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·25. März 2026

Deutschland Aufstellung & die Innenverteidigung: Rüdiger neben Schlotterbeck?

Artikelbild:Deutschland Aufstellung & die Innenverteidigung: Rüdiger neben Schlotterbeck?

Julian Nagelsmann muss noch diese Woche die (Vor-)Entscheidung für die deutsche Innenverteidigung treffen: Am Freitag entscheidet sich beim Länderspiel in Basel gegen die Schweiz, wer neben Nico Schlotterbeck spielt – und wer damit gute Chancen hat, auch am 14. Juni gegen Curaçao in Katar aufzulaufen. Die Reizfigur Rüdiger steht dabei im Fokus: Sportlich meist erste Wahl, polarisiert er wegen wiederkehrender Skandale ebenso heftig. Antonio Rüdiger, 33, hat sich zuletzt gegenüber der FAZ erklärt und betont, er wolle „kein Unruheherd sein, sondern Stabilität und Sicherheit geben.“ Gleichzeitig häufen sich öffentliche Lobeshymnen von Álvaro Arbeloa, Julian Nagelsmann und Joshua Kimmich, die seinen Stellenwert für die Nationalmannschaft hervorheben.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann tröstet Antonio Rüdiger nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale der UEFA EURO 2024 gegen Spanien in der Stuttgart Arena am 5. Juli 2024. Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images


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Entscheidung vor dem Länderspiel in Basel

Die (Vor-)Entscheidung fällt diesen Freitag beim Länderspiel gegen die Schweiz (20.45 Uhr/RTL) in Basel. Julian Nagelsmann hat Nico Schlotterbeck quasi für gesetzt erklärt; daneben wird entweder Antonio Rüdiger oder Jonathan Tah vom FC Bayern starten. Vorbehaltlich Verletzungen wird wohl derjenige, der in Basel startet, auch die WM spielen – damit steht viel auf dem Spiel für die Innenverteidiger.

Herzogenaurach bleibt als Ort der Vorbereitung und Debatten präsent, während Nagelsmann seine Personalentscheidung endgültig fällen muss. Die Auswahl, wer neben Schlotterbeck aufläuft, ist damit mehr als eine Einzelentscheidung für ein Freundschaftsspiel: Sie hat direkte Folgen für den Kader am 14. Juni gegen Curaçao.

Lob und Elogen: Arbeloa, Nagelsmann und Kimmich

Álvaro Arbeloa hat Rüdiger kürzlich überschwänglich gelobt und „länglich verbal den Sockel gegossen“: „Wenn ihr mich fragt“, sagte der Trainer von Real Madrid, „würde ich eine Statue von Rüdiger bauen und sie in meinem Garten aufstellen.“ Solche starken Worte passen zu den jüngsten öffentlichen Statements.

Auch Bundestrainer und Kapitän stellten Rüdiger positiv dar: Nagelsmann betonte, Rüdiger polarisiere, bei ihm werde stets „mehr daraus gemacht als bei anderen“. Joshua Kimmich unterstrich die sportliche Zuverlässigkeit: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir vergessen, was er die letzten drei, vier Jahre bei Real Madrid abgeliefert hat“, sagte er. „Wenn wir am Ende die K.o.-Runde erreichen, ist Toni immer ein Spieler, auf den du dich verlassen kannst, den du immer bringen kannst, ohne Bauchschmerzen zu haben.“

Rüdigers Selbstbild: Statement gegenüber der FAZ

Antonio Rüdiger nutzte die mediale Aufmerksamkeit, um in der FAZ seine Haltung klarzustellen. „Ich weiß selbst, dass ich Szenen hatte, die deutlich drüber waren“, gab er zu und versuchte damit, Verantwortung zu übernehmen.

Er betonte ausdrücklich: „Ich will kein Unruheherd sein, sondern Stabilität und Sicherheit geben.“ Nagelsmann hat diese Aussage sicher gerne gelesen, weil sie seine Einordnung des Innenverteidigers beeinflussen dürfte.

Kontroversen: Fouls, Gesten und mediale Reaktionen

Rüdiger polarisiert nicht nur durch Lob, sondern auch wegen zahlreicher Vorfälle. Nach einem Knie-ins-Gesicht-Foul in der spanischen Liga deutete der Bundestrainer die brutal anmutende Szene umständlich in „fußballspezifisch“ um. Der betroffene Gegenspieler sprach hingegen deutlicher: „Er wollte mir das Gesicht zertrümmern“, sagte Diego Rico vom FC Getafe entsetzt.

Neben jenem Vorfall werden eine Halsabschneider-Geste, der Wurf einer Rolle Tape nach dem Schiedsrichter und weitere Skandälchen immer wieder besonders heftig diskutiert. Im bunten Journalismus ist der Kommentar „Werft ihn endlich raus!“ schnell zur Hand, während Nagelsmann nach wie vor Ruhe in der Debatte zeigt.

Nagelsmanns Abwägung: Sportliche Qualität versus Führbarkeit

Nagelsmann weiß, dass Rüdiger sportlich immer eine gute Wahl ist; das gelte „für Tah gleichermaßen“, so der Bundestrainer. Tah besitzt nicht dieselbe Einschüchterungs-Aura wie Rüdiger, sei aber „sicherlich leichter zu führen“. Diese Abwägung zwischen Führbarkeit und Einschüchterungseffekt prägt die Entscheidung des Bundestrainers.

„Was ich sagen kann, ist, dass Antonio sich unglaublich committet, was die Nationalmannschaft angeht“, sagte Nagelsmann in der Presserunde. „Dass er einer ist, der die Familie Nationalmannschaft auch extrem schützt und alles dafür tut, dass wir erfolgreich sind.“

Jonathan Tah im Vergleich und das Urteil von Joachim Löw

Jonathan Tah, 30, gilt sportlich als gleichwertige Alternative. Ein früherer Bundestrainer machte pünktlich zur heißen Phase Werbung für Tah: Joachim Löw lobte Tah als „seit ein, zwei Jahren einer der allerbesten Innenverteidiger, die man sich vorstellen kann“. Er hob dabei Tahs Abgeklärtheit, seine Ruhe und seine Zweikampfstärke hervor.

Löw ergänzte, mit dieser Stabilität sei Tah „wahnsinnig wichtig für das Team“. Das sagte: Joachim Löw. Der hatte 2016 vor der EM Tah statt Rüdiger nominiert – der allerdings verletzt ausfiel.

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