitgenommen, die Pressekonferenz begann mit Verspätung.
Noch am selben Abend verabschiedete sich Karl unter Tränen von der Mannschaft und flog allein nach Deutschland zurück. Nagelsmann gab ihm einen Trost mit auf den Weg: Das einzig Positive sei, „dass du so jung bist und noch viele Weltmeisterschaften vor dir hast“. Für das DFB-Team war der Ausfall ein Rückschlag, Karl galt bis dahin als Gesicht der deutschen Zuversicht.
Bis zur Verletzung hatte Karl ein Jahr erlebt, von dem andere ihre ganze Karriere träumen:

Lennart Karl (#25) im Trikot der deutschen Nationalmannschaft beim Länderspiel gegen die Schweiz im St. Jakob-Park in Basel am 27. März 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images
Statt bei der WM spielte sich Karls Sommer in der Reha an der Säbener Straße ab. Kleinere Reaktionen kosteten zwischendurch weitere Tage, den Supercup verpasste er noch. „Es war ein sehr, sehr harter Weg. Am Anfang ging es dabei eher um den Kopf, aber später war es dann auch körperlich“, sagte Karl, als er zum Bundesliga-Auftakt beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart in der 84. Minute sein Comeback gab.
Seitdem geht es aufwärts. Vincent Kompany setzte ihn sofort wieder ein, auch in der Startelf:
Die Minuten werden aber genau dosiert, eine dritte Muskelverletzung in diesem Jahr soll es nicht geben. Gegen Union Berlin setzte Karl zuletzt mit muskulären Problemen aus, die laut kicker nichts mit der alten Verletzung zu tun haben. Deshalb tauschte er auch mit Karim Adeyemi den Platz in Klopps Kadern: Statt in den ersten beiden Spielen gegen die Niederlande und Griechenland ist Karl jetzt im zweiten Aufgebot für Serbien und Griechenland dabei.
Kennengelernt haben sich die beiden kurz nach Karls Comeback, als Klopp an der Säbener Straße vorbeischaute. „Als ich Lennart das erste Mal live gesehen und seine Hand geschüttelt habe, habe ich gemerkt: Der Junge ist bereit“, erzählte der Bundestrainer. „Vor seiner Verletzung hatte er einige herausragende Momente.“ Diese Momente wieder herauszukitzeln, ist jetzt die gemeinsame Aufgabe von Klopp und Kompany. Gegen Serbien sieht der kicker Karl mit der Nummer 15 rechts in einer offensiven Dreierreihe mit Florian Wirtz und Debütant Said El Mala. Die offizielle Startelf steht rund eine Stunde vor dem Anpfiff unter Aufstellung Deutschland heute.
Ganz so leicht wie im vergangenen Herbst, als ihm fast alles gelang, fällt Karl das Glänzen noch nicht. Die Gegner kennen seine Finten inzwischen, mit Tempo allein kommt er nicht mehr vorbei. Und in München ist der Kampf um die Plätze härter geworden. Beim Rekordmeister ist er auch in seiner zweiten Profisaison der Jüngste im Kader, genießt aber keinen Welpenschutz mehr.
Sieben Offensivstars für vier Positionen: Karl muss sich mit Toren, Vorlagen und guten Leistungen durchbeißen. Das Selbstvertrauen dafür hat er, das volle Vertrauen in den eigenen Körper muss er sich noch zurückholen.
Dazu gehört auch, den Blick fürs Wesentliche zu behalten. Nach seinem Tor in Elversberg legte Karl in Richtung der gegnerischen Fans den Finger auf die Lippen, die Pfiffe folgten prompt. Unnötig, aber mit 18 muss nicht jede Geste stromlinienförmig sein. Karl zieht gern die Blicke auf sich, man denke an sein rosa Kostüm beim Spiel gegen Real Madrid im Frühjahr. Das muss kein Nachteil sein, solange es ihm vor allem auf dem Platz gelingt. Heute Abend in München hat er die nächste Gelegenheit.
Lennart Karl ist 18 Jahre alt und damit der jüngste Spieler im Kader des FC Bayern München.
Er erlitt am 5. Juni 2026 im Abschlusstraining in Chicago ohne Gegnereinwirkung einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel und musste abreisen.
Laut kicker gehört er zur voraussichtlichen Startelf. Er trägt die Rückennummer 15, die offizielle Aufstellung gibt der DFB gegen 19.45 Uhr bekannt.
Zum Bundesliga-Auftakt beim 5:1 des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart, als er in der 84. Minute eingewechselt wurde.







































